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Schicht am Schacht

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Ganz Berlin verharrt im Homeoffice. Ganz Berlin? Keineswegs! Die Kolleginnen und Kollegen der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg, einer Tochter der GASAG-Gruppe, sorgen auf Baustellen, in der Leitwarte oder im Entstörungsdienst dafür, dass Berlin weiterhin zuverlässig mit Gas versorgt wird. Eine der größten Baustellen befindet sich derzeit in Steglitz-Zehlendorf.

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Berlin, morgens um 5.30 Uhr: eine Stadt im Dämmerzustand. Gähnende Leere in Trams und Bussen, auf den Bürgersteigen jagt ein Hund samt Frauchen den frühen Vogel und hält Abstand von vereinzelten Joggern. Mehr nicht. Berlin ist und bleibt zuhause. Vor der Morgensternstraße 7 in Steglitz-Zehlendorf aber stehen im Spot einer Straßenlaterne fünf Personen. Mit gelben Warnwesten, Helm und zwei Metern Mindestabstand voneinander. „Vorsicht Gas“ steht warnend auf gelben Kegeln. Für diese und alle anderen Kollegen der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg gibt es kein Homeoffice, denn ihr Zuhause ist die Baustelle.

An der Kreuzung Morgensternstraße / Ostpreußendamm muss eine fernbedienbare Armaturengruppe in die Erdgas-Transportleitung (ETL) integriert werden. „Ein Verkehrsknotenpunkt“, sagt Ahmed Ayoub, bei der Netzbetreiberin NBB für Sonderprojekte zuständig. Dieses hier ist eins, und ohne die fünf Männer vom Operativen Bauservice, die auf den Startschuss für das fast minutiös durchgeplante Baumanöver warten, würde hier gar nichts gehen.

Mission: Gasfreiheit

Doch bevor überhaupt ein Schweißfunken der ETL nahekommt, muss Gasfreiheit im gesperrten Bauabschnitt hergestellt werden. Das geschieht über Sicherheitsarmaturen, sogenannte Line Breaks, die bei einem rapiden Gasabfall in Sekundenschnelle den betroffenen Teil vom übrigen Netz abschotten können. Die Gasfreiheit für die Baustelle stellt ein Exhauster her, ein Gerät, das das letzte bisschen Gas aus dem insgesamt 700 Meter langen Abschnitt raussaugt – ungefähr 200 Kubikmeter. Die Exhauster garantieren CO2-neutrales und umweltfreundliches Arbeiten, zu dem sich die NBB verpflichtet fühlt. „Jeweils zwei Exhauster erledigen die Arbeit an den beiden permanent besetzten Line Breaks“, erklärt Björn Fründt, bei der Netzbetreiberin NBB für die Sperrkolonne zuständig, und sieht auf die Uhr. Bis 7 Uhr müssen die Vorarbeiten erledigt sein, dann übergibt die NBB den gesperrten und gasfreien Leitungsabschnitt an die Tiefbaufirma, die die weiteren Arbeiten übernimmt. An den beiden Line Break Armaturen stellen Paul Thomas und Jürgen Aust sowie Detlef Kieper und Paul Radetzki derweil über die gesamte Dauer die Gasfreiheit sicher.

Den Verkehr behindert die Baustelle so gut wie gar nicht, denn nur wenige Autos und Lkw sind unterwegs. „Der Verkehr ist schon deutlich weniger als sonst“, sagt Ayoub. Dennoch sitzt ihm die Zeit im Nacken, denn bis September müssen die drei Bauabschnitte fertiggestellt sein. Und die NBB hat noch mehrere Baustellen: Der Neubau der Übernahmestation in Buckow, eine von zweien, die Erdgas in die ETL einspeisen. Trotz Corona-Hindernissen hält die NBB an ihren Plänen fest und versucht, alle Baustellenprojekte termingerecht umzusetzen.

Haken dran!

Um 22 Uhr kann Lutz Degner, Leiter Planung und Bau bei der NBB, den heutigen Punkt auf der Agenda abhaken. Die Zusammenarbeit zwischen NBB und dem Bauunternehmen hat reibungslos funktioniert. „Zusammen war das eine gute geschlossene Mannschaftsleistung. Mit unserer Mannschaft und allen anderen Firmen, die für uns täglich im Einsatz sind, werden wir alle Anforderungen und Herausforderungen der nächsten Jahre meistern“, sagt er überzeugt. Da gibt es innerhalb der NBB nicht den geringsten Zweifel.

Unter #WirBleibenAmNetz teilen unsere systemrelevanten Kollegen Eindrücke ihres derzeitigen Alltags. Für alle anderen gilt #WirBleibenZuhause.