Eisbaden, Märchenerzählern lauschen oder behaglich am Kaminfeuer speisen

Wer sagt eigentlich, dass der Berliner Winter die ungemütlichste Jahreszeit sein muss? Hier gibts die zehn besten Freizeittipps gegen den Hauptstadt-Winterblues. Einzige Bedingung ist, vor die Tür zu gehen.
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© Kai Heimberg

1. Alpin vor dem Kaminfeuer dinieren: im Châlet Suisse

Verlaufen Sie sich doch einmal wie Hänsel und Gretel im (Grune-)Wald! Wenn Sie dann hungrig und durchgefroren auf ein rot-weiß gestreiftes Holzhäuschen mit qualmendem Schornstein stoßen, zögern Sie nicht einzutreten. Denn im Châlet Suisse wartet nicht nur ein muckelig-warmes Kaminfeuer im lauschigen Ambiente, sondern auch vorzügliches Essen mit schweizerischem Einschlag. Und das kocht garantiert keine böse Hexe!

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2. Vorweihnachtliches Schlemmen auf dem Naschmarkt: in der Markthalle Neun

Ein kleiner Tipp vorweg: Man sollte hungrig hierherkommen. Denn das Angebot an süßem Naschwerk ist beim am 3. Dezember in der Markthalle Neun stattfindenden Naschmarkt immens. Alles kommt ohne künstliche Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker aus und stammt von kleinen, regionalen Manufakturen. Wenn man am Ende die Kreuzberger Markthalle erschöpft, aber glücklich wieder verlässt, hat man zwar ein Kilo mehr auf den Rippen. Aber im Winter verbrennt unser Körper ja auch viel mehr Energie!

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3. Berlins höchste Eislaufbahn: auf dem Dach des Bikini-Haus

Wer keine Lust auf hektische Weihnachtseinkäufe und genervte Passanten auf dem Ku’damm hat, der sollte sich an den Einkaufstüten vorbei auf das Dach im zweiten Stock des Bikini-Hauses durchkämpfen. Hier lädt eine 220 Quadratmeter große Eisbahn mit Blick auf die Gedächtniskirche zum täglichen Schlittschuhlaufen ein. Wer keine eigenen Schlittschuhe besitzt, kann vor Ort welche leihen. Oder sich bei den Hütten nebenan etwas zu essen und zu trinken holen – und den Menschen auf dem Eis schadenfroh beim Ausrutschen zusehen.

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4. Die besten Rodelhänge der Stadt

Zugegeben, Berlins höchste Erhebung, die Arkenberge, ist nur eine 120,7 Meter hohe, unrühmliche Anhäufung aus Bauschutt. Und auch das Berliner Umland kommt nicht gerade gebirgig daher. Aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Rodelhügel: Sobald sich die erste zarte Schneeschicht über die Stadt gelegt hat, sieht man die Berliner deshalb wieder zahlreich mit ihren Schlitten ausschwärmen und sich tollkühn jede noch so kleine Erhebung hinunterstürzen. Wo sich die besten Rodelhänge der Stadt befinden, erfährt man hier.

5. Nichts für Warmduscher: Eisbaden im Orankesee

Falls Sie zu denjenigen gehören, die schon im Sommer mit den Füssen in auf 18 Grad temperierten Badeseen das große Zittern kriegen, dann überspringen Sie diesen Tipp besser. Allen anderen sei ein Eisbad mit Gleichgesinnten im Orankesee empfohlen. Treffpunkt der Berliner Seehunde ist jeden Sonntag um 10 Uhr am Strandbad. Auf ihrer Website kann man sich vorab über die aktuellen Wasser- und Lufttemperaturen informieren. Eingefleischte Seehunde erkennt man übrigens daran, dass sie beim Schwimmen im eisigen Wasser eine Mütze auf dem Kopf tragen.

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6. Kräftemessen beim Eisstockschießen: im „Café am Neuen See“

Mögen Sie Boule-Spielen? Dann können wir Eisstockschießen empfehlen. Bei dieser Sportart geht es nämlich ganz ähnlich zu, wenn auch auf dem Eis. Ausprobieren lässt sich das auf einer 20 Meter langen Eisstockbahn am Café am Neuen See: Zwei Mannschaften treten gegeneinander an und versuchen den eigenen Eisstock so nah wie möglich an die in der Mitte des Spielfelds liegende „Daube“ zu schieben. Nebenbei bleibt genug Zeit zum Unterhalten (und Glühweintrinken).

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7. Nostalgischer Weihnachtsmarkt: in den Späth’schen Baumschulen

Keine Diskussion, der Gang auf den Weihnachtsmarkt muss sein! Es müssen ja nicht immer die schrecklich überlaufenen Märkte in der Innenstadt sein. Wer besinnliche Atmosphäre für die ganze Familie sucht, geht lieber auf den Weihnachtsmarkt in den Späth’schen Baumschulen. Dort gibt es statt Made-in-China-Ware noch echtes Kunsthandwerk zu kaufen. Außerdem brutzelt ein echtes Lagerfeuer, es gibt köstlichen Obstglühwein und eine eindrucksvolle Weihnachtskrippe aus Südtirol. Und wer mag, sucht sich vor Ort auch gleich seinen Weihnachtsbaum für zu Hause aus.

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8. Es war einmal ... : in der Märchenhütte im Monbijoupark

Mag sein, dass das Leben die besten Geschichten schreibt. Aber die besten Geschichtenerzähler gibts definitiv in der Märchenhütte im Monbijoupark. Das aus zwei hundert Jahre alten polnischen Holzhütten bestehende Ensemble gibt von November bis Februar Märchenklassiker von Hans Christian Andersen und den Gebrüdern Grimm zum Besten. Dann kann man in den urigen Hütten wieder sagenhaften Erzählungen lauschen, während im Hintergrund das Kaminfeuer knistert und draußen vor den Fenstern der Schnee rieselt.

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9. Zauberwelt für die ganze Familie: im Weihnachtscircus Roncalli

Er hat längst schon Tradition, der Roncalli Weihnachtscircus im Tempodrom. Vom 14. Dezember bis zum 2. Januar heißt es endlich wieder „Manege frei!“ für halsbrecherische Akrobatik in schillernden Kostümen und Clowns, bei denen man nicht bloß müde lächelt, sondern Tränen lacht. Ein visuelles Spektakel, das seine Zuschauer raus aus der Realität in eine Weihnachtstraumwelt entführt. Und das Beste: Wie alle Geschichten, die Roncalli erzählt, kommt auch diese ganz ohne wilde Tiere aus.

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10. Cocktail-Party in der eigenen Küche: mit DIY-Sets vom Drink-Syndikat

Es hat schon was, sich an einem dunklen Winterabend auf einen gepflegten Drink in einer gemütlichen Bar zu verabreden. Wäre da nur nicht der Weg durch die Eiseskälte. Das hat schon so manchen dazu veranlasst, seine Verabredung kurzerhand sausen zu lassen und den Barhocker gegen das heimische Sofa einzutauschen. Zum Schluss also doch noch einen Tipp für Stubenhocker: Das Drink-Syndikat liefert die Bar-Atmosphäre einfach nach Hause – in Form von liebevoll zusammengestellten Kisten aus Spirituosen und handverlesenen Zutaten, Cocktail-Rezepte aus renommierten Bars inklusive. Bliebe noch die Frage: gerührt oder geschüttelt?

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