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Utthita Trikonasana – Im Dreieck mit Heike

Ein Neuanfang durch Yoga

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Eigentlich lief für die gebürtige Berlinerin Heike Müller alles nach Plan: Nach der Schule studierte sie ihr damaliges Traumfach Landschaftsarchitektur in Essen, verbrachte bei studienbegleitenden Praktika viel Zeit in der Natur und nach ihrem Abschluss machte sie sich erfolgreich selbständig. Eigentlich. Denn alles kam ein bisschen anders.

„Ich saß sehr viel am Computer, zeichnete Pläne, telefonierte und schrieb Berichte. Dazu kam das viele Sitzen im Auto, da ich teilweise auf einzelne Wochentage verteilt in zwei bis drei Büros in Berlin und Brandenburg gleichzeitig arbeitete. Ich bekam Rückenschmerzen und vermisste die frische Luft, die Natur und das direkte Zusammenarbeiten mit anderen Menschen“, erzählt Heike, die obendrein begeisterte Reiterin ist. In ihrem Arbeitsalltag fand sie sich öfter am Schreibtisch, als ihr lieb war. Das ständige Hin und Her ließ ihr zudem kaum noch Zeit für sich selbst.

Im Yoga fand sie ihren Zufluchtsort. Schon während ihres Studiums nahm sie an Yogastunden teil und merkte, wie energiegeladen sie sich nach den Klassen fühlte. Dieses Gefühl ließ sie nicht mehr los. Dass sie einmal selbst hauptberuflich auf der Yogamatte stehen würde, konnte sie damals noch nicht ahnen. Doch das regelmäßige Trainieren der aus Indien stammenden geistigen und körperlichen Übungen wurde mehr und mehr zu einem festen Bestandteil von Heikes Leben. Sie folgte ihrem Herzen und begann trotz der Liebe zur Landschaftsarchitektur eine berufsbegleitende dreijährige Ausbildung zur Yogalehrerin. „Vor allem aus Neugierde“, sagt Heike, „denn Yoga-Lehrerin wollte ich eigentlich gar nicht werden.“ Mittlerweile arbeitet sie seit elf Jahren zusammen mit ihren Yogakollegen in einem schönen Studio in Prenzlauer Berg, seit sechs Jahren unterrichtet sie auch bei der GASAG.

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Utthita Trikonasana – das Dreieck ist Heikes absolute Lieblingsübung.

Vor Kurzem wurde Yoga von der UNESCO sogar zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. Für Heike ist das wahrscheinlich wenig überraschend. Ihre Lieblingsübung ist Utthita Trikonasana – das Dreieck: „Man steht fest verwurzelt mit den Füßen im Boden und dreht seinen Brustraum nach oben, den Blick Richtung Himmel gerichtet. Diese Stellung bedeutet für mich einerseits Verwurzelung in der Erde und eine Öffnung, Weichheit und Kontakt nach oben zum Himmel, zur Sonne.“

Außerhalb des Yogastudios entspannt Heike am besten zu Hause beim Vorlesen von Geschichten für ihre Kinder oder bei einem gemütlichen Ausritt durch den wunderschönen Kreuzbrucher Wald. Die Natur gibt ihr Energie. So oft es geht, findet man sie deshalb auch beim Spazierengehen an der Havel in Gatow oder beim Schwimmen in einem der schönen Seen in und um Berlin. Was sie sonst noch glücklich macht? Ihre Familie, ihre Schülerinnen und Schüler, mit Liebe gekochtes Essen, Zeit mit Freunden und freundlichen Menschen verbringen und dankbar sein, für das was ist. Frei nach dem Motto: lebe, liebe, lache.

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Lebe, liebe, lache – vor allem und gearde beim Yoga. Die dafür notwendigen Utensilien hat Heike hier mal hingelegt.

Das Beste an Yoga: Es lässt sich in jeden noch so stressigen Alltag integrieren und hilft bereits mit kleinen Übungen, entspannt und aufrecht durch den Tag zu kommen. Heike empfiehlt dafür diese Übung:  
„Sitze oder stehe aufrecht, die Füße hüftweit auseinander, fächere die Zehen auf und spüre den Kontakt der Füße zum Boden. Strecke die Körperseiten gleichmäßig nach oben, hebe den Brustkorb und bewege die Schulterblätter nach hinten unten. Halte die Nackenseiten gleich lang. Schaue mit weichen entspannten Augen in der Augenhöhe nach vorne oder schließe die Augen. Entspanne Deine Kehle, Gesichts- und Kaumuskeln. Im Sitzen lege die Hände weich auf die Oberschenkelansätze, im Stehen spreize die Finger. Die Handflächen zeigen in Richtung Oberschenkel, strecke Deine Arme nach unten. Atme drei- bis fünfmal ruhig und tief durch die Nase und beobachte dabei Deinen Atem. Löse diese Stellung langsam auf und behalte diese Aufrichtung im Körper den gesamten Tag bei.“
Und wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt: „Alles halb so wild. Aufstehen, Krone richten und weitermachen. Never give up. Wer bei der GASAG arbeitet, hat es einfach: Ihr kommt am Besten in meine Klassen dort. Ansonsten freue ich mich auf Euch in unserem Studio Yoga Pankow am S+U Schönhauser Allee.“

Namaste