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Die Zukunft des Radverkehrs in Berlin

Für seine Pop-up-Radwege in Friedrichshain-Kreuzberg erhielt Berlin den Deutschen Fahrradpreis 2021. Auf dem Weg zu einer fahrradfreundlichen Infrastruktur befindet sich die Stadt aber noch auf halber Strecke.

Berlin_Radverkehr

Im 2018 verabschiedeten Mobilitätsgesetz spielt der Radverkehr eine ebenso zentrale Rolle wie der ÖPNV und der Fußverkehr. Entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur ließen jedoch lange auf sich warten – bis sich im Zuge der Corona-Pandemie der Druck auf die zuständigen Stellen erhöhte. Das Fahrrad bot dem Virus, das sich an der frischen Luft schwerer verbreitet, wie kein anderes Verkehrsmittel die Stirn. Wirklich sicher war die Fortbewegung auf zwei Rädern trotzdem nicht, insbesondere auf jenen Straßen, die sich Rad- und Autofahrer bisher teilten. Laut Allgemeinem Deutschem Fahrrad-Club (ADFC) wurden im Jahr 2020 mindestens 17 Radfahrer im Berliner Straßenverkehr getötet. Im Frühjahr 2020 begann der Senat daher, Radwege auf Autospuren beziehungsweise Parkstreifen zu markieren und diese zusätzlich durch Warnbaken, wie man sie von Baustellen kennt, vom Autoverkehr abzugrenzen.

deutscher_fahrradpreis

© Deutscher Fahrradpreis/Deckbar

Deutscher Fahrradpreis für Pop-up-Radwege in Friedrichshain-Keuzberg

Mit Erfolg: Die dabei entstandenen Pop-up-Radwege in Friedrichshain-Kreuzberg erhielten den Deutschen Fahrradpreis 2021 in der Kategorie Infrastruktur. Unter anderem die ungewöhnlich schnelle Umsetzung sowie die gelungene Zusammenarbeit verschiedener Verwaltungsebenen veranlassten die Jury zu dieser Entscheidung.
Nun sollen sämtliche Pop-up-Radwege im Bezirk zur dauerhaften Nutzung umgebaut werden. Ist die Verkehrswende in der Hauptstadt mit diesem Verfahren als Musterbeispiel nun endlich ins Rollen gekommen?

Planung einer umfangreichen Radverkehrsinfrastruktur

Im gesamten Stadtgebiet wurden zwar Pop-up-Radwege in einer Länge von mehr als 25 Kilometern eingerichtet, gemessen an den Zielen des Mobilitätsgesetzes ist dies jedoch eine überschaubare Strecke. Zur Konkretisierung der Ziele ist ein Radverkehrsplan vorgesehen. Dieser wurde bisher jedoch nicht verabschiedet. In einem Bericht zu den Fortschritten beim Ausbau der Berliner Radinfrastruktur seitens der Senatsverkehrsverwaltung, der Bezirke und der landeseigenen Gesellschaft GB infraVelo GmbH vom 6. Juli 2021 heißt es immerhin, der Radverkehrsplan befinde sich in der finalen Mitzeichnung. Demnach sei eine „moderne, sichere Radverkehrsinfrastruktur von rund 3.000 Kilometern Länge in Planung“. Zusammensetzen soll sich diese aus 2.400 Kilometern Radverkehrsnetz und 550 Kilometern sicherer Radinfrastruktur an Hauptstraßen. Das Radverkehrsnetz selbst soll aus 850 Kilometern Vorrangnetz mit 2,50 Meter Breite und 1.500 Kilometern Ergänzungsnetz mit mindestens 2,00 Meter Breite bestehen. Zudem sind knapp 140 Kilometer Radschnellverbindungen mit mindestens 3,00 Meter Breite vorgesehen.

Weiter heißt es im Bericht, dass im Jahr 2020 53,5 Kilometer Radverkehrsanlagen fertiggestellt wurden und sich zusätzliche 30,6 Kilometer im Bau befinden – nicht allzu viel, gemessen an der Gesamtplanung.

Damit der Weg in eine fahrradfreundliche Zukunft nicht zur Geduldsprobe wird, gibt es seit 2019 das Berliner „Bündnis für den Radverkehr“, zu dessen Partnern auch die GASAG zählt. Unter Koordination der Senatsverwaltung strebt das Bündnis die Beschleunigung des Infrastrukturausbaus für Fahrräder an.

Alle Beteiligten haben durch verschiedene Bautätigkeiten direkten Einfluss auf das Straßenbild und damit auf die Verkehrsstruktur in Berlin. Das Bündnis könnte dadurch eine wichtige Rolle beim Erreichen der Ziele des Mobilitätsgesetzes spielen.

Donkey Republic macht Fahrräder für alle verfügbar

Großes Interesse an einer Verbesserung der Radinfrastruktur hat auch der GASAG-Kooperationspartner Donkey Republic. Als Bikesharing-Anbieter ist das Unternehmen Profiteur einer zeitnahen Umsetzung der Pläne. „Radfahren ist die Zukunft urbaner Mobilität“, sagt Katrine Arevad, PR-Beauftragte von Donkey Republic. Großstädte brauchten alternative Fortbewegungsmöglichkeiten zum Auto, um die bedenklichen Mengen an CO2-Emissionen zu reduzieren. „Wer ein Haus baut, würde niemals so viel Platz für ein Fahrzeug einberechnen, wie wir es in unseren Innenstädten tun. Das wäre verrückt. Wir wollen daran mitwirken, neue Städte zu kreieren.“ Der Ansatz dafür ist einfach: „Wir von Donkey Republic möchten nachhaltige Mobilität für alle zugänglich machen.“ 

Dies gelingt ähnlich wie bei anderen Bikesharing-Anbietern mithilfe einer Smartphone-App, über die Fahrräder gemietet, entsperrt und nach der Fahrt wieder abgeschlossen werden können. Sowohl kurze als auch lange Mietzeiten sind dabei möglich. Die Gefahr, dass Nutzer ihre Räder unachtsam auf den Straßen oder Bürgersteigen zurücklassen, wird bei Donkey Republic dadurch gemindert, dass man sie nur in dafür vorgesehenen Bereichen abstellen kann. Seit 2017 ist das dänische Unternehmen in Berlin vertreten und bietet mittlerweile 1.500 Fahrräder zum Verleih an. Die deutsche Hauptstadt ist ein wichtiger Markt für Donkey Republic: „Berlin als eine der größten Städte Europas verschafft uns großen Einfluss auf die Zukunftsgestaltung der urbanen Mobilität auf dem Kontinent“, sagt Arevad. 

Damit Berlin wirklich als gutes Beispiel dienen kann, müssen alle Beteiligten gemeinsam daran arbeiten. Wie dies gelingen kann, zeigen die Pop-up-Radwege. Eine gut ausgebaute und sichere Infrastruktur gepaart mit einer unkomplizierten Nutzung von Leihrädern macht das Radfahren auch für Menschen attraktiv, die normalerweise nicht auf zwei Rädern unterwegs sind. Nur so kann das Fahrrad zur Zukunft der Mobilität in der Großstadt werden und eine nachhaltige Alternative zum Autoverkehr bieten – gesünder für die Umwelt, für die Stadt und für ihre Bewohner.

Donkey_Republic_App

Fahrrad per Smartphone mieten mit Donkey Republic

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