Disco Fitness beim High Intensity Cycling

Jelena Lieberberg lebt als zertifizierte Yogalehrerin, Heilpraktikerin, Sängerin, Sprecherin und Autorin mit ihrer Familie in Berlin. Aus der Verbindung von Vinyasa Flow Yoga und Krafttraining entwickelte sie KICK ASS YOGA. Diesen fordernden und athletisch geprägten Stil unterrichtet sie in Einzel- und Gruppensessions, Workshops und Retreats in ganz Europa. Für uns hat sie sich auf die Suche nach 4 heissen Trendsportarten in Berlin gemacht. In ihrem dritten Bericht teilt sie ihre Erfahrung mit der Trendsportart Indoor Cycling.
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© Björn Fehl

Ab aufs Fahrrad!

Auf der Suche nach einem neuen Fitnesstrend hat es mich zu BECYCLE auf der Brunnenstrasse verschlagen. Hier gibt es nicht nur Yoga und Ballett ähnliche Klassen, sondern täglich mehrere schnelle und intensive Spinning-Stunden. Dieses Intervalltraining eignet sich fürs Ausdauertraining, Fettverbrennung und das Herz-Kreislauf-System.
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© Adlan Mansri

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Was ist High Intensity Indoor Cycling?

High Intensity oder Indoor Cycling bezeichnet einen Fitnesssport, der in geschlossenen Räumen auf Fahrrad ähnlichen Geräten stattfindet und meist eine Art Ergometer und ein Schwungrad besitzt. Das Lenkrad dient auch nicht zum lenken, sondern ausschließlich dem Stützen der Hände in verschiedenen Positionen. Diesen Sport gibt es zwar schon seit den 1970er/80er Jahren, doch hat er sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und ähnelt heute was Lautstärke, Musik und Licht betrifft, eher einem schweißtreibenden Discobesuch und das glücklicherweise ausgeschlafen und am frühen Morgen.

Meine erster Ride im Ride Room

An einem Donnerstagmorgen hat es mich zu BECYCLE verschlagen. Beim Betreten des schönen Studios komme ich direkt an solch einem Bike vorbei, auf dem ich gleich 45 Minuten verbringen werde und mir schlottern jetzt schon leicht die Knie. In Berlin bin ich zwar auch mit meinem mintgrünen Damenrad unterwegs, doch weiß ich noch nicht, was gleich auf mich zu kommt. In meiner Befürchtung werde ich Strampeln bis zum Abwinken.

 
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© Adlan Mansri

Was brauche ich:

  • am besten eng anliegende Sportkleidung und eine gepolsterte Hose
  • eine eigene Trinkflasche, die im Studio mit belebtem Wasser gefüllt werden kann
  • evtl. eigene Cycling-Schuhe oder Leihschuhe
  • ein Handtuch zum Duschen danach
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© Adlan Mansri
Nach dem Anmelden am Tresen geht es zur Umkleide und zum Anprobieren der speziellen Schuhe, die es zum Ausleihen gibt. Mit ihren Metallaufsätzen bin ich mir nicht sicher ob ich mit diesen Tretern radeln gehe oder vielleicht doch zum Stepptanz. Ich fühle mich auf jeden Fall schon ziemlich besonders und höre der Einweisung durch die charmante Trainerin Mirja  gespannt zu. Sie zeigt mir das Einklicken in die Pedale mit den Spinningschuhe, um ein Abrutschen zu vermeiden. Das klappt zwar nur auf einer Seite gleich auf Anhieb, aber mit ein paar weiteren Anläufen habe ich auch auf der anderen Seite schnell den Dreh raus. Das Fahrrad wird auf meine individuelle Größe und Armlänge eingestellt und das Bedienfeld des Monitors wird erklärt. Wichtiger als die verbrannten Kalorien sind dabei die RPMs, die Runden pro Minute, die je nach Widerstandsstärke vom Ride Instructor vorgegeben werden. Ich freue mich über die Musik, die zusammen mit der Lichtshow den „Ride“ perfekt begleiten. Gerade in schwierigeren Phasen, wie in einer „Bergauf“-Simulation, die durch ein Drehen an einem bestimmten Knopf in der Mitte des Bikes für mehr Widerstand erzeugt wird, wirkt dieses Disco-Ambiente selbst für ganz unmotivierte Sportler wie ein Boost. Abwechselnd geben wir Gas während die Hände mal weiter unten, vorne oder wie im Stehen, ganz oben sind. Auch wenn ich nach 9 Minuten schon ziemlich aus der Puste bin, vergehen die 45 Minuten doch ungewöhnlich schnell. Die Atmosphäre ist freundlich, man fährt zusammen und alle werden angespornt. Trinkpausen gibt es natürlich auch. Als Oberkörpertraining werden gegen Ende Gewichte genutzt und zum Abschluss gibt es ein kurzes Stretching neben dem Rad. Trotz des Schwitzens und der ziemlich brennenden Oberschenkel fühle ich mich danach erfrischt und voller Tatendrang.
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© Adlan Mansri
Das Schöne an dem Studio ist nicht nur die geschmackvolle Inneneinrichtung und die erhaltene Tresortür in der Damenumkleide im Untergeschoss, sondern die Kombination aus Cycling, Yoga und Barre Training, welches in einem separaten Raum, dem Refine Room geübt wird. Danach gibt es die Möglichkeit seine Speicher mit gesunden und leckeren veganen Smoothies, Energyballs oder Bowls im anliegenden Café MY GOODNESS zu füllen.
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© Adlan Mansri

Für wen ist dieser Sport zu empfehlen?

Alle Fahrradenthusiasten, die keine Lust haben im gefährlichen Berliner Straßenverkehr unter die Räder zu kommen und Musikliebhaber, die gerne laut und schnell leben oder Büromenschen, die mal raus aus ihrem vielleicht eintönigen Alltag wollen, kommen hier auf ihre Kosten. Anfänger sind willkommen, da sich der Schwierigkeitsgrad einfach selbst regulieren lässt. Allen, die regelmäßig radeln wollen, um ihren Kreislauf  und die Fettverbrennung in Schwung zu bringen, empfehle ich ein zusätzliches Stretching der Beinmuskulatur danach.

Noch mehr heisse Fitnesstrends im Test

Teil 1: Jelena Lieberberg testet CrossFit

Teil 2: Heisse Fitnesstrends: Bouldern

Teil 4: Hot Yoga in Friedrichshain

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