Neuer CO2-Preis macht Erdgas-Tarife teurer – das Ziel ist mehr Klimaschutz

3.11.2020 – Mit der Einführung des CO2-Preises ab 2021 passt die GASAG den Preis für Erdgas an. Ab dem 1. Januar erhöht dieser den Arbeitspreis pro Kilowattstunde Erdgas um 0,54 Cent (Brutto). Der CO2-Preis für Verkehr und Wärme ist Herzstück des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung und fällt für alle Energieträger an, die CO2-Emissionen verursachen, neben Erdgas sind das vor allem Heizöl, Benzin und Diesel. 2021 beträgt der Preis je Tonne CO2 25 Euro und ist von allen Energie-Anbietern in Deutschland zu entrichten, die Endverbraucher beliefern.

Die Mehrkosten sind abhängig vom individuellen Verbrauch. Aufgrund der Einführung des CO2-Preises, der Änderung der Umsatzsteuer von 16 Prozent wieder auf 19 Prozent sowie höherer Netzentgelte steigt der Preis für den Grundversorgungstarif GASAG|Erdgas Komfort. Bei einem Verbrauch von 12.000 Kilowattstunden für eine durchschnittliche Berliner Wohnungsgröße zahlen Kundinnen und Kunden rund 80 Euro mehr pro Jahr im Grundversorgungstarif. Für ein Einfamilienhaus mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden ergibt sich ein jährlicher Mehrpreis von rund 133 Euro.

Die GASAG berät Kundinnen und Kunden, wie Energie eingespart oder auf klimaschonende Tarife umgestellt werden kann, entweder im Kundenzentrum am Hackeschen Markt oder telefonisch. Erste Tipps gibt es unter www.gasag.de/energiesparen. Wer schon jetzt einen Teil seines Erdgases mit CO2-freiem Biogas ergänzen möchte, kann sich für den Tarif GASAG|Erdgas Bio 10 entscheiden. Bei diesem Tarif ist 10 Prozent Biogas aus regenerativen Rohstoffen enthalten.

Für eine CO2-neutrale Zukunft engagiert sich die GASAG beim Ausbau von Wasserstoff und von erneuerbaren Energien. Ihr Knowhow für eine klimaneutrale Energieversorgung von ganzen Quartieren setzt sie beispielsweise beim EUREF-Campus ein. Dort werden schon heute die Klimaschutzziele der Bundesregierung für 2050 erreicht.

Informationen zum Nachlesen rund um den CO2-Preis und um Verbrauch, Emissionen und Kosten zu senken, bietet die GASAG unter www.gasag.de/CO2-Preis.

Der CO2-Preis ist Teil des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG). Dessen Ziel ist es, einen Beitrag zur Energieeinsparung, zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Umstieg auf erneuerbare Energien im Wärmemarkt zu leisten. Fossile Brennstoffe mit einem hohen CO2-Ausstoß bei der Verbrennung werden stärker bepreist als solche mit einem vergleichsweisen niedrigen CO2-Ausstoß. Damit soll sich eine Lenkungswirkung entfalten. Hauseigentümer können so die Klimawirkung ihrer Heizung besser einschätzen und sich bewusst für ein klimaschonendes Heizsystem entscheiden. Mit dem Austausch veralteter Heizkessel gegen ein Erdgas-Brennwertgerät lassen sich bis zu 30 Prozent CO2 einsparen. Bei einem Energieträgerwechsel von Öl zu Gas steigt dieser Wert nochmals. Möglich ist auch die Kombination von Erdgas mit erneuerbaren Energien, etwa mit Solarthermie. Auch die GASAG hat dazu Angebote und fördert diese mit einer Umweltprämie.

Die Bundesregierung wird die Einnahmen durch den CO2-Preis in Klimaschutzmaßnahmen reinvestieren oder wird diese zum Teil an Bürgerinnen und Bürger durch Entlastung oder Förderungen zurückgeben.

AP-U-Luchner

Pressesprecherin

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