Ein zweites Leben für Kartoffelschalen

Heute geht der Trend endlich wieder zur „Zweitnutzung“ von Lebensmitteln. Aus vielen vermeintlichen Lebensmittelabfällen können noch wunderbare Gerichte gezaubert werden – das weiß Jilianne Schröder, Kochfee und Mitbegründerin von „DingsDums Dumplings“ in Kreuzberg. Das kleine Imbissrestaurant am Görlitzer Park setzt ein echtes Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung: Die dort angebotenen köstlich gefüllten Teigtaschen bestehen fast ausschließlich aus Lebensmittelüberschüssen von Supermärkten, die sonst weggeworfen werden würden. Hier verrät uns Jilianne Schröder, wie man aus alten Kartoffelschalen einen leckeren Snack für Gäste zaubern kann. Und dass Pesto nicht immer nur aus Basilikum gemacht sein muss:

Kartoffelschalen-Chips mit Portulak-Pesto

Zutaten (für 4 Personen):

Frische oder zuvor eingefrorene Schalen von 8-12 Kartoffeln
200 g Portulak-Blätter (das Kraut gibt es in jedem besser sortierten Supermarkt)
50-100 g Kürbiskerne und Leinsamen
Schale sowie die Hälfte des Saftes von 1 Bio-Orange
8 Löffel Olivenöl
1 Löffel Kürbiskernöl
1 Löffel Honig
Salz und Pfeffer
Nach Belieben: 4 Löffel Naturjoghurt

Zubereitung:


Für die Kartoffelchips den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. 
Die ungewürzten Kartoffelschalen auf dem mittleren Blech mit Backpapier 15-20 Minuten knusprig goldbraun backen. Erst im Anschluss mit Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver würzen.

Währenddessen für den Portulak-Dip alle weiteren Zutaten zu einer gleichmäßigen Masse im Mörser oder Mixer verarbeiten. Fertig!

 

Übrigens: Wer mehr Portulak eingekauft hat, als er für das Rezept benötigt, kann diesen ganz einfach konservieren. Dazu einfach das Kraut in ein Gefäß mit Deckel geben, gut salzen und mit Essig übergießen, bis es vollständig von der Flüssigkeit bedeckt ist. Anschließend das Gefäß gut verschließen und in den Kühlschrank stellen. „So kann der Portulak auch noch drei Wochen später genossen werden“, verrät Schröder. „Zum Beispiel zur Verfeinerung von Salaten und Omeletts oder als leckerer Spinatersatz, in der Pfanne zubereitet mit Feta.“