Bei der getrennten Strom- und Wärmeerzeugung wird der Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen. Bei der zentralen Stromerzeugung in Kraftwerken (ohne weitere Nutzung der entstehenden Abwärme) und beim Stromtransport gehen bis zu zwei Drittel der eingesetzten Ausgangsenergie verloren. Eine wesentlich bessere Nutzung der eingesetzten Primärenergie lässt sich erreichen, wenn man Wärme und Strom direkt dort erzeugt, wo diese auch benötigt werden. Dabei ist das Hauptaugenmerk auf die Nutzung der bei der Stromproduktion entstehenden Abwärme zu richten.
Bei der dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung wird Energie nahe beim Verbraucher erzeugt. Mit den so genannten Mini-BHKW’s wird nur die Grundlast des Wärmebedarfs eines Mehrfamilienhauses gedeckt. Der Spitzenbedarf wird mit einem konventionellen Heizkessel abgedeckt. Dadurch erhöht sich die jährliche Laufzeit des Mini-BHKW’s.
Anders als herkömmliche Heizsysteme produzieren sie zusätzlich Strom. Das reduziert den Strombezug aus dem öffentlichen Netz und senkt die Energiekosten. Durch den gekoppelten Prozess wird die Effizienz der eingesetzten Primärenergie deutlich gesteigert: Um die gleiche Menge an Wärme und Strom zu erzeugen, muss im Vergleich zur konventionellen Lösung (Heizwärmeerzeugung im Haus, Strombezug aus dem Netz) bis zu 36 % weniger Primärenergie aufgewendet werden.
Abbildung:Dezentrale Stromerzeugung: Kraft-Wärmekopplung (KWK), Quelle:ASUE