#läuftläuft

Wir zeigen Dir, was so läuft bei uns.

#ThinkAnders

InfraLab 2: So schön nachhaltig hier

Alt und gebraucht? Stehste doch drauf!

170210_Gasag_02_Blog_Detailseite_Infralab_Tuba_1

Stahl aus der Nachbarschaft, Arbeitstische vom Vormieter und der Fensterrahmen aus einer Büroauflösung. Was klingt wie ein Fall für den Flohmarkt, ist das Innenleben des InfraLabs Berlin, dem Co-Working Projekt von Berlins Versorgungsunternehmen auf dem EUREF-Campus in Schöneberg.

Seit Herbst 2016 teilen wir uns das Gebäude aus Baucontainern bekanntermaßen mit der Berliner Stadtreinigung (BSR), den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), den Berliner Wasserbetrieben (BWB), dem Energieversorger Vattenfall, Veolia Umweltservice, Stromnetz Berlin und der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg. Im Inneren hat sich die Designagentur Tuba Design aus München ausgetobt und nicht neu, sondern alt eingerichtet. Keine neuen Möbel, keine Inneneinrichtung aus dem Möbelhaus. Stattdessen: Upcycling.

Möbel und Materialien wurden wiederverwertet und daraus ein innovatives Büro geformt. Beim Einrichten des Containerkomplexes stand das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Darin ist Tuba Design seit Jahren Profi und versucht „für Kunde, Nutzer, Mensch und Umwelt das Bestmögliche herauszuholen“, betont Tuba-Chef Bruno. Bestes Beispiel: Im InfraLab sitzen wir auf Stühlen mit Vergangenheit. „Wir haben gebrauchte 800-Euro-Markendrehstühle hergerichtet, anstelle für das gleiche Budget neue bei IKEA einzukaufen“, erklärt Bruno. „Arbeitstische vom Vormieter wurden aufgewertet und ins Konzept eingegliedert.“ Die Arbeiten an den Tischen hat ein Betrieb direkt um die Ecke des InfraLabs übernommen. Auch darüber hinaus hat Tuba Design darauf geachtet, dass alle verwendeten Produkte aus Deutschland oder Europa kommen und Umweltsiegel tragen.

Bruno und sein Team erzählen uns: „Bei unserer Planung war es uns wichtig, im InfraLab Ideen und Zukunftsvisionen im Miteinander der dort arbeitenden Menschen zu befördern. Die gemeinsam genutzten Orte, wie Dorfplatz, Hang Out, Brain Room usw., sowie die unterschiedlichen Arbeitsräume haben wir mit einem interaktiven Möbelsystem ausgestattet.“

Heißt: Durch mobile Raumtrenner können zum Beispiel Arbeitsräume ganz einfach verändert werden und Whiteboards werden an Deckenhaken gehängt und nicht starr an die Wand geschraubt. 

170210_Gasag_02_Blog_Detailseite_Infralab_Tuba_2_MK
Deckenhaken und Wandleisten | © Michael Kleber

Wir denken Dinge neu. Gemeinsam.

Altem neues Leben geben ist fester Bestandteil der Arbeit von Tuba Design und hat der Designagentur auch den Recyclingdesignpreis 2015 eingebracht. Für altes Besteck mit neuem Emaille-Überzug. Kreativ und abwechslungsreich sind alle ihre Projekte. Von der Umgestaltung einer Krippe über den kompostierbaren Mülleimer bis hin zum Beutel für Nudelreste.

Ganz nebenbei ist bei der Gestaltung des InfraLabs der perfekte Ort für Selfies entstanden: eine Whitebox auf der Terrasse, Brunos absoluter Lieblingsort im Co-Working Space. „Zum einen weiß ich, was wir durch die Wiederverwendung allein an hochwertigem Plexiglas recycelt haben; aber auch, seitdem unser Fotograf verriet, dass es die perfekte Fotobox für Portraits und Selfies ist. Man wird durch die weißen transluzenten Flächen ringsum optimal ausgeleuchtet!“

170210Gasag02BlogDetailseiteInfralabTuba42
Pefekt für Selfies: Die Whiteboxes auf der Terrasse | © Michael Kleber

Vier Design-Studios hatten Pläne für den Berliner Containerkomplex eingereicht. Den Zuschlag bekam schließlich Tuba Design. „Vielleicht sind es die Gemeinsamkeiten von InfraLab und Tuba, die uns letztlich zusammenbrachten“, vermutet Bruno. „Wir denken Dinge neu. Gemeinsam. Wir suchen keine Kompromisse, sondern immer die bestmögliche Lösung.“ Und die heißt: Co-Working, innovativ und nachhaltig gestaltet.