Kindertheaterautoren diskutierten im GRIPS das Kindertheater von Morgen und Kulturstaatssekretär Tim Renner betont die Bedeutung von Kinder- und Jugendtheatern

Seit über zehn Jahren arbeiten das GRIPS Theater und die GASAG schon zusammen, um mit dem „berliner kindertheaterpreis“ Nachwuchs für das Schreiben für das Kindertheater zu gewinnen. Mit Erfolg, inzwischen gilt dieser Wettbewerb weit über Berlins Grenzen hinaus als einer der effektivsten unter den Autorenwettbewerben.
Eine Jury hatte aus 22 ehemals für den „berliner kindertheaterpreis“-Nominierten die Autoren Carsten Brandau, Reihaneh Youzbashi Dizaji, Mathilda Fatima Onur und Kristo Šagor ausgewählt und sie zu einem Zukunftslabor eingeladen. Gemeinsam mit Experten aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen erforschten und diskutierten sie und die Theatermacher drei Tage lang, wie sich die Kindheit entwickeln wird. Inspiriert von diesem Wissen entstanden im Anschluss vier Minidramen für Kinder, die am Samstag in szenischen Lesungen unter viel Beifall der über 400 geladenen Gäste vorgestellt wurden.

Auch Kulturstaatssekretär Tim Renner zählte zu den Gästen. In einem Grußwort wies er ausdrücklich auf die essentielle Bedeutung von Kinder- und Jugendtheater hin: „Hier geht es darum, junge Menschen fürs Theater zu begeistern und heranzuführen. Das ist der erste Schritt, damit sie Kulturbürger werden, hier in Berlin und auch anderswo. Und das ist eine verdammt wichtige Aufgabe.“ Dafür eine solide finanzielle Ausstattung zu schaffen, darin sieht Tim Renner die Politik in der Pflicht.

Er dankte auch dem Berliner Unternehmen GASAG, mit dem das GRIPS in einer langen Partnerschaft den „berliner kindertheaterpreis“ entwickelt. Dieser Preis gilt mittlerweile als einer der effektivsten Wettbewerbe im deutschsprachigen Raum, wenn es um die Förderung des Nachwuchses für das Kinder- und Jugendtheater geht. Berlin sei dankbar, dass „Unternehmen wie die GASAG diese Prozesse wie den „berliner kindertheaterpreis“ unterstützen“, fuhr Tim Renner fort.

„Eine Kooperation wie diese mit dem GRIPS Theater ist Teil unseres unternehmerischen Selbstverständnisses und Ausdruck unserer Rolle als eines der ältesten und traditionsreichsten Berliner Unternehmen“, antwortete GASAG-Vorstand Jürgen Schmidberger in seiner Rede. Für ein erfolgreiches Produkt wäre „u. a. die stete Weiterentwicklung von Ideen und Initiativen“ erforderlich, was nicht ohne „kompetente, verlässliche Partner“ geht. „Insofern ein ganz großes Dankeschön an das Team des GRIPS Theaters, das uns schon seit mehr als zehn Jahren mit viel Sachverstand bei der Förderung des künstlerischen Nachwuchses berät und unterstützt.“

Der „berliner kindertheaterpreis 2016“ war das letzte Projekt unter der künstlerischen Verantwortung von Stefan Fischer-Fels, der sich damit vom GRIPS Theater verabschiedete. Tim Renner dankte ihm im Namen des Senats dafür, dass er geholfen habe, das emanzipatorische Theater, das Volker Ludwig geschaffen hat, weiterzuentwickeln. Dem neuen künstlerischen Leiter des GRIPS Theaters, Philipp Harpain, versprach Tim Renner seine volle Unterstützung.

Auch GASAG-Vorstand Jürgen Schmidberger bedankte sich bei Stefan Fischer-Fels, „der, wie ich finde, das GRIPS in den letzten fünf Jahren ganz wunderbar als künstlerischer Leiter geprägt hat.“ Die Entwicklung des „berliner kindertheaterpreis“ zu einem der bundesweit wichtigsten Autorenwettbewerbe für das Kindertheater sei ihm zu verdanken.

Und welche Rückschlüsse haben die Theatermacher und Autoren im Zukunftslabor für das Schreiben für Kinder gewonnen? „Kindheit ist im 21. Jahrhundert schon lange kein linearer, sondern ein multioptionaler Prozess“, so Stefan Fischer-Fels. „Das Theater für Kinder in der Zukunft wird vielfältiger, interkultureller, digitaler und multioptionaler sein. Die Theatermacher werden sich noch mehr ihrer Verantwortung, diese Zivilgesellschaft mit zu gestalten, bewusst werden müssen.“ Was das konkret bedeuten wird, das wird man in den nächsten Jahren im GRIPS Theater und beim nächsten „berliner kindertheaterpreis“ hoffentlich entdecken können.


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