Erdgas wird jetzt erneuerbar 

Die erste Bio-Erdgas-Anlage der GASAG, die im Auftrag der GASAG-Tochter EMB Erdgas Mark Brandenburg in Rathenow errichtet wurde, hat ihren Betrieb aufgenommen. Die Anlage wird heute im Beisein von Ministerpräsident Matthias Platzeck feierlich eingeweiht. Mit der Produktion von Bio-Erdgas unterstützt die GASAG die Zielstellung der deutschen Gaswirtschaft, bis zum Jahr 2030 zehn Prozent des Erdgasaufkommens regenerativ zu erzeugen. Gleichzeitig hat sie mit dieser Investition in Rathenow den Startschuss für ein neues Geschäftsfeld der GASAG-Gruppe gegeben: die Produktion und Vermarktung des regenerativen Energieträgers Bio-Erdgas.

Zur Produktion der erforderlichen Bio-Erdgas-Mengen werden in Rathenow jährlich rund 40.000 Tonnen Roggen- und Maissilage sowie Gülle verarbeitet. Diese Rohstoffe stammen von ortsansässigen Landwirten und stellen keine Konkurrenz zur Lebensmittel-Produktion dar. Die Umwelt der Hauptstadtregion profitiert von der Bio-Erdgas-Anlage mit einer jährlichen CO2-Einsparung von ca. 15.000 Tonnen.

Rund 45 Millionen Kilowattstunden Bio-Erdgas sollen jährlich in Rathenow produziert werden. Das entspricht dem Energiebedarf für Heizwärme und Warmwasser von rund 2000 Einfamilienhäusern. Etwa die Hälfte des Bio-Erdgases geht als Beimischung direkt an  Berliner Erdgastankstellen. So wird Erdgas als Kraftstoff noch umweltschonender.

Auch die Berliner GASAG-Kunden werden ab Oktober davon profitieren. Die GASAG bietet dann Erdgas mit einer 10-prozentigen Bio-Erdgas-Beimischung an. Über dieses Produktangebot können sich interessierte Kunden unter www.gasag.de ausführlich informieren.

Fotos der Anlage finden Sie in unserem Bildarchiv.

Artikeldatum: 08.09.2009 
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