Der Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr war von vielen Projekten geprägt, die die Zukunft der Energieversorgung für die Metropolregion Berlin-Brandenburg sichern.
Die Gasag-Gruppe ist weiter gewachsen und stärkt den Unternehmensverbund mit neuen Tochterunternehmen und Beteiligungen in energienahen Geschäftssegmenten, mit leistungsstarken Energienetzen und -anlagen in Berlin und Brandenburg sowie bundesweiten Vertriebsaktivitäten und Dienstleistungsstrukturen.
Die Gasag hat angesichts der aktuellen Herausforderungen der Zukunft ihre Strategie angepasst und wird mit dem Leistungsangebot in Berlin und Brandenburg die Wettbewerbsposition der Gruppe ausbauen. Für die Gasag-Gruppe ist insbesondere das regulierte Geschäft im Netzbereich in Berlin und Brandenburg ein unverzichtbarer Bestandteil und das Netzgeschäft soll mit Sicherung der Konzessionsverträge in Berlin und Brandenburg auf hohem Qualitäts- und Sicherheitsniveau fortgeführt werden.
Energiedienstleistungen weiter ausgebaut
Wir werden den Anteil unserer Energiedienstleistungen in den kommenden Jahren stetig ausbauen und haben dazu unseren Planungshorizont bis 2015 ausgerichtet.
Zunehmend wird die Energiedienstleistung einen erheblichen Anteil an der Wertschöpfung in der gesamten Gasag Gruppe einnehmen. Das umfasst zum einen die Aktivitäten, die sich unmittelbar aus unserem Kerngeschäft ableiten, wie Abrechnungs- und Netzdienstleistungen, die wir Dritten anbieten.
Darüber hinaus entwickeln wir über Energiedienstleistungen rund um den Wärmemarkt, beispielsweise über den Bau, den Betrieb und die Wartung von energieeffizienten Anlagen, zunehmend neue Geschäftsfelder.
Wir wollen damit gleichzeitig auch unsere Wertschöpfungstiefe insgesamt deutlich erhöhen. Contracting ist einer der Schwerpunkte unserer Aktivitäten, mit denen wir bei unseren Kunden Energieeffizienz realisieren. Diese Dienstleistungen werden von den beiden Konzerngesellschaften GWS und NGT Contracting angeboten. Dabei streben wir mit Kooperationen, Akquisitionen und organischem Wachstum an, unseren Marktanteil weiter zu steigern.
Mit dem Einstieg in das Kleinanlagen-Contracting für private Gasheizungen unternimmt die Gasag einen weiteren Schritt hin zum kompletten Energiedienstleister.
Gasag-Klimakraftwerk
Um den Klimaschutzzielen Rechnung zu tragen, verstärken wir den Einsatz regenerativer Energien und dezentraler Energieversorgungslösungen primär im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Sie eröffnet ein großes Potenzial zur Reduzierung der CO2-Emissionen.
Mit unseren jüngsten Aktivitäten im Bereich der dezentralen Energieerzeugung und mit unserem „GASAG-Klimakraftwerk“ verfolgen wir verstärkt auch den Ausbau unserer Mehrspartenkompetenz. Unser Angebot richten wir sowohl auf die Berliner Wohnungswirtschaft aus als auch auf kleine Immobilien im privaten Wohnungsbau. Wir erweitern dazu unser bestehendes Kleinanlagen-Contracting auf Mini- und Mikro-KWK-Leistungen.
Investitionen in diesen Bereich sind besonders effektiv, denn der Vorteil der dezentralen Anlagen liegt unter anderem in der bereits bestehenden Versorgungsinfrastruktur.
Damit geht unser nächster Schritt ganz klar in Richtung Stromerzeugung und -vermarktung, ein Geschäftsfeld, das wir sukzessive aufbauen. So eröffnen wir neue Perspektiven für unsere Kunden und unser Unternehmen.
Vierte Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin abgeschlossen
Die 1998 begonnene Kooperation mit dem Land Berlin zur Umsetzung von Klimaschutzzielen führt die Gasag mit Abschluss der 4. Klimaschutzvereinbarung für den Zeitraum 2011 – 2020 fort.
Die neue Klimaschutzvereinbarung beinhaltet unsere Selbstverpflichtung, das Land Berlin bei der Erreichung der klimaschutzpolitischen Ziele zu unterstützen und bis zum Jahr 2020 eine Reduzierung von zwei Millionen Tonnen CO2 gegenüber dem Beginn des ersten Kooperationsvertrages im Jahr 1998 zu erreichen. Von 1998 bis heute haben wir durch vielfältige Aktivitäten insgesamt bereits eine Million Tonnen CO2 eingespart.
Die Bilanz unserer bisherigen Klimaschutzvereinbarungen zeigt, wie erfolgreich wir unsere Vorhaben in die Tat umsetzen. Ausgehend von den etwa 25 Millionen Tonnen CO2, die Berlin im Jahr 1998 produzierte, bedeutet dies, dass die Gasag Berlins CO2-Emissionen bis 2020 um circa acht Prozent senken wird.
Insgesamt erfolgreicher Geschäftsverlauf 2010
Der Gasabsatz des Konzerns liegt mit 25 Milliarden Kilowattstunden um 13 Prozent über dem Gasabsatz des Vorjahres. Dabei entfallen 17 Milliarden Kilowattstunden des Gasabsatzes auf die GASAG, 7,5 Milliarden Kilowattstunden auf den Gasabsatz der EMB und 119 Millionen Kilowattstunden auf die Stadtwerke Forst.
Der Temperaturverlauf in Berlin und Brandenburg lag im Geschäftsjahr 2010 deutlich unter dem Temperaturmittel der vergangenen Jahre. Gegenüber dem Vorjahreswert von 9,6 Grad Celsius war die Jahresmitteltemperatur 2010 mit 8,2 Grad für Berlin um 1,4 Grad niedriger.
Die Transportmengen im Gasnetz haben sich gegenüber dem Vorjahr um 15,7 Prozent auf 41 Milliarden Kilowattstunden erhöht. Darin enthalten sind neben den Transportmengen für die Gasag, die EMB und die Stadtwerke Forst auch die für die Wettbewerber transportierten Gasmengen.
Stromabsatz- und Stromtransportentwicklung
Hauptsächlich die EMB und die Stadtwerke Forst bedienen in unserem Konzern das Geschäftsfeld Strom.
Im Geschäftsjahr 2010 konnte der Stromabsatz im Konzern um insgesamt 12 Millionen Kilowattstunden (+17 Prozent) auf 82 Millionen Kilowattstunden gesteigert werden. Bei der EMB erhöhte sich der Stromabsatz von 28 Millionen Kilowattstunden im Vorjahr auf rund 43 Millionen Kilowattstunden (+57,1 Prozent).
Seit dem Jahreswechsel 2010/2011 versorgt die Gasag alle eigenen Stromabnahmestellen mit Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK). Dieser Strom wird von dem Tochterun-ternehmen, der Gasag WärmeService GmbH (GWS) produziert. Dadurch können Bürogebäude, Erdgastankstellen, Regelanlagen sowie Erdgas-Übernahmestationen in Berlin und Brandenburg besonders effizient und klimaschonend mit Strom versorgt werden.
Gasag – deutschlandweit aktiv
Unser Unternehmen konnte sich auch außerhalb des Netzgebietes Berlin-Brandenburg als Anbieter etablieren. So unterhält die Gasag Vertriebsbüros in Essen und in Frankfurt/Main. Neue Kundenbüros befinden sich in weiteren Ballungsräumen im Aufbau oder sind in Planung. Darüber hinaus hat die EMB Vertriebsaktivitäten für Gas und Strom in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen aufgenommen.
Im Absatzgebiet außerhalb von Berlin und Brandenburg realisierten wir über den Gas-zu-Gas-Wettbewerb weitere Zuwächse. Über den gesamten Zeitraum unserer bundesweiten Aktivitäten, beginnend mit den ersten Testmärkten im Jahr 2007, konnten die Absatzmengen weiter gesteigert werden.
Im Geschäftsjahr 2010 versorgten wir Kunden deutschlandweit in rund 200 Netzgebieten. Wir beliefern Kunden in allen Bundesländern. In Summe erhöhte sich unser Gasabsatz außerhalb des angestammten Versorgungsgebietes auf ca. 5,8 Prozent des Gesamtgasabsatzes im Konzern.
Wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg beigetragen hat unsere Neuausrichtung des Trading-Geschäfts, das uns in die Lage versetzte, unserer Vertriebsorganisation lukrative Produkte an die Hand zu geben, um damit extern zu wachsen.
Im Bereich Trading haben wir die Möglichkeiten des bilateralen Gashandels genutzt und im Januar 2010 den Zugang zur Börse European Energy Exchange (EEX) aufgebaut, was zur konzernweiten Bezugsoptimierung beitrug. Die Bildung von Bilanzkreisen in weiteren Marktgebieten stützen dabei unsere Vertriebsaktivitäten außerhalb des Netzgebietes Berlin-Brandenburg.
Darüber hinaus haben wir die Mitgliedschaft an der European Power Exchange in Paris (EPEX), einer Tochtergesellschaft der EEX, erworben.
Umsatzerlöse leicht gestiegen - Jahresüberschuss des Gasag Konzerns gesunken
Der Gasabsatz des Konzerns konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden, die Transportmenge im Gasnetz hat sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls erhöht. Der Wettbewerb hat durch die Anzahl der Gaslieferanten in Berlin und Brandenburg in 2010 weiter zugenommen.
Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 2 Millionen Euro (+1,8 Prozent) auf 1.162 Millionen Euro erhöht. Auf den Teilbereich Energie und Wärme entfällt dabei mit 1.074 Millionen Euro ein Anteil von 92,5 Prozent (Vj. 94,0 Prozent). Die Umsatzerlöse im Teilbereich Transport erhöhten sich um 18,7 Millionen Euro (+ 38,9 Prozent) auf 66,6 Millionen Euro. Der mengenmäßige Anstieg ist im Wesentlichen wetterbedingt. Gegenläufig wirken sich die vier Preissenkungen im Jahr 2009 in den Umsatzerlösen aus.
Der Materialaufwand erhöhte sich aufgrund eines mengenbedingten Anstiegs der Bezugskosten um 22,7 Millionen Euro auf 763,0 Millionen Euro (+3,1 Prozent). Die Relation des Materialaufwandes zu den Umsatzerlösen stieg somit auf 65,7 Prozent (Vj. 64,9 Prozent).
Der Jahresüberschuss des Gasag-Konzerns liegt mit 76,7 Millionen Euro um 14,2 Millionen Euro (-15,6 Prozent) unter dem des Vorjahres mit 90,9 Millionen Euro.
Der handelsrechtliche Gewinn der Gasag AG des Jahres 2010 in Höhe von 58,2 Mio € wird vollständig thesauriert. 50 Prozent des Betrages wird in die Sonstigen Rücklagen eingestellt. Mit dieser Entscheidung stärken Aktionäre und Gesellschaft die Innenfinanzierungskraft der Gasag angesichts der Herausforderungen der Zukunft.
Der Personalaufwand stieg um insgesamt 8,5 Millionen Euro (+9,7 Prozent) auf 96,0 Millionen Euro, was im Wesentlichen auf die Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 1.641 im Vorjahr auf 1.745 (+6,3 Prozent) im Geschäftsjahr zurückzuführen ist. Im Gasag-Konzern wird auch weiterhin von einer Zunahme der Personalzahlen ausgegangen.
Dies beruht auf der Fortführung der Wachstumsstrategie und den damit verbundenen Maßnahmen zur Geschäftsfeld- und Markterweiterung sowie der Umsetzung der Beteiligungsstrategie des Kon-zerns. Vor diesem Hintergrund und vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels sind die Maßnahmen im Personalbereich weiterhin auf Personalgewinnung, Bindung und Entwicklung ausgerichtet. Ziel ist es weiterhin, die Attraktivität des Gasag Konzerns nach innen und außen zu stärken.
Erdgasnetz sicher und effizient
Wesentliche Grundlage einer verlässlichen und effizienten Energieversorgung ist ein modernes Erdgasnetz. In den kommenden zwei Geschäftsjahren setzen sich die Investitionen in das Gasnetz in Berlin und Brandenburg unvermindert fort. Besonders das Berliner Netz mit seinen rund 7.000 Kilometern ist eines der sichersten und modernsten Erdgasnetze Deutschlands.
Seit Beginn der 90er Jahre floss weit mehr als eine Milliarde Euro in den Ausbau, die Instandhaltung und die Sanierung des Netzes. Für den Unterhalt der Leitungen ist die GASAG-Tochter NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG verantwortlich.
Sie ist einer der größten Verteilnetzbetreiber bundesweit und gewährleistet den technischen Betrieb der Gasversorgung in der Region Berlin-Brandenburg. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass andere Energieunterneh-men einen fairen Zugang zum Netz erhalten.
Auch in Zukunft wird die Gasag kräftig in die Erhaltung und Sicherheit, den Netzausbau und die Netzverdichtung investieren – allein zwischen 2010 und 2015 weitere 225 Millionen Euro. Damit bekommen noch mehr Menschen in der Region die Chance, sich künftig umwelt- und klimafreundlich mit Energie versorgen zu lassen.
Die Erweiterung unseres Netzbetriebes ist vor allem von den Rahmenbedingungen der Regulierung geprägt. Neben den Aktivitäten zur Fortsetzung der Konzessionsverträge in Berlin und Brandenburg, werden in den kommenden Jahren viele Kommunen deutschlandweit ihre Wegenutzungsrechte für Strom und Gas als auch für Fernwärme neu vergeben.
Der Gasag-Konzern bietet sich hier als strategischer Partner für Kommunen an, welche die Konzessionen neu vergeben oder sich in einem Kooperationsmodell selbst am Betrieb beteiligen möchten.
Investitionen in die Zukunft
Lösungen für eine zukunftsorientierte Erdgasversorgung zu finden, ist wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie der Gasag. In diesem Prozess spielt Bio-Erdgas eine große Rolle. Bio-Erdgas ist ein erneuerbarer Energieträger und damit noch umweltschonender als der ohnehin schon klimaschonende Rohstoff Erdgas.
Biogas entsteht zunächst durch Vergärung von Biomasse jeglicher Art. Das heißt, durch den natürlichen Abbau organischer Stoffe. Dazu gehören Pflanzenreste oder tierische Abfälle ebenso wie speziell angebaute, schnell wachsende Pflanzen und Früchte. Das gewonnene Biogas wird später zu Bio-Erdgas veredelt. Wird Bio-Erdgas verbrannt, wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie die zu seiner Herstellung genutzte Biomasse zuvor der Atmosphäre entzogen hat.
Ungefähr 40.000 Tonnen Roggen- und Maissilage sowie Gülle werden inzwischen pro Jahr in unserer ersten Biogasanlage in Rathenow verarbeitet. Die Rohstoffe stammen von ortsansässigen Landwirten aus einem Umkreis von 20 Kilometern. Sie werden komplett auf Agrarflächen produziert, die keine Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion darstellen.
Mit der Produktion von Bio-Erdgas unterstützt die Gasag nicht nur das Ziel der deutschen Gaswirtschaft, bis zum Jahr 2030 mindestens zehn Prozent des Erdgasaufkommens regenerativ zu erzeugen. Vielmehr erfüllt die Gasag schon jetzt die Selbstverpflichtung der Gaswirtschaft für 2020, den Bio-Erdgasanteil im Kraftstoff auf ein Fünftel zu erhöhen.
Mit der Markteinführung der Produkte GASAG-Bio10, als Bio-Erdgas für Heizgaskunden, und ERDGAS-Bio20, als Beimischung für Erdgas als Kraftstoff, im Jahr 2009, gehören wir zu den ersten Unternehmen in der Bundesrepublik, die ihren Endkunden klimafreundliche Produkte in diesen Segmenten angeboten haben.
Die Gasag wird auch in Zukunft Bio-Erdgasanlagen errichten. Aktuell ist eine Anlage in Schwedt im Bau. Sie soll 2011 ihren Betrieb aufnehmen. Vier ähnliche Anlagen befinden sich in der konkreten Prüfung.
Sonne als Energiequelle
2009 haben wir am Standort Mariendorf unsere erste Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen. 2010 wurde die Anlage erweitert und ist mit einer Leistung von bis zu 2 Megawatt die größte Anlage Berlins. Auf einer Fläche, zweimal größer als ein Fußballfeld, wird mit Hilfe von 7.756 Solarmodulen klimafreundliche Energie erzeugt.
Insgesamt können damit jedes Jahr 1,15 Millionen Kilogramm CO2-Emissionen vermieden werden. Das entspricht der Menge CO2, die von etwa 140.000 Mischwaldbäumen gebunden werden. Diese hätten auf einer Fläche Platz, die fast zwei Mal so groß ist wie der Berliner Tiergarten.
Gasag-Kunden konnten zwischen 500 und 5.000 Euro für fünf Jahre mit einem jährlichen Zinssatz von 4,00 Prozent auf einem CO2-Sparkonto, einem Gemeinschaftsprojekt der GASAG und der Berliner Sparkasse, anlegen. Das Kontingent war auf 4,3 Millionen Euro begrenzt. Diese Summe entspricht der Investitionssumme für die Photovoltaik-Anlage in Mariendorf.
Damit bot die Gasag ihren Kunden die Möglichkeit, im Rahmen des CO2-Sparkontos etwas Konkretes für den Klimaschutz in Berlin zu tun und Geld zu einem attraktiven Zinssatz anzulegen. Das ist Umweltschutz, der sich doppelt bezahlt macht.
Energieeffizienzprogramm Forst
Die Stadtwerke Forst haben gemeinsam mit der Stadt Forst (Lausitz), der Gasag und anderen Unternehmen des GASAG-Konzerns das Programm Energieeffizienz Forst 2010 ins Leben gerufen. Mit unserer Unterstützung bei Energieprojekten der Stadt Forst wollen wir das Image der Stadtwerke Forst als kompetentes Energiedienstleistungsunternehmen in der Region fördern.
Smart-Metering ist eines der innovativen Zukunftsthemen des Gasag-Konzerns. Für die kommerzielle Nutzung der Entwicklungsergebnisse wurde 2010 die umetriq Metering Services GmbH gegründet. In Forst (Lausitz) starteten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr mit der Umsetzung eines Pilotprojektes, um die Massentauglichkeit der Technologien sowie die Marktprozesse zu testen.
Wärme dank Geothermie
Einen wichtigen Beitrag zur Förderung und Nutzung erneuerbarer Energien könnte künftig die Erschließung der tiefen Geothermie leisten. Vorausgesetzt, der Berliner Untergrund hält, was Experten vermuten. Um dies herauszufinden, bereitet die Gasag ein Pilotprojekt auf dem Gelände des Europäischen Energieforums (EUREF) am Gasometer im Bezirk Tempelhof-Schöneberg vor. Es könnte der Durchbruch werden, für die tiefe Geothermie in Berlin.
Bislang ist der Anteil der Geothermie am deutschen Energiemix gering. Die für größere Versorgungsnetze und Ballungszentren interessante tiefe Geothermie ist bislang kaum erschlossen. Dagegen gibt es bereits rund 400.000 kleinere Anlagen, die mit Bohrungen von bis zu 400 Meter Tiefe die oberflächennahe Erdwärme nutzen. Sie versorgen vorrangig Einfamilienhäuser.
Die Gasag ist mit den geologischen Gegebenheiten in der Stadt bestens vertraut. Dank des Erdgasspeichers im Westen der Stadt verfügen wir über langjährige Erfahrungen bei der Erschließung und Nutzung von Teilen des Berliner Untergrunds. Ende 2009 erhielt die Gasag die Aufsuchungsrechte für Erdwärme beim für Berlin zuständigen Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) in Cottbus.
Damit dürfen wir in Tempelhof-Schöneberg erste Messungen und Erkundungen durchführen. Sollten diese erfolgreich sein, können wir in der Folge die Erschließung des Geländes zur geothermischen Nutzung beantragen und wie vereinbart die gewonnene Wärme an das EUREF liefern.
Die neue Gasag-Zentrale im Herzen Berlins
Die Gasag symbolisiert mit ihrem neuen Standort in der historischen Mitte Berlins – trotz deutschlandweiter Aktivitäten - ihre enge Verbundenheit mit der Hauptstadtregion.
Der neue Firmensitz ist Ausdruck unserer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensstrategie. Zum einen weist das Gebäude eine deutliche Verbesserung der Energiebilanz im Ver-gleich zu unserem bisherigen Hauptsitz aus. Zum anderen sind sowohl unsere Mitarbeiter als auch unsere Kunden optimal an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.
Das Energiekonzept unseres neuen Gebäudes ist ein Beispiel für umweltbewusste Architektur. So wird das Haus durch ein Blockheizkraftwerk neuester Generation mit Energie versorgt. Es liefert Heizwärme und Kälte und schafft eine energieeffiziente Gebäudeklimatisierung. Die CO2-Bilanz verbessern wir dabei zusätzlich, indem wir Bio-Erdgas einsetzen.
Ein Wärmerückgewinnungssystem kombiniert mit einer intelligenten Anlagensteuerung und einer Solaranlage auf dem Dach optimiert darüber hinaus die Effizienz.
Der Umzug ist auch der Start eines neuen Außenauftritts des Unternehmens in Berlin. Unter dem Motto „Die Berliner Energie – Gasag“ präsentieren wir uns nicht nur als verlässlicher Klimaschutz-Partner der Hauptstadt, sondern auch als Energiedienstleister, der Verantwortung in vielen gesellschaftlichen Bereichen übernimmt. Die Kunden der Gasag können sich darüber hinaus am neuen Firmensitz in einem attraktiven Kundenzentrum von der Leistungsfähigkeit des Unternehmens überzeugen.