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Ab ins Grüne: Ferienausflug zum Ökowerk

Für kleine und große Entdecker: Der Natur auf der Spur im Ökowerk

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© Theresia Koch
Endlich Sommer! Endlich Ferien! Endlich ab in den Urlaub! Oder doch nicht? Gar nicht schlimm. Auch für Daheimgebliebene hat Berlin in den schönsten Wochen des Jahres einiges zu bieten – für die Kleinen genauso wie für die Großen. Und zwar nicht nur Freibad, Fußballplatz und Eisdiele, sondern eine Menge mehr. Zum Beispiel tolle Ausflugsmöglichkeiten an einen der zahlreichen Seen oder in den Grunewald. Ein Familienhighlight dort: das Naturschutzzentrum Ökowerk. Bereits besucht hat es die Hauptstadtmutti. Sie berichtet uns von der Färberwerkstatt für Kinder, Teichlandschaften voller Frösche und Libellen, wilden Gärten und anderen Entdeckungen:

Strahlend zeigt sich die Sonne am Himmel – der langersehnte Sommer ist zurück! Perfekte Voraussetzungen für einen Ausflug ins Ökowerk, das schon lange auf unserer Berlin-To-Do-Liste steht. Das Naturschutzzentrum befindet sich in Berlins ältestem Wasserwerk mitten im Grunewald, direkt am Teufelssee. Schon die Anreise ist sehr entspannt: Mit den Fahrrädern kutschieren wir in der S-Bahn bis zur Haltestelle Grunewald (alternativ geht auch Heerstraße), fahren dann zehn Minuten durch den Wald und entlang der Teufelsseechaussee. Je weiter wir die Zivilisation hinter uns lassen, desto mehr verschluckt der Wald die Autobahngeräusche, bis man sie schließlich gar nicht mehr hört. Und das ist auch gut so. Denn wir sind hier, um abseits der Stadt frische Luft zu atmen und die Ruhe der Natur zu genießen. Und etwas über sie zu lernen: Denn das Ökowerk ist auch Bildungsstätte und bietet an den Wochenenden unter anderem ein schönes Programm für die ganze Familie.  
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© Theresia Koch
Wir haben uns den Workshop „Die Färberwerkstatt“ herausgesucht, da wir seit dem letzten Ostereier-Färben mehr darüber wissen wollen. Unsere bunt zusammengewürfelte Gruppe besteht aus vier Erwachsenen, sechs Mädchen und vier Jungs im Alter von drei bis zehn Jahren. „Wenn die Eltern mit dabei sind, geht das auch schon ab drei, vier Jahren“, erklärt die Naturpädagogin Regina Höfele, die Ökowerk-Besuchern schon seit zwölf Jahren die Schönheit und das Potential der dort wachsenden Kräuter und Pflanzen vermittelt. Heute soll es also um die Frage gehen, aus welchen Pflanzen und Blättern natürliche Farbstoffe gewonnen werden können. Bei einem Spaziergang durch das Areal werden wir am Wegesrand, im Blütenbesuchergarten und auch im Giftgarten fündig: Wilde Malve, Johanniskraut, Holunderblätter, Rainfarn und auch die Brombeere sind natürliche Farbgeber. 

Weiter geht’s in der Werkstatt mit der Herstellung der Aquarellfarben. Die Kinder zerkleinern Rote Bete und pressen sie durch ein Sieb. Der Saft ergibt eine schönes Rot. Einen etwas anderen Rotton gewinnt man aus der Brombeere. Die Holunderblätter werden mit einem Mörser zerstampft und mit etwas heißem Wasser übergossen – fertig ist die Farbe Grün. Aus der ebenfalls mit (wenig!) heißem Wasser gemischten (getrockneten) Schwarzen Malve gewinnt man ein bläuliches Violett und für ein sattes Gelb rühren wir Kurkuma-Pulver an. Aus Schwarztee gewinnen wir Dunkelbraun und aus getrockneten Zwiebelschalen ein Hellbraun. Rot, Grün, Gelb, Blau und Braun – alle Farben haben wir (bis auf das Kurkuma) direkt aus dem Garten und ganz ohne Chemie gewonnen. Selbstverständlich müssen sie jetzt sofort ausprobiert werden! Und während sich die kleinen Botaniker mit viel Hingabe ans Werk machen, geben sie selbst das schönste Bild ab: zehn Kinder an einem großen Tisch, weltvergessen und ganz vertieft in ihre Malerei. 
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© Theresia Koch

Für große und kleine Naschkatzen gibt Regina Höfele übrigens auch den Workshop „Kräuter-Snack: Brennnesselcrossies und wilder Kaffee“, in dem schokoladige Naschereien aus der botanischen Schatzkammer des Ökowerks hergestellt werden. Ein Tagesausflug ins Ökowerk lohnt sich aber auch einfach so, ohne festen Programmpunkt. Überall auf dem Gelände gibt es viel zu entdecken: Frösche, Libellen und Zauneidechsen in der Teichlandschaft, einen Biogarten, Bienenschaukästen und einen großen Lehmbackhofen. Auf dem schönen Wasserspielplatz haben kleinere Kinder großen Spaß, und Technikverliebten sei das alte Wasserwerk ans Herz gelegt, das zwischen 1872 und 1969 Charlottenburg, Zehlendorf und Neukölln mit Wasser versorgte. Das restaurierte Gebäudeensemble besteht aus Maschinenhaus, Filterhallen, Rieseler und Schornstein und kann bei Führungen besichtigt werden. Wissensdurstige können zudem bei der interaktiven Ausstellung „Wasserleben“ experimentieren und sich dem Thema H2O spielerisch nähern. 

Als wir am frühen Abend wieder in der S-Bahn zurück nach Berlin sitzen, fühlen wir uns erholt, geerdet und der Natur einem Stück näher. Wir werden wiederkommen! 

Zusatztipps für den Ausflug: 
1. Mückenspray nicht vergessen!
2. Abkühlen im Teufelssee mit Blick auf die ehemalige Abhörstation auf dem Teufelsberg
3. Den Bio-Kuchen oder die Bio-Quiche im Ökowerk Bistro probieren 

Der Besuch des Ökowerk-Geländes ist frei, die Workshops kosten ab 3 Euro/Kind und ab 4 Euro/Erwachsenem. 

Als Berliner Traditionsunternehmen mit einer tiefen Verbundenheit zur Region ist die GASAG seit 2009 Sponsoring-Partner des Ökowerks Berlin. Das Engagement widmet sich Projekten aus den Bereichen Naturschutz im Berliner Grunewald sowie der Umweltbildung. Teil dessen sind unter anderem Führungen für verschiedene Zielgruppen sowie Thementage.