Innovationsprojekte.

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Energieeffizienz und Innovation

Bio-Erdgas, hoch effiziente Heizanlagen, innovative Energiekonzepte für ganze Quartiere – die Effizienzangebote der GASAG sind umfangreich. Gewinnen Sie anhand einiger ausgewählter Beispiele einen kleinen Einblick in die Welt der Energieeffizienz.

Arbeiten im Green Building – der GASAG-Firmensitz mitten in Berlin

Die Mitarbeiter in der Zentrale am Hackeschen Markt, dem HQB, arbeiten „im Grünen“: Das Gebäude ist als Green Building zertifiziert und mit dem LEED Zertifikat in Gold ausgezeichnet.

Als Energiedienstleister fühlt sich die GASAG besonders verpflichtet, sich für das Klima und die Stadt einzusetzen. Das HQB wurde daher bewusst als Vorzeigeobjekt konzipiert: Mit Hilfe des Blockheizkraftwerkes im Keller wird das Gebäude gleichzeitig mit Wärme, Strom und Kälte versorgt. Gegenüber einer getrennten Strom- und Wärmeversorgung und konventioneller Beheizung können so rund 1.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Innovative Technik

Das BHKW arbeitet auf der Basis der „Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung“ (KWKK), um die Energieeffizienz weiter zu steigern. Durch die dreifache Nutzung des Brennstoffs Bio-Erdgas für die Produktion von Strom, Wärme und Kälte wird der eingesetzte Primärenergieträger optimal ausgenutzt. Das reduziert die CO2-Emissionen. Außerdem verlängert die Kälteproduktion die Jahresnutzungsdauer der Anlage – für noch mehr Gesamteffizienz.

Viele gute Ideen in einem Haus

Das Energiekonzept beinhaltet viele weitere intelligente Lösungen, um den Energieverbrauch weiter zu senken. So sind im HQB ein Wärmerückgewinnungssystem sowie effiziente und energiesparende Leuchtmittel installiert, Bewegungsmelder und energiesparende Durchlauferhitzer statt Warmwasserboiler. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach trägt zur nachhaltigen Stromerzeugung bei. Die Ladestellen für E-Autos in der Tiefgarage sind ein Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität.

Green Building mit Zertifikat: Das vorbildliche Gesamtkonzept des HQB wurde nach dem amerikanischen Standard LEED in Gold (Leadership in Energy and Environmental Design) als Green Building zertifiziert. Damit ist es ein Vorzeigeobjekt in Sachen Energieeffizienz – und ein Paradebeispiel, wie man maximale Funktionalität mit minimalen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt kombiniert.

Ullsteinhaus mit neuer Heizzentrale – ein Baudenkmal wird klimaneutral

Schon beim Bau 1920 ausgesprochen innovativ, bleibt das Ullsteinhaus in Tempelhof auch im 21. Jahrhundert zukunftsweisend – vor allem in Sachen Energieversorgung.

Die GASAG zeigte bei der energetischen Sanierung im Ullsteinhaus, wie die Energiewende im Bestand gelingen kann. Heute ist der Gebäudekomplex mit dem markanten, 76 Meter hohen roten Turm ein Vorzeigeprojekt „grüner“ Wärmeversorgung.

Dezentral, kostengünstig, klimaschonend und effizient

Kann ein Baudenkmal modernen Ansprüchen an die Wärmeversorgung genügen? Mit einem individuellen Energiekonzept und viel Erfahrung gelingt das – ohne jeden Eingriff in die denkmalgeschützte Fassade. Der Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid konnte so pro Jahr um rund 2.850 Tonnen reduziert werden, den Durchschnittsverbrauch von etwa 750 Einfamilienhäusern.

Grüne Energie doppelt genutzt

Beim grünen Blockheizkraftwerk im Ullsteinhaus setzt die GASAG ausschließlich den erneuerbaren Energieträger Bio-Erdgas ein – die erzeugte Wärme ist deshalb nahezu klimaneutral. Mit 637 Kilowatt reicht die thermische Leistung des Blockheizkraftwerks aus, um den Grundwärmebedarf zu decken. An besonders kalten Tagen heizen zusätzlich zwei moderne Gaskessel mit 5.200 Kilowatt. Mit einer elektrischen Leistung von 550 Kilowatt wird im BHKW Ökostrom erzeugt und über die GASAG vermarktet.

Wärme für ein besonderes Bauwerk

80.000 Quadratmeter beheizter Fläche sind im Ullsteinhaus zuverlässig warmzuhalten. Doch nicht nur die Größe des Gebäudekomplexes machte das Projekt zur Herausforderung: Im Keller des Gebäudes befinden sich denkmalgeschützte Räume und Einrichtungen, um die herumgeplant und -gearbeitet werden musste.

Heute ist das Ullsteinhaus ein herausragendes Beispiel dafür, wie die GASAG die Berliner Energiewende auch in denkmalgeschützten Gebäuden voranbringt.

Quartier in Lichtenberg – der grüne Altbau

Je weniger Strom und Gas eine Wohnung verbraucht, desto mehr trägt sie zu einem grünen Berlin bei. Das Pilotprojekt „Frankfurter Allee Nord“ im Bezirk Lichtenberg umfasst zwei Wohnblocks, 30 Grundstücke, 611 Wohneinheiten, 26 Gewerbebetriebe, 920 Bewohner und 41 Eigentümer. All diese unterschiedlichen Interessen müssen unter einen Hut gebracht werden, um das Nibelungenviertel energetisch zu modernisieren. Die Altbauten mit ihrem hohen Energieverbrauch bieten viele Einsparungspotenziale: Manche Wohnungen verbrauchen 120 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter, andere bis zu 210 kWh. Moderne Wohnungen brauchen dagegen nur 60 bis 70 kWh.

Gemeinsame Sache machen für das Klima

Die GASAG ist in diesem Projekt der Moderator, der alle Beteiligten an einen Tisch bringt: Energieversorger, Stadtentwickler, Wohnungseigentümer, Klimaschützer und die Mietervertretung. Mit im Boot ist auch Bezirksstadtrat Wilfried Nünthel. Er strebt eine Sanierung zum Wohle der Umwelt an, die sowohl den Mietern als auch den Eigentümern nutzt.

Die Basis des Sanierungskonzepts ist daher, Effizienzmaßnahmen zu entwerfen, die die Kosten nicht unnötig hochtreiben. Die Mieter sollen sich ihre Wohnungen weiterhin leisten können – aber klimafreundlicher wohnen. Schon die Synergieeffekte durch die Vernetzung mehrere Eigentümer verringern die Kosten der Modernisierung deutlich. Zentral installierte Heizungsanlagen, die mehrere Gebäude zugleich versorgen, sind effizienter als viele kleine Anlagen. So kann in großem Umfang Primärenergie eingespart werden.

Dr. Gitta Vischer, Bereichsleiterin für Unternehmensentwicklung: „Klimaschutz liegt in unserer aller Interesse. Wir werden deshalb in Zukunft ohnehin weniger Gas zur Wärmeerzeugung verkaufen. Also sollten wir rechtzeitig damit anfangen, die Energiewende aktiv mitzugestalten. Indem wir nicht mehr nur Händler von Gas sind, sondern Manager, der sinnvolle Lösungen aus einer Hand anbietet.“

AP-U-Luchner

Pressesprecherin

Ursula Luchner

030 7872 3040

presse@gasag.de

GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft

Henriette-Herz-Platz 4

10178 Berlin