Die GASAG erforscht tiefe Geothermie 
 
Quelle: „Bild“-Zeitung / Jim Dick  
Das Erdreich bietet ein nahezu unerschöpfliches Potenzial zur umweltfreundlichen Wärme- und Stromversorgung. Wir untersuchen in Pilotprojekten die Möglichkeit der tiefen Geothermie für die Energieversorgung der Hauptstadt.

Oberflächennahe Erdwärme mit Bohrungen bis zu 400 Meter Tiefe wird bereits vielfach für die Wärmeversorgung von Ein- und Zweifamilienhäusern genutzt.

Für größere Versorgungsnetze und Ballungszentren ist das jedoch nicht genug: Hierfür müsste 1.000 bis 5.000 Meter ins Erdreich gebohrt werden.
Diese tiefe Geothermie ist als erneuerbare Energiequelle allerdings noch kaum erschlossen.

Umweltfreundliche Wärme für ein Stadtquartier
Das wollen wir mit unserem Pilotprojekt auf dem Gelände des Europäischen Energieforums (EUREF) am Gasometer im Bezirk Tempelhof-Schöneberg nun verwirklichen: In dem Gebiet werden geeignete unterirdische Heißwasserreservoire vermutet.

Erdwärme aus bis zu 4.000 Meter Tiefe soll die auf dem EUREF-Gelände entstehenden Gebäude mit Heizwärme und Warmwasser versorgen. So könnte hier vor allem dank Geothermie Berlins erstes CO2-neutrales Stadtquartier entstehen – ein wichtiger Beitrag für Berlins ehrgeiziges Klimaschutzziel, den CO2-Ausstoß bis 2020 gegenüber 1990 um 40 Prozent zu senken.
Gute Chancen in Berlin
Die geologischen Voraussetzungen für tiefe Geothermie sind in Berlin günstig und wir sind mit den Gegebenheiten dank unseres Know hows mit dem Erdgasspeichers im Westen der Stadt bestens vertraut. Ob der Untergrund tatsächlich hält, was er verspricht, zeigen allerdings erst Messungen und Erkundungen.

Im März 2011 haben wir deshalb gemeinsam mit dem Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) mit den Testmessungen auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof begonnen. Weitere Tests und Untersuchungen auf dem EUREF-Gelände werden folgen. Sind sie erfolgreich, könnte das Stadtquartier bereits ab 2013 mit umweltfreundlicher Wärmeenergie aus der Tiefe versorgt werden.
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