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Das sind Berlins schönste Leuchtreklamen

Berliner Erleuchtungen

Was wäre Berlin nur ohne all die bunten und strahlenden Leuchtreklameschilder? Gerade jetzt, wenn die Tage wieder kürzer werden und es früher dunkel wird, weisen sie uns den Weg durch den Berliner Großstadtdschungel. Die leuchtende Werbung hebt Details aus dem Verborgenen hervor, die wir im Hellen oft gar nicht wahrnehmen. Oder sie gibt uns Orientierung wie beispielsweise das leuchtende „Berliner Ensemble“, das schon aus weiter Ferne erkennbar ist. Viele Reklameschilder befinden sich seit Jahrzehnten an gleicher Stelle, haben ihre ganz eigene Historie. Mareike und Judith von Berlin-Ick-Liebe-Dir haben für uns ihren liebsten Reklamen beim Leuchten zugesehen.

Das Coca-Cola-Schild am Spittelmarkt

Das Reklameschild, das wohl wie kein anderes die Geschichte Berlins markiert, ist die Coca-Cola-Reklame am Spittelmarkt. Warum? Es war das erste westliche große Werbeschild dieser Art. Kurz nach der deutschen Wiedervereinigung wurde es auf dem Spitteleck, einem Wohnhaus, angebracht. Es markierte sozusagen den Einzug des Kapitalismus in das Gebiet der ehemaligen DDR. Gerade Coca-Cola stand als Marke sinnbildlich für den Westen und es wirkt beinahe so, als wollte der Limonadenhersteller schnellstmöglich sein neues Revier markieren. Vor diesem Hintergrund ist die Coca-Cola-Reklame nicht einfach nur Werbung, sondern ein Teil der Berliner Geschichte. Übrigens diente das Spitteleck samt Leuchtreklame schon als Drehplatz für den Hollywoodfilm „Die Bourne Verschwörung“. 

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Im Ostteil Berlins die erste ihrer Art: Werbung auf dem Hochhaus am Spitteleck

Kranzler Eck

Von der einstigen Institution des Kaffeehauses Café Kranzler ist heute nur noch die Leuchtreklame übrig. Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, wird uns das Schild aber noch viele weitere Jahre erhalten bleiben. Bis 1999 war die Filiale in Charlottenburg ein beliebter und stets gut besuchter Ort für Touristen, Promis und Kaffeeliebhaber. Das erste Café Kranzler eröffnete übrigens bereits 1825 in der Friedrichstraße. Heute führt die Kaffeerösterei The Barn die Kaffeehaustradition im Kranzler Eck fort.

Ankerklause

Die Ankerklause ist Berlins Hafenbar Nummer 1 – nur eben ohne Hafen. Die beliebte Eckkneipe bietet zwar auch tagsüber Speisen an, legendär sind jedoch die Nächte, die ihr dort verbringen könnt. Zwischen wunderschön kitschig-maritimen Dekoartikeln könnt ihr der Musik aus der Jukebox lauschen. Noch viel schöner ist jedoch der Außenbereich direkt über dem Landwehrkanal. 

Curry 36

Angefangen hat alles mit dem Verkauf aus einem Holzwagen heraus. Vor einem Hauseingang auf dem Mehringdamm wurde sogenannte Kesselware angeboten. Die Hausnummer 36 verlieh dem späteren Currywurststand dann seinen Namen. 1980 übernahm das Ehepaar Stenschke den Imbiss und baute ihn zu einem kleinen Currywurst-Imperium aus. Die Kult-Currywurst ist heute dank vieler Reiseführer ein Must-Eat für Berlinbesucher. Inzwischen wurde das Angebot sogar auf vegane Currywurst ausgedehnt. Neben den beiden Standorten am Mehringdamm und Bahnhof Zoo dürfen sich alle Fans bald auf weitere Filialen am Hauptbahnhof und S-Bahnhof Warschauer Straße freuen. 
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Photoautomat

Kennt ihr die Geschichte hinter den beliebten Kultobjekten? Die altmodisch mit „Ph“ geschriebenen Fotoautomaten, die uns alle mit ihren körnigen Schwarzweißfotos magisch anziehen, halten so viele schöne Momente fest. Pärchen beim Date, Clubgänger und Spaziergänger lieben sie mindestens genauso wie die Touristen. Die alten Geräte aus den 1960er-Jahren lassen zwar vermuten, dass sie auch wirklich schon seit rund 60 Jahren an ihren Standorten stehen. Tatsächlich wurde der erste seiner Art aber erst 2004 in der Nähe des Rosenthaler Platzes aufgebaut. Auf die Idee kamen Asger Doenst und Ole Kretschmann während einer Geschäftsreise in Zürich, wo sie auf die Photoautomaten der Brüder Balke stießen. Begeistert von den kleinen, analog geschossenen Bildchen etablierten sie die Idee in Berlin und später auch in vielen anderen Städten. 

SO36

Kreuzberger Nächte sind lang und das SO36 gehört unverrückbar dazu. Die bewegte Geschichte der Location lässt sich bis auf das Jahr 1912 zurückverfolgen. Damals sollte das Gebäude als Lichtspielhaus dienen, zwischendurch beheimatete es einen Supermarkt oder ein Atelier. Erst im Jahre 1990 wurde das SO36 wieder als Veranstaltungsort aufgebaut und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit bei Berliner Clubgängern. Der Name stammt übrigens vom ehemaligen Postzustellbezirk Berlin Südost 36.