Stark gestiegene Einkaufskosten für Erdgas verteuern Gaspreis  
Seit Oktober 2010 konnte die Gasag die Gaspreise stabil halten. In dieser Zeit sind die Kosten für den Bezug von Erdgas jedoch stark gestiegen – eine Folge der wirtschaftlichen Erholung und der steigenden Nachfrage nach Energie.

Im Vergleich zu der gesunkenen Nachfrage nach Energie während der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009, in der auch die Gaspreise der Gasag um mehr als 25 Prozent sanken, steigt aufgrund der konjunkturellen Erholung seit 2010/2011 die Nachfrage nach Energie deutlich. Damit stiegen auch die Preise am Weltmarkt. Der Import von Erdgas nach Deutschland verteuerte sich im Vergleich zum letzten Jahr deutlich: Im Oktober 2011 musste nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Durchschnitt über 20 Prozent  mehr für die Einfuhr von Erdgas bezahlt werden als vor einem Jahr. Das verdeutlicht den erheblichen Kostendruck mit dem die Importeure von Erdgas konfrontiert sind und den diese an ihre Kunden - so auch an die Gasag - weitergeben.  

Die Gasag kann sich als Grundversorger in der Hauptstadt von dieser Entwicklung nicht abkoppeln. Um die Gasversorgung in Berlin jederzeit sicherzustellen, verfügt die Gasag über einen wesentlichen Anteil an langfristigen Verträgen mit verschiedenen großen Gasimporteuren. Die Preissignale des internationalen Marktes beeinflussen damit direkt die Einkaufskosten des Unternehmens. Dennoch liegen die Gaspreise der Gasag mit der jetzt angekündigten Preiserhöhung noch unter dem Niveau vom September 2008. Zudem ist Erdgas trotz steigender Preise gegenwärtig der günstigste Energieträger im Wärmemarkt im Vergleich zu Heizöl und Fernwärme. 

Nachdem eine Vielzahl von Unternehmen bereits in 2011 die Gaspreise erhöht haben, ist jetzt auch für die Gasag eine Preiserhöhung leider unvermeidbar. Wir geben die Preiserhöhung unserer Lieferanten nur in dem Umfang weiter, der unvermeidlich ist. Der Arbeitspreis pro Kilowattstunde (kWh) steigt ab 1. Februar 2012 um 0,595 Cent (brutto). Der monatliche Grundpreis und die übrigen Bedingungen bleiben unverändert. Die monatlichen Mehrkosten sind abhängig vom individuellen Verbrauch. Wenn z. B. mit Gas gekocht wird und im Jahr 900 kWh verbraucht werden, ergeben sich 0,45 Euro zusätzlich pro Monat (+3,6%). Bei einer Zwei- bis Dreizimmerwohnung mit einem Jahresverbrauch von 9.000 kWh werden es 4,46 Euro mehr im Monat (+7,7%) und bei einem Reihenhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh 9,92 Euro (+8,7%).  

Um eventuelle Nachzahlungen bei der nächsten Jahresrechnung zu vermeiden, empfehlen wir, den monatlichen Abschlagsbetrag zu erhöhen. Bei Kunden die am Lastschriftverfahren teilnehmen und deren Abschlag 50 Euro oder mehr beträgt, erhöht die Gasag  diesen ab dem 1. Februar 2012 automatisch um 7 Prozent. 

Artikeldatum: 12.12.2011 
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