Sommer, Sonne, kühles Nass: Die besten Badestellen in und um Berlin

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Die Sonne lacht, die Temperaturen steigen und das Eis schmilzt schneller in der Hand, als wir es essen können. Zeit für eine kleine Abkühlung: Hier sind die besten Badeorte in und um Berlin – zum Schwimmen, Planschen oder um einfach gemütlich auf dem Strandtuch abzuhängen

Und für alle, denen diese zehn Tipps noch nicht reichen, gibt es jetzt auch einen Guide, der die 50 schönsten Seen in und um Berlin samt 140 Badestellen vorstellt: „Take Me to the Lakes – The Berlin Edition“. Erschienen ist der großzügig gestaltete Bildband bei „The Gentle Temper“, er kostet als Softcover 19,90 Euro

www.takemetothelakes.com

1. Nostalgie in Reinickendorf: das Seebad Heiligensee

Zugegeben, im einzigen Freibad am ansonsten privaten Heiligensee hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 1908 nicht viel verändert. Aber gerade das macht seinen Charme aus: Am Imbiss gibt es kein Wellnessfood, sondern noch echte Fritten. Die Liegewiese ist umsäumt von herrlich schrulligen Gartenlauben von anno dazumal. Und selbst der Drei-Meter-Sprungturm am Ende des langen Steges sieht noch genauso aus wie auf den Fotos aus den 1930er Jahren. Also ab auf den Turm, ein bisschen in alten Erinnerungen an die eigene Freibadkindheit schwelgen – und dann nichts wie rein ins kühle Nass!

Adresse:
Sandhauser Straße 132-140, 13503 Berlin

Standort mit Google Maps anzeigen.

Internetauftritt:
https://de-de.facebook.com/SeebadHeiligensee/

2. Nichts für Hunde: Badestelle Südufer Schlachtensee

Der knapp 5,5 Kilometer lange Uferweg rund um den schlauchförmigen Schlachtensee in Zehlendorf ist nicht nur unter Joggern eine beliebte Adresse. Hier gibt es entlang des Seerundwegs zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten zum Baden. Ein Vorzug, den auch Hundebesitzer lange zu schätzen wussten. Mittlerweile sind Hunde am See aber verboten. Manchen Schwimmer wird das freuen. Für Familien mit Kindern eignet sich die zentrale Badestelle nahe des altehrwürdigen Restaurants „Fischerhütte Schlachtensee“. Der Einstieg ist hier besonders flach und sandig. Außerdem gibt es neben dem Biergarten einen Spielplatz.

Adresse:
Am Schlachtensee 1, 14129 Berlin

Standort in Google Maps ansehen.

3. 1,3 Kilometer Sandstrand: Strandbad Wannsee

Europas angeblich größtes Binnenseebad ist zwar kein richtiger Geheimtipp, aber ein Muss für alle, die sich als Berliner bezeichnen oder zumindest schon einmal das Lied „Pack die Badehose ein“ von Conny Froboess auf den Lippen hatten. Das Strandbad Wannsee hat mit knapp 1,3 Kilometern nicht nur den längsten Badestrand Berlins, sondern verfügt auch über jede Menge Strandkörbe und einen ausgewiesenen FKK-Bereich. Ostseebad-Flair in der Hauptstadt: Kein Wunder, dass schon manch ein Berliner seinen Sommerurlaub hier verbracht hat.

Adresse:
Wannseebadweg 25, 14129 Berlin

Standort mit Google Maps ansehen.

Internetauftritt:
https://www.berlinerbaeder.de/baeder/strandbad-wannsee/

4. Idyll im Naturschutzgebiet: Sacrower See

Wer es etwas beschaulicher mag, der kommt am besten an den mitten im Naturschutzgebiet Königswald gelegenen Sacrower See nordöstlich von Potsdam: fantastische Wasserqualität, angenehm sandiger Einstieg und trotz seiner Nähe zu Berlin nicht zu überlaufen. Über dem waldumsäumten See herrscht dank des Motorbootverbots eine angenehme Stille, die höchstens durch das Surren der Mücken getrübt wird. Oberhalb der Badestelle am Nordufer lockt ein Restaurant mit einem netten kleinen Biergarten.

Adresse:
Seepromenade 99, 14476 Potsdam

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Internetauftritt Restaurant:
https://www.landleben-potsdam.de

5. Für Faulpelze: Strandbad Plötzensee

Für alle faulen Großstädter, die sich nach einer Erfrischung im Wasser sehnen, aber weite Wege scheuen, lohnt sich der Plötzensee im Wedding. Mitten im Berliner Zentrum gelegen, wartet das am Natursee gelegene Freibad mit einer historischen Bäderkulisse auf, die für Familien, Sportfanatiker und Erholungsuchende gleichermaßen etwas zu bieten hat. Unter anderem sind ein Abenteuerspielplatz, ein Beachvolleyballfeld und ein Fußballkäfig vorhanden. Achtung „Tschick“-Fans: Hier hat auch der Autor Wolfgang Herrndorf gerne gebadet!

Adresse:
Nordufer 26, 13351 Berlin

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Internetauftritt:
http://www.strandbad-ploetzensee.de

6. Auf den Spuren der SED: Waldbad Liepnitzsee

Wer sich den Sprung ins Wasser erst noch erarbeiten will, der sollte das Waldbad Liepnitzsee ansteuern: Versteckt zwischen Buchen gelegen, ist es die letzten 1,3 Kilometer nur auf dem Fußweg erreichbar. Aber der Weg lohnt sich, das wusste schon Walter Ulbricht. Der hatte die Bucht mit dem malerischen Blick auf den See einst zur privaten Badestelle erklärt. Die Öffentlichkeit hatte damals keinen Zutritt. Jetzt schon: Das Auto kann gegenüber der Brandenburgklinik geparkt werden. Von dort aus führt ein Wanderweg um den See herum. Wer zum Waldbad will, geht links herum.

Adresse Parkplatz Brandenburgklinik:
Brandenburgallee 1, 16321 Bernau

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7. Alles im Fluss: Havel-Badestelle Kuhhorn

Mal keine Badestelle am See, sondern am Fluss: der Havel. Hier gibt es zahlreiche Bademöglichkeiten entlang des Ufers, teilweise bewacht von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft DLRG. Der Badestrand Kuhhorn lohnt sich aber besonders, weil er etwas abseits und daher weitestgehend unbemerkt neben einer größeren Badestelle an der Spitze der Landzunge Schildhorn im Grunewald liegt. Perfekt auch zum Beobachten der zahlreichen Schiffe und Boote, die in der Ferne vorbeischippern.

Adresse:
Straße am Schildhorn 7, 14193 Berlin

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8. Auf der Spree: Badeschiff an der Arena

Nicht jeder schwimmt gern mit den Fischen im Flusswasser um die Wette. Ihm sei das Badeschiff in Treptow wärmstens empfohlen: Berlins einziges Schwimmbecken in der Spree. Möglich macht das ein mit Süßwasser gefüllter und zum Schwimmbad umgebauter Kahn. Der Blick auf die gegenüberliegende Mediaspree ist zu jeder Tageszeit spektakulär. Dank der vorhandenen Cocktailbar lohnt er sich bei Sonnenuntergang aber besonders. Auch Menschengucken macht hier Spaß. Der vermutlich lässigste Badeort, um den Tag ausklingen zu lassen.

Adresse:
Eichenstraße 4, 12435 Berlin

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Internetauftritt:
http://www.arena.berlin/veranstaltungsort/badeschiff/

9. Mit Beach-Bar-Ambiente: Strandbad Weißensee

Ein See, den man besuchen sollte, solange es ihn noch gibt: Der Weiße See ist wegen des geringen Niederschlags in Berlin vom Austrocknen bedroht. Noch aber kann man dort gut mit der Familie planschen gehen. Wer die Massen nicht scheut, findet hier zudem im Hochsommer netten Beach-Bar-Flair bis 24 Uhr. Außerdem ist die Freilichtbühne am Weißen See direkt nebenan. Also ab ins Wasser und anschließend mit Badehose ins Kino. Oder vielleicht doch lieber mit den Kindern Damwild angucken gehen? Auch ein Tiergehege lockt in der Nachbarschaft.

Adresse:
Berliner Allee 155, 13088 Berlin

Internetauftritt:
http://www.binbaden.com

10. Ziemlich entspannt: Badestrand Kleiner Müggelsee

Während sich an heißen Tagen in den Strandbädern am Großen Müggelsee die Menschen gegenseitig auf die Füße treten, kann man hier am Kleinen Müggelsee auf der mitten im Kiefernwald gelegenen Badestelle noch herrlich sein Handtuch ausbreiten und ein Buch schmökern. Es sind sowohl Sonnen- als auch Schattenplätze im Sand vorhanden. Wer braucht schon Tretbootverleih, Wasserburg und Beachvolleyballfeld, wenn er stattdessen einfach nur seine Ruhe haben kann?

Adresse:
Hinter der Düne 8, 12559 Berlin

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