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Mobilität in Berlin: Strom nicht einziger Ersatz für Benzin

Bis zum Jahr 2050 soll das Land Berlin klimaneutral werden. Verbunden mit diesem ambitionierten Ziel wachsen auch die Anforderungen an die Mobilität der Zukunft – schließlich verursacht der Straßenverkehr 19 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen. Beim motorisierten Straßenverkehr wird vor allem auf Strom gesetzt.

Auch in Berlin steigt die Anzahl elektrischer Antriebe stetig: Im Juli 2020 waren 4.751 Plug-in-Hybride und 6.808 rein batterieelektrische Fahrzeuge in Berlin gemeldet. Vergleicht man diese Zahlen mit Juli 2019, ist das eine Steigerung an elektrischen Pkw von rund 60 Prozent. Daher stellt sich die Frage: Ist die Steckdose die Tanke der Zukunft?

Was ist die Zukunft der Mobilität, Berlin?

Bei einer von uns durchgeführten Umfrage gaben zwei Drittel der circa 16.000 teilnehmenden Berliner und Berlinerinnen an, dass sie nicht daran glauben, dass die Steckdose die Tanke der Zukunft sei und immer noch traditionelle Tankstellen gebraucht würden.

Dabei liegt die Vorstellung, Benzin durch Strom zu ersetzen, in einer Großstadt gar nicht so fern. Bereits jetzt ist der Einfluss der E-Mobilität in Berlin unverkennbar. Es gibt ein dichtes Netz an Ladestationen für E-Fahrzeuge – laut der Bundesnetzagentur sind in Berlin 622 öffentlich zugängliche Ladestationen vorhanden. Nach dem Stimmungsbarometer sind allerdings gerade einmal 27 Prozent der Befragten überzeugt, dass die Zukunft der E-Mobilität gehört. 11 Prozent können es sich zumindest vorstellen.

 

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Die Umfrage-Ergebnisse auf einem Blick:

  • 16.235 Berlinerinnen und Berliner haben teilgenommen
  • 62 % halten klassische Tankstellen für unersetzbar
  • 27 % halten die Steckdose für die Tankstelle der Zukunft
  • 11 % sind unentschieden

Neue Mobilitätsformen – neue Bedürfnisse

Aber was glauben eigentlich Experten des Themas Mobilität, wie die Zukunft der Tanke aussieht? Der Leiter der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO bei Berliner Partner, Gernot Lobenberg, geht von einem gravierenden Wandel der Rolle der Tankstelle aus: „Die klassische Tankstelle wie wir sie heute kennen, wird sich mit Blick auf neue Mobilitätsformen und -bedarfe signifikant verändern. Künftig wird sich die Tankstelle immer mehr zu einem Mobilitätsknoten entwickeln, an dem unterschiedliche Angebote, Dienstleistungen und Services verfügbar sein werden.“

Die Tankstelle wird sich verändern, weil sich die Bedürfnisse an die Mobilität verändern. In der Zukunft sieht Lobenberg die Tankstelle als eine Multienergie- und Multimodalitätsstation, die Angebote wie beispielsweise Schnellladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, Akku-Wechselautomaten für elektrische Leichtfahrzeuge oder Sharing-Angebote zentral verfügbar mache. Damit wird Mobilität besonders in Städten wie Berlin vielfältiger werden.

GASAG setzt auf einen breiten Technologiemix

Seit über 20 Jahren ist die GASAG Klimaschutzpartner des Landes und treibt die Energiewende selbst mit voran. Wir wollen zum #neudenken anregen und stellen Fragen rund um die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Energiewende.

Ähnlich wie die Mehrheit der Berliner setzten wir bei der Zukunft der Tanke auf eine Vielfalt des Mobilitätsangebots – von Sauberen 444 und Sharing-Angeboten bis hin zu Laden ohne Grundgebühren mit Plugsurfing und Ladelösungen in Kooperation mit ubitricity.

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