GASAG leitet Stilllegungsverfahren für Erdgasspeicher ein – Außerbetriebnahme bis 2023 geplant

21. Dezember 2016 – Die GASAG wird 2017 ein Stilllegungsverfahren für den Berliner Erdgasspeicher einleiten, das Anfang der 2020er Jahre zur vorgezogenen Außerdienststellung der 1992 in Betrieb gegangenen Anlage führen wird. GASAG-Vorstandsvorsitzende Vera Gäde-Butzlaff: „Die Speicherung von Erdgas wird aufgrund des anhaltend großen Angebotes von Gas auf dem Markt bereits seit Jahren wirtschaftlich immer weniger sinnvoll. Eine Perspektive für eine Änderung dieser Situation sehen wir nach umfassenden Analysen nicht. Sicherheit und Berechenbarkeit der Versorgung bleiben voll gewährleistet: Das europäische Verbundnetz und die über 80 vorhandenen Speicher bieten weiterhin ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit.“

Ab Sommer 2017 wird der Speicher nicht mehr befüllt. In diesem Kontext wird das Stilllegungsverfahren in Kontakt mit dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe eingeleitet. Die Stilllegung und der Rückbau werden höchsten Sicherheitsansprüchen gerecht werden.

Der überwiegende Teil der 28 Beschäftigten des Gasspeichers wird auch in den kommenden Jahren für eine ordnungsgemäße Durchführung des Stilllegungsverfahrens seine Funktion weiter ausüben können. Die Suche nach sozialverträglichen Lösungen für die Folgezeit steht wie in der Vergangenheit für die GASAG im Vordergrund.

Vera Gäde-Butzlaff: „Sollten sich die Marktsituation oder die energiepolitischen Rahmenbedingungen fundamental ändern, können wir in den nächsten zwei bis drei Jahren diese Entscheidung überprüfen. Die GASAG ist sehr offen dafür, das genannte Zeitfenster für gemeinsame Lösungen mit der Landes- und Bundespolitik zu nutzen, wenn daran ein Interesse besteht.“

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