Färbt Klimaschutz die Wirtschaft grün?

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Foto: Florian Büttner

Das Klima ist inzwischen eines der wichtigsten Themen, nicht nur in Gesellschaft und Politik, sondern vor allem auch in der Wirtschaft. Unternehmen aus vielen Wirtschaftsbereichen vollziehen plötzlich eine grüne Wende hin zu einer nachhaltigen Unternehmenspolitik.

Nüchtern betrachtet ist es wahrscheinlich nicht nur das Verantwortungsgefühl, das hier die Entscheider treibt, sondern die Angst vor Verlusten. Die Veränderungen des Klimas mit all seinen Folgen sind das größte Risiko für die wirtschaftliche Existenz. Der Weltrisikobericht des Weltwirtschaftsforums sieht als Gefahr nicht nur dramatische Umweltkatastrophen, zunehmende Stürme und Hochwasser, sondern auch die Zunahme von Konflikten und politischen Polarisierungen, wenn die Klimakrise nicht gelöst werde.

Zudem fordern Verbraucher und Aktionäre immer mehr Nachhaltigkeit, auch im wirtschaftlichen Handeln. Es gibt mehrere Studien zur Wechselwirkung von Klimaschutz und Renditen. So kommt beispielsweise die Deutsche Bank zu dem Ergebnis, dass Unternehmen mit den meisten positiven Nachrichten zum Klimaschutz auch eine bessere Entwicklung ihres Aktionskurses haben. An allen deutschen DAX-Unternehmen ist das weltweit größte Investmenthaus Blackrock beteiligt und es dürfte klar sein, dass dessen Chef Larry Fink nicht plötzlich ein Grüner geworden ist, wenn er die Vorstände zu mehr Klimaschutz zwingt. Die Wirtschaft steht unter Druck. Konzerne und Unternehmen aus allen Branchen, vom Automobilhersteller bis zur Wohnungswirtschaft, müssen handeln. Und auch wir als Energiedienstleister sind gefordert nachhaltige Lösungen weiter zu entwickeln und anzubieten. Umweltschutzverbände und Bewegungen wie Fridays for Future nehmen Politik und Wirtschaft in die Pflicht jetzt etwas zu tun. Für mich ist es ein positives Signal, dass der Weckruf angekommen ist und egal ob grün gefärbt oder aus Überzeugung, Hauptsache es wird jetzt etwas für den Klimaschutz getan.