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Spannung pur mit energiegeladenen Geschichten für Kids

Boris Pfeiffers Zutaten für einen Kinder-Krimi

Regisseur, Autor, Geschichtenerzähler. Boris Pfeiffer zaubert Bilder in unsere Köpfe und fesselt zahlreiche Kinder an Bücher. Der Autor von „Die Drei ??? Kids“ hat uns verraten, wie er spannende Geschichten schreibt.
Blog-Energiegeladene-Geschichten
Boris Pfeiffer in Aktion: Der Autor ist begeisterter Vorleser. Im Oktober kamen Kinder im GASAG-Kundenzentrum in den Genuss seiner Krimi-Geschichten.

Lieber Herr Pfeiffer, zuallererst: Wie sind Sie überhaupt zum Schreiben gekommen?

Ich erinnere mich, dass wir in der Schule einmal als Hausaufgabe Gedichte schreiben sollten. An diesem Tag war mein Vater wütend auf mich. Denn ich hatte die Weihnachtskekse, die meine Mutter gebacken hatte, aufgegessen. Als mein Vater nach Hause kam waren nun keine Kekse mehr da. Da sollte ich als Strafe in das Kinderzimmer gehen und die Tür zu machen. Aber nun hatte ich ja noch die Hausaufgabe mit dem Gedicht. Ich schrieb also ein Gedicht, wie ich meinen Vater verprügele – in Reimen. Und als ich dann damit fertig war, fragte ich meinen Vater, ob ich meine Hausaufgabe vorlesen könne. Er musste total lachen und sagte, ich wäre wieder frei. Da habe ich gemerkt: „Cool, Gedichte haben eine Wirkung.“ Von da an habe ich regelmäßig geschrieben. Über alles, was wir mir wichtig war: Was mir auf der Straße passiert ist, wenn ich traurig war, wenn ich glücklich war. Das war für mich die Wurzel des Schreibens.

Cool, Gedichte haben eine Wirkung.

Und was sind Ihre Geheimzutaten für eine energiegeladene, spannungsreiche Kinder-Krimi-Geschichte.

Das ist zum einen eine Mischung aus Realität und Fantasie. Den Alltag mit Fantasie anders zu beleuchten und ihn mysteriöser, geheimnisvoller und größer zu machen als das, was wir erleben, macht gute Krimi-Geschichten aus. Dazu braucht es natürlich auch handwerkliche Zutaten. Spannend wird es zum Beispiel, wenn man eine Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven abbildet. Bei einem Krimi können das der Weg des Verbrechers und der des Detektivs sein. Diese beiden Wege kreuzen sich dann irgendwann in der Geschichte. Und das zusammen ergibt in der Regel eine geheimnisvolle Geschichte, die Kinder gerne lesen. Außerdem spielt die Sprache eine große Rolle. Und die muss so sein, dass die Kinder am liebsten noch eine Seite weiterlesen möchten. Wichtig ist auch, sich in die Figuren hineinzuversetzen. Ich lasse sie sprechen, handeln und miteinander interagieren. Da darf ich natürlich auch keinen Liebling haben. Ich muss meine Bösewichte so sehr lieben, wie meine Detektive, um die Geschichte gut erzählen zu können. Ich vertiefe mich beim Schreiben in meine Figuren, aber ich bleibe nicht sie. Deshalb habe ich auch keinen Lieblings-Charakter.

Stichwort Sprache: Sie schreiben ja nicht nur für Kinder. Wie schaffen Sie es, dass Geschichten nicht zu gruselig werden?

Das Lesealter spielt natürlich eine große Rolle. Ich schreibe ein Buch für einen 16 -Jährigen anders, als für einen Erstleser. Das beginnt mit dem Satzbau, der Satzlänge oder dem Einsatz von Fremdwörtern. Je jünger der Leser, desto einfacher halte ich die Sprache. Gruselig darf es dann zwar gerne sein, aber natürlich weniger, als bei Büchern für ein erwachsenes Publikum. Am Ende ist es Erfahrung.
So sind übrigens auch „Die drei ??? Kids“ entstanden. Die Kleineren haben „Die drei ???“ oft nicht gelesen, weil ihnen die Bücher ein bisschen zu unheimlich waren. Deshalb gibt es heute Geschichten für Kinder, die jünger sind, als 16 oder 17 Jahre.

Vielen Dank für das Gespräch!