Zu Besuch bei soulbottles, den nachhaltigen Designwasserflaschen

Gegründet im Jahr 2007 ist iHeartBerlin der erste Lifestyle-Blog mit dem thematischen Fokus auf Berlin und mittlerweile die beliebteste Publikation seiner Art. Mit ganz viel Liebe teilen die Autoren von iHeartBerlin ihre Begeisterung über das Leben in der deutschen Hauptstadt mit unzähligen Geschichten, Rezensionen, Fotografien, Illustrationen, Videos und Empfehlungen. Die Macher von iHeartBerlin, Frank Schröder und Claudio Rimmele, engagieren sich in der Berliner Kulturszene, indem sie ihre eigenen Partys, Ausstellungen, Modenschauen, Dinner und andere Arten von Veranstaltungen organisieren. Für uns besuchen und interviewen sie grüne Startups der Hauptstadt.

Vom Boden bis zum Deckel eine gute Sache

Nachhaltige und umweltschonende Produktion und fairer Handel sind die zwei Grundpfeiler vieler grüner Startups, das ist mittlerweile fast selbstverständlich. Doch das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Die Gründer des jungen Berliner Unternehmens soulbottles setzen mit ihren wiederverwendbaren Wasserflaschen mit individuellen Designs dem ganzen noch ein Krönchen auf, indem sie soziales Engagement in ihre Arbeit integrieren. Mit jeder verkauften Flasche unterstützen sie nämlich Projekte in Ländern mit mangelnder Wasserversorgung.
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© iHeartBerlin

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Doch wie kam es dazu, dass aus so einer simplen Idee wie einer leeren Glasflasche ein florierendes junges Unternehmen wurde? Wir haben die Macher der soulbottles in ihrem Büro in Tempelhof besucht und durften dabei zuschauen, wie viele neue Flaschen verpackt und für ihren Versand in die weite Welt vorbereitet wurden. Nina aus dem soulbottles-Team hat uns dabei mehr über die Hintergründe und Zukunftspläne des grünen Startups erzählt.
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© iHeartBerlin
Wieso haben eure Flaschen mehr Soul als andere?

Der Name kam unseren Gründern durch den Film Plastic Planet von Werner Boote. Daraus stammt eine Formulierung vom seelenlosen Plastik im Meer, das auf der Wasseroberfläche schwimmt. Dagegen wollen wir was tun. Mit Trinkflaschen, die 100 % plastikfrei sind und nachhaltig produziert werden, versuchen wir dafür sorgen, dass statt abgefülltem Wasser mehr Leitungswasser getrunken wird. Das hat nämlich in Deutschland richtig gute Qualität.  Und weil nicht alle Menschen Zugang zu sauberem Wasser haben – so wie du und ich – fließt 1 € pro Flasche in den Aufbau von Trinkwasserprojekten. Momentan in das von Viva con Agua de St. Pauli e.V. unterstützte WASH-Projekt (Water, Sanitation, Hygiene) der Welthungerhilfe in Nepal. Bisher sind so großartige 330.000 € zusammengekommen und knapp 25.000 Menschen mehr können sauberes Wasser trinken.

Gab es einen Auslöser für euch, der euch dazu gebracht hat, soulbottles zu gründen?

soulbottles ist natürlich keine Schnapsidee, aber mit Schnaps hat die Idee Fahrt aufgenommen. Im übertragenen Sinn: unsere Gründer Georg und Paul haben vor fünf Jahren entschieden “Wir wollen nicht mehr aus Plastikflaschen trinken, die doppelt schlecht sind: für den Körper und die Umwelt.” Da haben beide noch studiert und erstmal zum Wassertrinken ausgewaschene und aufgefüllte Schnapsflaschen benutzt. Das hat natürlich in der Vorlesung immer mal für Irritation gesorgt. Da kam dann noch ein “Hey, das muss doch auch in schön gehen”, und daraus entstand dann die Idee, eine echte Alternative zu Wasser aus Plastikflaschen zu bieten  komplett plastikfreie Trinkflaschen, die nachhaltig produziert werden und richtig gut aussehen. Flaschen mit Soul eben.
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Ihr leistet bereits einen großen Beitrag für die Umwelt. Wie schafft ihr es Berliner davon zu überzeugen auf Wegwerfverpackungen und Pfandflaschen zu verzichten?

Immer mehr Menschen merken, dass Plastikflaschen einfach Mist sind! Vor allem hier in der Berliner Bubble, in der Nachhaltigkeit/vegan sein/Bio einkaufen und so weiter nicht nur Lebenseinstellung, sondern auch Trend ist. Und spätestens beim nächsten Urlaub an einem karibischen Strand, an dem fast genauso viel Plastikmüll wie Sand liegt, geht den meisten – hoffentlich! – ein Licht auf. Aber was wirklich den Unterschied macht, ist, dass wir zeigen, dass ein bisschen mehr Nachhaltigkeit easy in den Alltag integriert werden kann und vor allem: richtig gut aussieht – pretty statt plastics! 

Wie sieht es mit der Herstellung und den Materialien eurer Flaschen aus, sind die alle nachhaltig und umweltfreundlich?

Die ganze soulbottle ist nachhaltig – vom Boden bis zum Deckel. Zunächst einmal schon dadurch, dass eine soulbottle aus Glas und eben kein Wegwerfgegenstand ist, sondern immer und immer und immer wieder verwendet werden kann. Im Gegensatz zu vielen anderen wiederbefüllbaren Trinkflaschen, z.B. mit beschichtetem Deckel, sind soulbottles wirklich komplett plastik- und schadstofffrei. Sie bestehen aus langlebigen, abbaubaren Rohstoffen wie Glas, Keramik, Naturkautschuk und dem Edelstahl-Bügel. Und das ist noch nicht alles: Wir produzieren 100 % klimaneutral – die CO2 -Emissionen, die unweigerlich bei Produktion, Lieferung und der Büroarbeit entstehen, gleichen wir über Klimaprojekte von myclimate.org aus.
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© iHeartBerlin
Wann habt ihr zum ersten Mal gemerkt, dass soulbottles Anklang findet?

Tatsächlich schon bei der ersten Charge. Die wurde erstmal in Handarbeit beklebt und in einer Kunstuni gebrannt, war aber – zack zack – vergriffen. Und irgendwie haben Paul und Georg den richtigen Zeitpunkt abgepasst: soulbottles ist mit dem Trend Trinkflaschen mitgewachsen. Jetzt haben wir eine Kollektion von über 30 Motiven, bringen unsere Buddels in die ganze Welt und stehen bei Bio Company in den Regalen, genauso wie bei Instagram per persönlicher Einladung auf dem ersten InstaMarkt. Das ist schon eine ganz schöne Reise. 

Wer kreiert eigentlich die schönen Designs auf den Glasflaschen?

Unsere soulbottles-Motive werden von kreativen Köpfen aus der ganzen Welt gestaltet – Streetartists, Sprayer*innen, Grafikdesigner*innen, Illustrator*innen, Tattooartists, Künstler*innen oder (wenn wir wieder mal einen soulbottles-Designcontest machen): unsere soulfriends aus der Crowd. 

Bleibt es bei den Flaschen, oder schweben euch noch andere Produkte vor?

Wir werden immer Flaschenkinder sein, aber auf jeden Fall wird es noch mehr soulproducts geben, wie Strohhalme aus Glas.

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