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Zukunft aus Tradition: Die GASAG feiert 170. Geburtstag

Mit 170-jähriger Tradition gehört die GASAG zu den ältesten Unternehmen der Hauptstadtregion. Der Berliner Energiedienstleister ist tief in der Stadt verwurzelt: Die GASAG engagiert sich für die urbane Wärmewende genauso, wie für Kultur, Sport und Wissenschaft. Wir sprachen mit der Vorstandsvorsitzenden der GASAG, Vera Gäde-Butzlaff, über die Ziele der GASAG im Jubiläumsjahr.

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Vorstandsvorsitzende der GASAG, Vera Gäde-Butzlaff

Frau Gäde-Butzlaff, die GASAG feiert in diesem Jahr ihren 170sten Geburtstag. Welche Traditionen verbinden Sie mit dieser langen Geschichte?
GÄDE-BUTZLAFF: Engagement für die Stadt, Kreativität und Innovation – das liegt sozusagen in den Genen der GASAG. Wichtig ist uns, die Zukunft Berlins mitzugestalten – nicht nur als Energieunternehmen. Kunst, Kultur und Sport sind ebenso wichtige Bausteine für ein lebenswertes Berlin. Im Sponsoring-Bereich kooperieren wir vor allem mit Einrichtungen und Initiativen, die sich durch neue Ideen und Mut auszeichnen. Denn Mut zum Wandel ist eine weitere Konstante der Unternehmensgeschichte. Das haben wir bei der GASAG schon oft bewiesen.

Digitalisierung und Energiewende stellen Energieunternehmen vor neue Herausforderungen. Mit welcher Strategie reagiert die GASAG?

GÄDE-BUTZLAFF: Das ist richtig, mit der Digitalisierung werden in Zukunft ganz neue Geschäftsmodelle möglich, die es zu entwickeln gilt. Die GASAG hat bereits vor Jahren begonnen, sich auf die neuen marktwirtschaftlichen und energiepolitischen Rahmenbedingungen einzustellen. Wir haben deshalb in den letzten Jahren ein diversifiziertes und ökologisch nachhaltiges Produktportfolio aufgebaut. Dazu zählen zum Beispiel die Vermarktung von Energiedienstleistungen und der Ausbau der erneuerbaren Energien wie Windstrom und Biogas. Unsere Kompetenzen im Bereich Energiedienstleistungen haben wir vor Kurzem in der GASAG Solution Plus GmbH gebündelt. Wir versprechen uns davon erhebliche Synergien, die uns sowohl bei der Entwicklung neuer Produkte, als auch im Vertrieb voran bringen. Denn das neue Tochterunternehmen kann umfassende Infrastruktur- und Energiedienstleistungen für große Projekte aus einer Hand anbieten.

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Die GASAG hat in den letzten Monaten durch Zukäufe, etwa im Smart-Home-Bereich, von sich reden gemacht. Inwieweit reihen sich diese Zukäufe in diese Strategie ein?

GÄDE-BUTZLAFF: Mit den Zukäufen setzen wir unseren Wachstumskurs fort und vervollständigen unser Dienstleistungsportfolio. So können wir der Wohnungswirtschaft durch die Beteiligung an Provedo neben Contracting jetzt auch Smart-Home-Lösungen anbieten. Gemeinsam mit der Gegenbauer Facility Management GmbH haben wir das Dienstleistungsunternehmen G2Plus GmbH gegründet. Das gemeinsame Unternehmen bietet bundesweit Energiedienstleistungen für Industrie-, Gewerbe-, Büro- sowie Wohnimmobilien an. Auch den Bereich erneuerbare Energien verstärken wir weiter. Wir entwickeln Solarparks und engagieren uns bei der Windkraft. Durch den Kauf der Geo-En Technologies bauen wir jetzt Kompetenzen im Bereich Geothermie in Ballungsräumen auf. Damit können wir unseren Geschäftskunden weitere innovative und erneuerbare Energielösungen anbieten.

Die GASAG ist inzwischen auch Anbieter von Ökostrom. Welche Ziele haben Sie für dieses Segment?

GÄDE-BUTZLAFF: Das Stromgeschäft in Berlin ist hart umkämpft. Die Berliner Verbraucher können unter über 250 Tarifen wählen. Trotzdem ist es uns gelungen, mehr als 100.000 Stromkunden zu gewinnen. Ein wichtiger Grund für diesen Erfolg ist sicher, dass die Berlinerinnen und Berliner der etablierten Marke GASAG großes Vertrauen entgegenbringen. Unser mittelfristiges Ziel ist, die Nummer zwei auf dem Berliner Strommarkt zu werden – direkt hinter dem Grundversorger.

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