Green Startup: Ein Besuch bei einhorn, dem veganen Kondomhersteller aus Berlin

Gegründet im Jahr 2007 ist iHeartBerlin der erste Lifestyle-Blog mit dem thematischen Fokus auf Berlin und mittlerweile die beliebteste Publikation seiner Art. Mit ganz viel Liebe teilen die Autoren von iHeartBerlin ihre Begeisterung über das Leben in der deutschen Hauptstadt mit unzähligen Geschichten, Rezensionen, Fotografien, Illustrationen, Videos und Empfehlungen. Die Macher von iHeartBerlin, Frank Schröder und Claudio Rimmele, engagieren sich in der Berliner Kulturszene, indem sie ihre eigenen Partys, Ausstellungen, Modenschauen, Dinner und andere Arten von Veranstaltungen organisieren. Für uns besuchen und interviewen sie grüne Startups der Hauptstadt.

Mit Spaß bei der Arbeit!

Die Berliner mögen es gerne unkonventionell, das trifft nicht nur auf die Freizeitgestaltung zu, sondern auch auf die Arbeit. Ein schönes Beispiel dafür ist das nachhaltige Berliner Startup einhorn, welches wir für ein Interview besuchen durften. Die Jungs und Mädels dort produzieren nicht nur vegane Kondome in ausgefallenen Verpackungen, sie haben obendrein auch noch eins der verspieltesten Büros, die wir in Berlin je zu sehen bekommen haben. Piñatas in jeglichen Formen und Farben, ein Greifarmautomat gefüllt mit einhorn-Packungen, lustige Kostüme und Accessoires soweit das Auge reicht, ein Glücksrad mit Tieren drauf, lustige Magnete mit Illustrationen von allen Mitarbeiten – und natürlich kistenweise Kondome. Spaß bei der Arbeit wird hier auf jeden Fall ganz groß geschrieben.
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© iHeartBerlin

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Warum das einhorn-Büro eher wie ein verrücktes Kinderzimmer aussieht, als ein normaler Arbeitsplatz, das wundert mich spätestens nach dem ersten Witze-Schlagabtausch mit Philip Siefer, einem der zwei Gründer von einhorn, eigentlich nicht mehr. Unter den Mitarbeiten bleibt hier dank ihm wahrscheinlich selten ein Auge trocken.
Während sich Philip für unsere Fotos in allerlei verrückte Szenarien wirft, haben wir ihn ein wenig zu den Besonderheiten der einhorn-Kondome befragt und was sie so nachhaltig macht. Denn auch wenn sie im Büro und bei ihren Marketingaktionen viel Späßchen machen – mit ihren Produkten meinen sie es ernst!
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© iHeartBerlin

iHeartBerlin: Sexy first. Ist der Sex mit einhorn Kondomen besser? Wenn ja warum? Wenn nein warum?

Philip Siefer: Ja klar! Viel! Gutes Gewissen, schickes Design, Sex mit einhorn ist wie ein Elektro-Porsche für 6 Euro, betrieben mit Windkraft! Wow - wie geil!

Sind eure Kondome alle gleich und nur die Verpackung ist anders? Sonst würden wir natürlich sofort unseren Favoriten „I Heart Dicks“ kaufen!

Kauf welches Design du willst - der Inhalt ist auf den Millimeter genau gleich. Statt Erdbeere, Aprikose, Banane und anderen Ekelhaftigkeiten haben wir das ganze Tamtam draußen veranstaltet!

Mal ganz ignorant: Warum bewerbt ihr eure Kondome als vegan? Sind alle anderen aus Ziegendarm mit Knoten vorne?

Nö, aber sie enthalten zum großen Teil Casein, das ist ein Milchprotein. Außerdem werden Tierversuche mit Kondomen gemacht - wir machen in vitro. Im Zweifel haben Waldi und ich uns auch für die Tests angeboten - sind ja auch Säugetiere.

Pommes auf der Kondomverpackung, Werbekampagnen mit sexy Frauenstimme am Telefon - alles ziemlich absurd und witzig. Sind eure Kondome nur etwas für hippe, junge Scherzbolde? Wer ist denn der typische einhorn-Käufer?

Werbekampagne mit sexy Frauenstimme? Was? Das war eigentlich der einhorn-Mitbegründer Waldemar! 

Die einhorn-Zielgruppe sind die KennerInnen unter den Kondome-KäuferInnen! Tatsächlich haben die Damen einen hervorragenden Geschmack. Außerdem viele Leute, die extrem gut im Bett sind - das erkennt man daran, dass sie einhorn-Kondome zuhause haben. Also wirklich, die einhorn-Kunden, das sind die SambatänzerInnen des Lakens.


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Klartext. Wie könnt ihr nachverfolgen, dass eure Produkte wirklich nachhaltig sind?

Über das Internet. Wir snappen, instagrammen und bloggen. Unser Team ist auf der Plantage unterwegs, du kannst im Büro anrufen und alles angucken kommen. Wir sind auf dem Weg zu einer so nachhaltig wie möglichen Version. Das dauert, aber ihr dürft euch alles anschauen, denn Transparenz ist doch der Anfang von Nachhaltigkeit.

Letztes Jahr wart ihr mit eurer offenen Unternehmenskultur in vielen Medien unterwegs. Alle Mitarbeiter dürfen Gehalt und Urlaub selber bestimmen. Wow. Und wie sieht das Ganze aus nach einem Jahr, fordern jetzt alle 40.000 im Monat?

Ja, genau so ist es, wir verdienen alle 40K und keiner kommt mehr auf die Arbeit. Es ist eben ein typisches Unternehmen, das Leute anzieht, die sehr auf Geld fixiert sind und denen auch nichts anderes wichtig ist. Nee, also ohne Witz, das geht bis jetzt ganz gut. Alle haben normale faire Vorstellungen und wir arbeiten gemeinsam an individuellen Lösungen. Is cool!
 
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© iHeartBerlin
Bei den ganzen Startups in Berlin gab es doch sicher schon Nachahmer. Leben wir bald in einer Welt, in der alle Unternehmen so funktionieren wie einhorn?

Das wäre doch super, oder? Wir haben auch voll viel geklaut! Trivago gibt auch schon sehr lange frei, wieviel Urlaub man nimmt.

Wir haben da etwas von einem einhorn-Haus im Grünen gehört. Könnt ihr Licht ins Dunkel bringen? Werden dort dann neue Produktreihen von Mitarbeitern ausprobiert?

Wir haben tatsächlich ein Haus im Grünen gemietet! Wir haben das Team gefragt, wovon sie so träumen und alle haben gesagt, dass, wenn sie groß sind, dann hätten sie gerne ein Haus im Grünen so Peter-Fox-Style. Ein paar Tiere, am liebsten Lamas und alle Freunde können kommen. Das würde ja noch ewig dauern, da dachten wir, lass doch jetzt eins mieten! Haben wir jetzt gemacht! Haus ist da, alle dürfen immer hin. Sauschön!

Das klingt aber verlockend! Ich hoffe ihr ladet uns mal ein. Vielen Dank für das Interview!
 

Teil 2: Kaffeeform

Teil 3: Heldenmarkt

Teil 4: soulbottles

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