Zehn tolle Sharing-Tipps

Wenn alle alles besitzen, dann kommt ganz schön viel Zeug zusammen. Deshalb setzt sich Sharing – also „Teilen“ – immer mehr durch. Wir haben hier zehn tolle Teilhaber-Tipps zusammengetragen – die aber nicht immer nur mit dem Teilen von Dingen zu tun haben. 

1. Viel zu schade zum Wegwerfen: To Good To Go

Mittags eine riesige Portion vom Buffet eines schicken Hotels holen, für 3,99 Euro? Das geht, dank der App „Too Good To Go“: Allein in Deutschland werden jedes Jahr 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, davon zehn Millionen vermeidbare Abfälle. Das Team von „Too Good To Go“ wollte da nicht mehr länger tatenlos zuschauen – und entwickelte seine App. Hotels, Supermärkte und Cafés können darüber überschüssiges Essen verkaufen, die Endverbraucher leckere Mahlzeiten retten – und zu vergünstigten Preisen schlemmen.
www.toogoodtogo.de

2. Auf gute Nachbarschaft: Nextdoor

„Nextdoor“ ist ein Online-Nachbarschaftsnetzwerk: Ob man kurzfristig einen Babysitter braucht, einen Betonbohrer ausleihen will, Veranstaltungsräume im Kiez sucht oder sich zum Thema Sicherheit im eigenen Viertel austauschen will: Auf Nextdoor kann man das per App oder online in einem geschützten Raum tun – alle Mitglieder verwenden ihren richtigen Namen und haben ihre Adresse bestätigt, es ist also sichergestellt, dass ein Austausch wirklich nur unter Nachbarn stattfindet.
www.nextdoor.de

3. Teilen ahoi: Boatsharing Berlin

Eine äußerst praktische Angelegenheit für alle, die leidenschaftlich gern mit dem Boot unterwegs sind, aber den Aufwand oder die Kosten einer eigenen Anschaffung scheuen: Beim „Boatsharing“ teilen sich maximal fünf Nutzer eine Saison lang von April bis Oktober ein Segel- oder Motorboot. Jeder bekommt einen eigenen Schlüssel, trägt – auch kurzfristig, zum Beispiel einen Tag vorher – ein, wann und wie lange er das Boot benutzen möchte, und ab geht es aufs Wasser.
www.boatsharing-berlin.de

4. Garten sucht Freund: Datschlandia

„Geteiltes Gärtnern, doppelte Freude“: Das ist das Motto von „Datschlandia“. Das kostenlose Portal will Pächter und Pächterinnen von Kleingärten mit Leuten zusammenbringen, die Lust haben, eine Saison lang mitzugärtnern und zu ernten. Denn durchschnittlich wird ein Kleingarten weniger als zweimal die Woche genutzt – fünf bis sechs Tage pro Woche also, an denen der Garten verwaist. Eine junge Familie, der Single mit dem grünen Daumen oder das Großstadtpaar mit zu wenig Zeit für einen eigenen Garten – sie alle erfüllen sich ihren Traum vom Grün, und Pächter, die ja oft schon im fortgeschrittenen Alter sind, bekommen Unterstützung, um ihren Garten in Schuss zu halten.
www.datschlandia.de

5. In andere Welten surfen, äh eintauchen: Couchsurfing

Couchsurfer haben auf Partys oft die wildesten Geschichten zu erzählen: Kein Wunder, tauchen sie doch ungefiltert ein in das Leben von Menschen überall auf der Welt, die über das Portal „Couchsurfing“ einen kostenlosen Schlafplatz in ihren eigenen vier Wänden anbieten – sei es in der winzigen Studentenbude, auf dem Bauernhof, im Penthouse, im chaotischen Familienwohnzimmer. Klar, ein Hotel wäre womöglich luxuriöser – aber Insidertipps, oft eine kostenlose Stadtführung und ein authentischer Einblick in die Kultur eines Landes klingen doch auch nicht schlecht!
www.couchsurfing.com

6. Gleichgesinnte treffen und was Neues lernen: Meetup

Die meisten von uns wünschen sich, endlich mal wieder etwas Neues zu erleben, wieder etwas zum ersten Mal im Leben zu machen – unser Alltagstrott, das Gefühl der Überlastung oder die Bequemlichkeit kommen aber so oft in die Quere. Koreanisch kochen lernen? Eine Smartphone-App programmieren? Für den Marathon trainieren? Endlich einer sozialen Bewegung beitreten? Wer sich beim Online-Dienst „Meetup“ anmeldet, kann Gruppen beitreten, die weltweit ähnliche Interessen verfolgen und die sich auch im echten Leben kennenlernen möchten.
www.meetup.com/de-DE

7. Ein Produkt kaufen, ein gleichwertiges spenden: Share

Bei „Share“ geht es um sozialen Konsum: Die Initiative basiert auf dem 1+1-Prinzip: Bei jedem Kauf eines „Share“-Produkts wird ein gleichwertiges Produkt an einen bedürftigen Menschen verteilt. Die Produktpalette umfasst bei Lebensmitteln Nussmischungen, Riegel und Schokolade, außerdem Mineralwasser und Seife, entsprechend den drei Bereichen Ernährung, Trinkwasserversorgung und Hygiene, in denen die Initiative weltweit helfen will. Auf jedem „Share“-Produkt findet sich ein Tracking-Code, der den Kunden anzeigt, wo genau das „plus 1-Produkt“ ankommt. Die Produkte gibt es im Onlineshop und bei dm und Rewe.
www.share.eu

8. Bequem und günstig nach Hause: Berlkönig

Eine herrliche Angelegenheit für alle, die zum Beispiel nicht selbst Auto fahren, die keine Lust auf drei Mal umsteigen mit Bus und Bahn haben oder spätabends einfach unkompliziert und schnell nach Hause wollen und die hohen Kosten für ein Taxi scheuen: Wer die „Berlkönig“-App der BVG installiert hat, gibt seinen Start- und Zielpunkt in Berlin ein, und bekommt angezeigt, in wie vielen Minuten einer der „Berlkönig“-Vans da sein kann und wie viel das kostet. Einstiegsort ist meist die nächste Straßenecke. Auf der Strecke werden dann oft noch weitere Leute aufgegabelt. Billiger als ein Taxi, ähnlich komfortabel und viel nachhaltiger, weil das Fahrzeug ja mehrfach besetzt ist.
www.berlkoenig.de


9. Endlich Teilzeit arbeiten mit Wertschätzung: Tandemploy

Teilzeit arbeiten hat einen miesen Ruf – obwohl sich so viele Menschen wünschen, weniger zu arbeiten und mehr Zeit für Privates zu haben. Wer aber zum Beispiel als Führungskraft nach Teilzeitjobs sucht, den empfängt in der Regel gähnende Leere. Die Plattform „Tandemploy“ will diesen Zustand endlich ändern und vernetzt Firmen, die Teilzeit offen und wertschätzend gegenüberstehen – und auch Arbeitnehmer, die sich vorstellen können, einen Bereich oder eine Stelle mit jemandem zu teilen. 
app.tandemploy.com/de/home

10. Das All-inclusive-Büro: WeWork

Für alle, die „freischaffend“ und „Einzelkämpfer“ sind (mittlerweile ja ein Trend) und die nach Anschluss suchen, sind Coworking Spaces die perfekte Lösung: Da ist nämlich immer jemand, mit dem man sich austauschen und Gedanken teilen kann. „WeWork“ bietet genau solche Sharing-Büroflächen – für jeden Anlass und jede Unternehmensgröße, inklusive Annehmlichkeiten wie schnellem Internet, gutem Kaffee, hippem Interieur und Feierabendbier im Kreise Gleichgesonnener. Alle Verträge werden auf Monatsbasis abgeschlossen, sodass zum Beispiel kleinere Start−ups flexibel auf Veränderungen reagieren können und nicht monatelang auf einem viel zu kleinen oder großen Büro sitzen bleiben.
www.wework.com