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Tierpark Berlin: Die Paten kommen

Hurra, Hurra! Zuwachs in der GASAG-Familie

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Haben sich viel zu erzählen: Revierpfleger Marco Rosenfeld und GASAG-Projektleiter Gernoth Müller

Wer sorgt im Tierpark Berlin eigentlich für Energie? Na, eine Idee? Wir verraten jetzt nichts weiter, nur so viel: Seit November haben wir da noch eine Aufgabe mehr und kümmern uns nur zu gern um unsere Patenkinder – zehn Alpensteinböcke. Natürlich wollten wir unsere Patenkinder einmal aus der Nähe kennenlernen und haben uns mit Gernot Müller, Projektleiter bei der GASAG, und Revierpfleger Marco Rosenfeld bei knackig-kalten Temperaturen und tollstem Sonnenschein zur Fütterung des Rudels verabredet.

Herr Rosenfeld, wann starten Sie in Ihren Tag als Revierpfleger im Tierpark Berlin?
Rosenfeld: Mein Wecker klingelt um sechs. Der typische Arbeitstag im Tierpark fängt für mich dann morgens um acht an. Dann geht’s als Erstes ins Inspektorat. Dort frage ich, ob für mein Revier schon irgendetwas anliegt. Danach kommt ein kleines Briefing mit den Kollegen und es geht ab ins Revier zu den Pfleglingen. Ich fahre die Anlagen ab, gucke, ob alle gesund sind, die Tiere bekommen ihr Leckerli. Wenn für’s Erste alles erledigt ist, gibt’s Frühstück.

Für Sie?
Rosenfeld: Für mich und meine Kollegen natürlich (lacht). Danach arbeiten wir alles ab, erledigen beispielsweise geplante Tiertransporte oder Ähnliches. Das Hauptanliegen ist die Pflege der Tiere und die Reinigung der Anlagen: Das Bettchen aufschütteln, sprich die Matten reinigen und natürlich das Füttern.

Wird jedes Gehege jeden Tag gereinigt?
Rosenfeld: Wenn es zeitlich möglich ist, werden die Huftieranlagen jeden Tag gereinigt. Das schafft man bei diesen Größen (Anmerkung: der Tierpark Berlin ist Europas größter Tierpark) mal mehr und mal weniger gut. Aber es ist Zielsetzung. Und vor allen Dingen müssen die Futterplätze stehen. Die Tiere haben ja auch ihren Tagesablauf. Heutzutage muss das aber nicht mehr so streng und zeitlich straff sein. Die Tiere wissen zwar, dass sie um elf ihr Saftfutter kriegen. Aber man kann sie ruhig mal ein bisschen unter positiven Stress setzen und den Ablauf ändern. Da  rattert es mal in deren Oberstübchen und sie fragen sich „Was ist denn heute los?“. Damit können wir sie ein bisschen aus ihrem Trott herausholen. Andere Beschäftigungsmöglichkeiten sind die Astzugabe, wo sie dann ein bisschen rumknabbern können. Das ist mein Alltag, der mir nach wie vor Riesenspaß macht.

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Männer, die auf Steinböcke starren. Oder ist es anders herum?
Und Sie, Herr Müller, wen setzen Sie jeden Tag unter positiven Stress?
Müller: Oh, das mit dem positiven Stress gelingt mir zusehends (lacht). Wie bei Marco klingelt bei mir auch um sechs der Wecker. Im Büro bin ich gegen 7:30 Uhr. Da wird dann der Computer hochgefahren. Wie das eben so ist, in einem Verwaltungsapparat. Das unterscheidet uns wohl.
Rosenfeld: Ich habe auch einen Computer. Den muss ich auch jeden Tag hochfahren (beide lachen).
Müller: Tja, danach checke ich Mails. Aber eigentlich unterscheidet sich mein Arbeitstag täglich – es gibt keinen klassischen Ablauf, bei dem ich jeden Tag eingeübte Handgriffe oder Themen erledigen müsste. Bei meiner Arbeit stehe ich jeden Tag vor einem neuen Thema. Ich muss mich mit den unterschiedlichsten Geschäftspartnern zu den unterschiedlichsten Themen auseinandersetzen und dazu natürlich auch Termine vereinbaren, um mich mit den Besonderheiten vertraut zu machen. Beim Tierpark zum Beispiel geht es um die optimale Energieversorgung. Ich analysiere Verbräuche, ermittle Bedarfe und darauf aufbauend dann ein ganzes Energiekonzept. Diese individuellen Anforderungen herauszuarbeiten und zu schauen, wie ein Energiedienstleister wie die GASAG mit dem Geschäftspartner eine gemeinsame Sprache sprechen kann, um eine langfristige Geschäftsbeziehung aufzubauen und einen gemeinsamen Weg zu beschreiten, ist meine Aufgabe. Viele Telefonate, technische Zusammenhänge analysieren und natürlich auch Gespräche mit denjenigen führen, die für die Energieversorgung eines Objekts verantwortlich sind – das ist es, ganz unspektakulär (lacht).

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Steinbock-Chef Peter beäugt seinen neuen Paten noch etwas skeptisch. Und wir lassen beim Füttern dann doch dem Profi den Vortritt.

Was ist denn das Beste an Steinböcken?
Rosenfeld: Das Beste ist, dass sie die Clowns unter meinen Pfleglingen sind.

Und was ist das Schönste an einem Kunden wie dem Tierpark Berlin?
Müller: Diese Vielfalt und Größe. Der Tierpark ist ja nicht einfach nur ein Tierpark. Es ist flächenmäßig der größte Tierpark Europas 160ha. Das ist für einen Energieversorger wie uns eine Herausforderung hier eine optimale Energieversorgung sicherzustellen und mit den entsprechenden Ideen um die Ecke zu kommen.

An einem Montag auf dem Weg zur Arbeit denke ich...
Rosenfeld: Das ist eine gute Frage. Es kommt drauf an, ob es der erste oder zweite Montag in einem Monat ist. Der erste Montag bedeutet meistens, dass ich noch zehn Tage vor mir habe. Da liegt natürlich die ganze Woche da. Sprich: Was liegt an? Und was könnte passiert sein, während ich frei hatte? Und ist es der zweite Montag, dann fokussiert sich natürlich alles schon auf das lange Wochenende, das ich vor mir habe (lacht).

Was machen Sie als erstes nach diesem Interview?
Rosenfeld: (Lacht) Oh, das hängt ja davon ab, wie lange wir hier noch stehen.

Noch vier Fragen...
Rosenfeld: Ich fahre gleich hoch zu den Elchen. Die kriegen noch ihr Leckerli: Sanddorn.

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Auf welche Anwendung von Strom bzw. welches elektrische Gerät wollen Sie nicht mehr verzichten?
Müller: Auf den Geschirrspüler.

Nennen Sie etwas, das viel Energie hat.
Rosenfeld: Szechuan Takine. Wenn die mal richtig Dampf ablassen und Dir den Stall auseinandernehmen, weil sie mit ihrer ganzen geballten Kraft dagegen ballern, dann, würde ich sagen, haben die eine Menge Energie.

Was tun Sie bei einem Stromausfall?
Müller: Die Zeiten, in denen man sich direkt eine Kerze angezündet hat, sind vorbei. Wir kommen heute ja gar nicht mehr auf die Idee, dass uns der Versorger keinen Strom mehr liefern kann. Das ist eine Frage der Versorgungssicherheit und des Vertrauens. Genau dafür steht ja auch die GASAG. Wir gehen also gleich zum Sicherungskasten und schauen, ob die Sicherung rausgeflogen ist oder prüfen die Glühbirne. Und genau so mache ich es auch: Bei einem Stromausfall gucke ich zuerst, ob die Sicherung rausgesprungen ist.

Wenn etwas in Berlin gratis sein sollte, was wäre das?
Müller: Der Eintritt in den Tierpark.
Rosenfeld: Das war der erste Gedanke, den ich auch hatte. Prinzipiell wäre das natürlich eine tolle Sache, wenn die Finanzierung anderweitig stehen würde.