Tue Greenfort erhält den Gasag Kunstpreis 2012 

Der 1973 in Holbæk (Dänemark) geborene und in Berlin tätige Künstler Tue Greenfort erhält den Gasag Kunstpreis 2012. Die Auszeichnung wird im kommenden Jahr zum zweiten Mal in Kooperation mit der Berlinischen Galerie vergeben. Die Partner ehren mit dem Preis alle zwei Jahre eine künstlerische Position an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik. 

Die Jury begründete die Entscheidung für den an der Akademie im dänischen Fünen und an der Städelschule in Frankfurt/Main ausgebildeten Künstler folgendermaßen:  

„Tue Greenfort (*1973) gehört zu einer jüngeren Künstlergeneration, die einen neuen ästhetischen Zugang zu ökologischen Themen eröffnet. Allerdings geht es dem Künstler nicht nur um Fragen der Nachhaltigkeit, sondern auch um das Verständnis von Ökologie als ein „Systemmodel für soziale, ökonomische und kulturelle Phänomene und Zusammenhänge“ (Greenfort).

Er bearbeitet dieses Feld mit subtilen inhaltlichen Anspielungen, formaler Präzision und ironischen Bezügen auf die Kunst der 1960er und 1970er Jahre. Dabei sind seine Werke stets ortsspezifisch angelegt und setzen sich mit historischen Fakten ebenso auseinander wie mit chemisch-physikalischen Prozessen. Wissenschaftliches Verfügungswissen, künstlerische Forschung und ästhetischer Gestaltungswille gehen bei Greenfort insofern eine fruchtbare Synthese ein.“ 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Jury:  Prof. Dr. Eugen Blume, Leiter des Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin; Markus Strieder, Künstler, Berlin; Dr. Luca Ticini, Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig, Dr. Susanne Witzgall, Akademie der Bildenden Künste, München; Dr. Thomas Köhler, Direktor Berlinische Galerie

Artikeldatum: 20.10.2011 
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