Interview mit Dr. Meike Birkenmaier

Ich bin 41 Jahre, verheiratet und habe zwei Jungs (6 und 4 Jahre alt). Ich bin in Essen aufgewachsen und über Stationen in Bonn und München zum Studium und Referendariat vor 14 Jahren in Berlin gelandet.

Von Hause aus bin ich Juristin. Meine erste Stelle und auch den erster Kontakt mit der Energiewirtschaft hatte ich als Assistentin am Institut für Energierecht an der FU Berlin. Von dort bin ich in eine Anwaltskanzlei gewechselt – ebenfalls spezialisiert auf Energierecht.

Vor zehn Jahren bin ich dann ins Unternehmen gewechselt, zur damaligen Electrabel Deutschland – heute Teil der ENGIE Gruppe. Dort war ich die ersten 5 Jahre in der Rechtsabteilung tätig, deren Energierechtsabteilung ich am Ende verantwortet habe. 2012 habe ich dann das „Metier“ gewechselt und habe dort die Personalleitung übernommen. Seit 11/2016 bin ich bei der GASAG und hier vereinen sich die Themen Recht und Personal wieder.

Was fasziniert Sie an Ihrer Tätigkeit?

Im Hinblick auf die Personalthemen liebe ich die Vielfalt der Themen (von der Entgeltabrechnung bis zur Unternehmensfusion, vom Recruiting zur Personalentwicklung, vom Arbeitsrecht zum Gesundheitsmanagement, vom Personalcontrolling zur Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat) und die Vielfalt der Perspektiven (Blick auf die Gruppe sowie auf die einzelne Gesellschaft, Blick aus Mitarbeitersicht sowie aus Sicht der Führungskraft bzw. der Geschäftsführung). Da wird es nicht langweilig!

Mit Blick auf die Rechtsabteilung mag ich die Nähe zum operativen Geschäft. Es ist mir wichtig, den Blick dafür nie zu verlieren.

Worauf freuen Sie sich besonders?

Als Personalleiterin in der Diskussion mit Mitarbeiter/-innen, Führungskräften, Vorstand und Betriebsrat Themen auch mal neu zu denken bzw. neu zu positionieren. Sei es die Frage nach der richtigen Incentivierung der Mitarbeiter/-innen über unser Vergütungsmodell, dem Thema Diversity in seiner gesamten Breite etc.

Was ist besonders positiv an der GASAG-Gruppe?

Da fallen mir zwei Dinge ein. Das eine betrifft das operative Geschäft, das andere die Arbeitsbedingungen. Wir stellen uns den Herausforderungen des Marktes. Wir sind aktiv dabei uns durch den Zukauf von Start-ups an den neuen Entwicklungen und Ideen im Markt zu beteiligen. Hier wird nicht nur geredet, sondern auch gemacht.

Und wir sind sehr familienfreundlich (Homeoffice, flexible Arbeitszeiten, Eltern-Kind-Büro, Feriencamp für Kinder in den Sommerferien, Kinder-Weihnachtsfeier, Unterstützung beim Thema Pflege etc). Das weiß ich sehr zu schätzen, da ich und mein Mann auch versuchen, Kinder und Job „unter einen Hut“ zu bringen. Mit einem freien Kindernachmittag, der flexiblen Verschiebung der Arbeitszeit auf die anderen Tage und einem Tag Homeoffice in der Woche passt das für mich als Vollzeit-Berufstätige wunderbar. Ich hoffe, dass wir mit diesem flexiblen Modell auch vielen anderen die Möglichkeit geben, ihre Vorstellungen zu privaten und beruflichen Ambitionen unter einen Hut zu bekommen.

Was können wir besser machen?

Da gibt es sicher vieles. Das sage ich nicht, weil ich glaube, dass wir vieles schlecht machen. Aber ich glaube daran, dass man – egal wie gut man ist – immer noch etwas besser machen kann. Die ständige Bereitschaft zu lernen und dadurch etwas besser zu machen, ist aus meiner Sicht essenziell, um bei den heutigen dynamischen Marktverhältnissen mithalten zu können. Und glücklicherweise macht mir das Lernen (auch das Lernen aus Fehlern) Spaß!

Zudem ist es aus meiner Sicht wichtig, dass wir nie den Kunden aus den Augen verlieren – denn mit und durch ihn verdienen wir letztlich unser Geld.

Was sollen Mitarbeiter/-innen mitbringen, um sich gut in die GASAG-Gruppe einbringen zu können?

Offenheit! Offenheit für Neues, für Anderes. Offenheit zu lernen und neu zu denken. Und Freude an der Zusammenarbeit – mehr als an der Einzeldarstellung. Sowie Begeisterung dafür, dem Kunden die optimalsten Leistungen und Services anzubieten.