Erdgas-Fahrzeuge unterscheiden sich äußerlich nicht von konventionellen Fahrzeugen. Auch im Fahrkomfort stehen sie ihren benzin- oder dieselbetriebenen Pendants nicht nac. Im Gegenteil: Erdgas-Fahrzeuge fahren sogar sanfter und leiser.
Erdgas verbrennt ottomotorisch und kommt deshalb im gleichen Motor wie Benzin zum Einsatz. Erforderlich ist lediglich eine (andere oder zusätzliche) elektronisch gesteuerte Einblasmöglichkeit des Gas-Luft-Gemischs in die Zylinder. Je nachdem ob ein Fahrzeug nur mit Erdgas betrieben wird oder auch der Benzinbetrieb möglich ist, unterscheidet man monovalente und bivalente Erdgas-Fahrzeuge.
Monovalente Erdgas-Fahrzeuge fahren nur mit Erdgas, haben also keinen Benzintank. Dadurch kann der Gastank größer bemessen werden – die Reichweite ist entsprechend größer. Allerdings ist man an das Netz der Erdgastankstellen gebunden. So lange das Netz noch nicht flächendeckend ausgebaut ist, hat man mit einem bivalenten Fahrzeug eine größere Flexibilität.
Bivalente Fahrzeuge haben einen Erdgas- und einen Benzintank und können wahlweise mit beiden Kraftstoffen betrieben werden. Ist der Erdgastank leer, schaltet der Motor automatisch auf Benzin um; der Wechsel kann aber auch manuell durch einen Schalter bewirkt werden. Den Unterschied bemerkt man beim Fahren kaum.


Die Art der Verbrennung wird vom elektronisch gesteuerten Motormanagement bestimmt. Wichtig für die Leistung ist die Optimierung des Motors auf den jeweiligen Kraftstoff. Monovalente Fahrzeuge werden logischerweise auf das Erdgas optimiert. Die Motoren der meisten bivalenten Fahrzeuge sind hingegen auf Benzin optimiert, weshalb sie im Erdgasmodus eine kleine Leistungseinbuße von 6 bis 8% haben.
Da Erdgas sauberer verbrennt, bilden sich wesentlich weniger Ablagerungen im Motoröl als bei einem benzinbetriebenen Motor. Die Erdgasanlage als solche benötigt keine besondere Pflege. Die Erdgasleitungen aus Stahlrohr sind unempfindlich. Auch die Elektronik muss nicht extra gewartet werden.