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10 Tipps für ruhige Auszeiten

Stille in der Stadt: Um dem Großstadttrubel wirklich zu entfliehen, muss man raus aufs Land? Finden wir nicht – und treten mit diesen zehn Vorschlägen für Ruheoasen in der Stadt den Gegenbeweis an. Aber psst! Und bitte nicht weitersagen.

Zeiss Großplanetarium im Prenzlauer Berg

SPB; Foto: H.-F. Lachmann

1. Zeiss-Großplanetarium

Meditation im All
Mit einem Kuppeldurchmesser von 30 Metern ist das Planetarium eines der größten Sternentheater Europas, und unter dem Sternenzelt der Kuppel ein Konzert zu erleben oder etwa ein Stück aus dem „rbb-Hörspielkino unterm Sternenhimmel“ ersetzt jede Meditation. Das Programm ist vielfältig, für Kinder ab vier Jahren wird etwas geboten, zum Beispiel „Lars der kleine Eisbär“. Dazu verschiedene Entdeckungsreisen ins Weltall, diesseits und jenseits unserer Galaxis, für alle Altersgruppen. Am besten den Programm-Flyer auf der Website anschauen, etwas herauspicken – und in ferne Galaxien abtauchen.

Zeiss-Großplanetarium
Prenzlauer Allee 80 (Prenzlauer Berg)
Nur während Veranstaltungen geöffnet

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2. Leise-Park

Oase im Bötzowkiez
Den Namen dieses Parks haben sich Schüler einer naheliegenden Grundschule ausgedacht – und damit passt dieser wunderbar verwunschene und magische Ort im Prenzlauer Berg prima in unsere Sammlung. Auf dem ehemaligen Friedhof St. Marien – St. Nicolai wurde eine Ruheoase angelegt: Zwischen alten Grabanlagen und Grabsteinen und altem Baumbestand kann man abtauchen in verwildertes Gebiet, während der Trubel des Bötzow-Kiezes plötzlich ganz schön weit weg ist.

Leise-Park (Prenzlauer Berg)
Heinrich-Roller-Straße 24

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3. Comenius-Garten

Wie im Paradies
Besonders schön ist es hier im Frühling und im Herbst: im Frühling, wenn die Apfel- und Kirschbäume blühen, im Herbst, wenn unter den Bäumen Körbe stehen, die das herabfallende Obst auffangen und aus denen sich die Besucher bedienen dürfen. Am kleinen Eingangstor muss man klingeln, um in dieses kleine Paradies mitten im Richardkiez in Neukölln eingelassen zu werden. Der Garten ist eine wissenschaftshistorische Rekonstruktion des Werkes des Universalgelehrten Johann Amos Comenius, der sich im 17. Jahrhundert mit der Frage beschäftigte: „Nun, wie kann es gelingen, ein neues Paradies zu pflanzen?“ Dieser Garten ist jedenfalls eine ziemlich gute Antwort.

Comenius-Garten
Richardstraße 35 (Neukölln)
Montag bis Sonntag 12.30 bis 20 Uhr

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4. Café Wintergarten im Literaturhaus

Umhüllt vom Duft des Flieders
Das Literaturhaus in der Charlottenburger Fasanenstraße ist eine Westberliner Institution – und der Garten des in der Gründerzeitvilla gelegenen Cafés ein hinreißender Ort, um in den Meditationsmodus zu kommen. Umhüllt vom Duft des Flieders und der Rosen sitzt man bei Kaffee und Kuchen genau so schön wie abends bei einem Glas Wein und beobachtet die älteren Charlottenburger Herrschaften, die wissen, was gut ist. Literaturbegeisterte sollten natürlich vor einem Besuch unbedingt auch das Programm des Literaturhauses prüfen - um womöglich vorher oder nachher einer Lesung lauschen zu können.

Café-Restaurant Wintergarten im Literaturhaus
Fasanenstraße 23 (Charlottenburg)
Täglich 9 bis 0 Uhr
 
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5. Nordhafen/Nordufer

Flanieren für Fortgeschrittene
Eingezwickt zwischen Plötzensee und dem Schifffahrtskanal ist das Nordufer eine der entspanntesten Straßen im Wedding – und dabei eine der vielfältigsten: eine Schleuse, ein historisches Freibad, eine Krankenhausstadt, eine denkmalgeschützte Wohnanlage, all das gibt es für stadthistorisch Interessierte abzuwandern. Auf der gegenüberliegenden Kanalseite fällt der Blick auf riesige Tanks und Lagerhallen des Westhafens. In den hübschen Vorgärten der alten Stadthäuser gibt es schöne Biergärten zum Einkehren. Das Nordufer mündet in den alten Nordhafen, dessen Uferpromenade neugestaltet wurde und nun eine Ruheoase für Spaziergänge mit Blick aufs Wasser ist. Wer mag, spaziert bis zum Invalidenfriedhof.

Nordufer und Nordhafen (Wedding)

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6. Schloss und Schlosspark Sacrow

Stille Bänke an der Havel
Der berühmte Gartenarchitekt Joseph Peter Lenné gestaltete im 18. Jahrhundert den Schlosspark, der das Schloss Sacrow und die Heilandskirche umgibt. Und sehr zu Recht zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Von Berlin aus hinzukommen dauert ein bisschen, aber es lohnt sich unbedingt! Sichtachsen geben den Blick auf die benachbarten Schlösser Glienicke und Babelsberg und auf die Pfaueninsel frei. Am Ufer der Havel sitzt man auf Bänken mit wunderbarem Blick übers Wasser. Und weil man schon mal da ist: Der nahegelegene Sacrower See mit kristallklarem Wasser und Sandstrand ist zufällig einer der schönsten Brandenburgs.

Schloss Sacrow
Krampnitzer Straße 33
Geöffnet von 8 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit

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7. Turm der Zionskirche

Wie Honig für die Seele
Die Zionskirche steht auf dem Weinberg, einer Anhöhe, die früher einmal zu den höchsten Berlins zählte. Wer Berlin von oben sehen, aber den langen Schlangen vor dem Fernsehturm entgehen will, der kommt am Sonntag zur Zionskirche: Für einen Euro kann nämlich sonntags der Turm bestiegen werden, eine enge Wendeltreppe mit 104 Stufen führt nach oben, von wo aus man einen grandiosen Rundumblick über Berlin hat. Nur drehen kann sich der Turm im Gegensatz zum  Restaurant im Fernsehturm nicht – dafür kann man ein Glas Honig aus der eigenen Imkerei der Zionskirche erwerben.

Zionskirche 
Zionskirchplatz (Mitte)
Turm geöffnet für Besucher: Sonntag 12 bis 17 Uhr
 
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8. Café im Märkischen Museum

Dem Trubel entronnen
Sowohl das Museum als auch das dazugehörige bezaubernde Café im Stil der 1950er-Jahre sind noch ein Geheimtipp: Touristen haben das Museum, das einen einzigartigen Einblick in Alltag, Geschichte und Kultur Berlins bietet, nicht unbedingt auf dem Zettel. Zum Café gehört ein herrlicher, von Pflanzen umrankter Innenhof, in dem man gerade im Sommer wunderbar ruhig sitzen und sich darüber freuen kann, dem Trubel des Stadtzentrums entronnen zu sein.

Café im Märkischen Museum
Am Köllnischen Park 5 (Mitte)
Freitag bis Sonntag 12 bis 17.30 Uhr 
jeden 1. Mittwoch im Monat 12 bis 17:30 Uhr
 
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9. Pablo-Neruda-Bibliothek

Kulturelle Abkühlung
Klar, eine Bibliothek muss bei unseren Orten der Ruhe vertreten sein: Schließlich gehören Bibliotheken zu den wenigen Orten, wo Stille wirklich Pflicht ist. Die Bibliothek mit der markanten Holzfassade ist nach dem spanischen Schriftsteller und Faschismusgegner Pablo Neruda bekannt, es gibt eine große Familienbibliothek und eine Musikbibliothek, auf vier Etagen kann man stöbern und sich zwischen den Regalreihen verirren – und am Ende noch frisch ausgestattet im Lesecafé vorbeischauen. Eine tolle Idee, wenn man im Sommer der Hitze der ehemaligen Stalin-Allee entfliehen will und einen Ort sucht, um sich abzukühlen und zu besinnen.

Pablo-Neruda-Bibliothek
Frankfurter Allee 14a (Friedrichshain)
Montag bis Donnerstag von 11 bis 19 Uhr
Freitag von 11 bis 17 Uhr
Samstag 11 bis 16 Uhr

10. Friedrichwerderscher Friedhof

Wandeln zwischen historischen Gräbern
Wer vom ruhigen Teil der Bergmannstraße aus durch eines der Tore geht, gelangt auf einen der schönsten Friedhöfe Berlins. Er wurde im Januar 1844 eingeweiht, und heute kann man zwischen historischen Grabanlagen, die wie prächtige Tempel aussehen, Grüften und Statuen spazieren. Das fühlt sich keineswegs morbide an, sondern leicht und meditativ. Besonders schön an einem Spätsommertag, wenn sich das üppige Grün der Bäume langsam ins Goldene verfärbt.

Friedrichwerderscher Friedhof 
Bergmannstraße 42-44 (Kreuzberg)
März bis Oktober: täglich 8 bis 20 Uhr
November bis Februar: täglich 8 bis 17 Uhr
 
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