CheckCreated with Sketch. device, computer, phone, smartphone < All mini chat PLANT PLANT white CALENDAR CALENDAR white PHONE PHONE white EURO EURO white THUMBS UP THUMBS UP white
  • 175 Jahre Erfahrung
  • 800.000 Kunden
  • Strom- & Gastarife
  • Kostenfreier Wechsel
175 Jahre Erfahrung
800.000 Kunden
Strom- & Gastarife
Kostenfreier Wechsel
  1. Magazin
  2. Energiesparen
  3. Gas sparen

23 effektive Tipps zum Gassparen: Wie sich der Gasverbrauch im Haushalt schnell und einfach senken lässt

Alle wollen Gas sparen – aber was tun? Unsere 23 Tipps und Tricks helfen, im Haushalt schnell viel Gas zu sparen. Ob beim Heizen, Kochen oder Duschen – so ist Gas sparen nicht nur einfach, sondern bringt auch richtig viel.

Gründe, warum wir jetzt Gas sparen sollten, gibt es viele. 2022 sind die Gaspreise auf den Energiemärkten so hoch wie nie und sie steigen weiter. Wer weniger Gas verbraucht, senkt also seine Energiekosten beziehungsweise sorgt dafür, dass sich die Kostensteigerung auf der Gasrechnung in Grenzen hält. Außerdem sind alle – Privathaushalte, Industrie und Gewerbe, der öffentliche Sektor – zum Gassparen angehalten, damit sich die Gasspeicher füllen und wir gut und vor allem warm durch den Winter kommen. Mit vollen Gasspeichern und weniger Gasverbrauch macht sich Deutschland unabhängiger von russischen Gaslieferungen. Dadurch soll die Gasversorgung sichergestellt werden, sodass nicht die nächste Stufe des Notfallplans Gas ausgerufen werden muss. Und nicht zuletztreduziert Energiesparen CO2-Emissionen und trägt damit zum Klimaschutz bei. Das Gute ist: Das eigene Verhalten hat großen Einfluss auf den Gasverbrauch im Haushalt. Schon mit kleinen Maßnahmen kann jede und jeder viel Gas sparen.

Der Energieverbrauch im Haushalt


Wie viel Energie brauchen wir für die Heizung, für Warmwasser und fürs Kochen? So verteilt sich der Energieverbrauch bei privaten Haushalten: Im Durchschnitt braucht ein Haushalt 71 % der benötigten Energie für das Heizen, 15 % für Warmwasser und 5 % für Kochen, Spülen und Waschen. 8 % der Gesamtenergie entfallen auf sonstige Elektrogeräte wie Kühlschrank oder Fernseher und 1 % auf Beleuchtung (sagt das Statistische Bundesamt). Die Verteilung kann variieren, je nachdem um was für eine Art von Wohngebäude es sich handelt und wie gut es gedämmt ist. Wer in einer unsanierten Altbauwohnung lebt, wird mehr Heizenergie einsetzen müssen als in einem optimal gedämmten Niedrigenergiehaus.
 

Gas sparen beim Heizen

Der Löwenanteil der Energie, die Menschen zum Wohnen benötigen, entfällt also auf das Heizen. Hier liegt entsprechend auch das größte Einsparpotenzial. Dabei müssen wir nicht warten, bis im Herbst die Heizperiode – hoffentlich möglichst spät – beginnt. Auch vorher können wir uns schon vorbereiten, um für die kalte Jahreszeit gut gerüstet zu sein und fürs Heizen möglichst wenig Gas aufzuwenden. Natürlich hängt der Energiebedarf auch wesentlich davon ab, ob uns ein harter, langer Winter oder ein milder Winter mit kurzer Heizsaison bevorsteht. Das können wir leider nicht beeinflussen. Doch wie wir heizen und lüften, hat ebenfalls wesentlichen Einfluss auf unseren Energieverbrauch. Viele dieser Tipps gelten nicht nur für das Heizen mit Gasheizung beziehungsweise Gasetagenheizung, sondern auch für Fernwärme und Ölheizung:

1. Türen und Fenster abdichten. In der Wohnung zieht es? Besonders in Altbauwohnungen mit Kastenfenstern ist oft ein Luftzug bemerkbar, der leider für einen hohen Energieverlust sorgt. Undichte Fenster und Türen lassen sich leicht mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen aus dem Baumarkt abdichten. An größeren Spalten halten Zugluftstopper die Wärme in der Wohnung; an der Wohnungstür hilft ein dicker Vorhang.

2. Heizung entlüften. Am Anfang der Heizperiode alle Heizkörper checken und mit einem Entlüftungsschlüssel die Luft herauslassen. Ein Gluckern verrät oft, dass welche drin ist. Das Wasser kann dann nicht richtig zirkulieren und der Heizkörper wird nicht vollständig oder nicht gleichmäßig warm.

3. Raumtemperatur senken. Welche Temperatur wird in den Wohnräumen gerade noch als angenehm empfunden? Auf diese individuelle Schmerzgrenze sollte die Heizung eingestellt werden. Statt nur T-Shirt am besten einen dicken Pullover anziehen und abends in die Wolldecke einkuscheln. Es lohnt sich: Schon ein Grad weniger spart bis zu 6 % Heizenergie.

4. Räume unterschiedlich beheizen. Nicht alle Zimmer müssen gleich warm sein. Das Umweltbundesamt empfiehlt für den Wohnbereich nicht mehr als 20 Grad, für die Küche 18 und das Schlafzimmer 17 Grad. Nachts oder bei Abwesenheit tagsüber die Temperatur ein paar Grad herunterregeln, bei längerer Abwesenheit auf 15 Grad oder etwas niedriger.

5. Thermostate nutzen. Thermostate am Heizkörper oder an der Wand messen die Raumtemperatur und sorgen dafür, dass in jedem Zimmer die gewünschte Temperatur herrscht. Bei programmierbaren Thermostaten können unterschiedliche Werte für verschiedene Zeiten eingestellt werden. Die Heizung regelt sich mit solchen Geräten zum Beispiel in der Nacht herunter – Stichwort Nachtabsenkung – und am Morgen wieder hoch. Das kann 10 % Energieersparnis bringen.

6. Regelmäßig stoßlüften statt Fenster kippen. Lüften ist in der Heizsaison Pflicht, damit die Feuchtigkeit entweicht und sich kein Schimmel bildet. Am besten mehrmals täglich für ein

paar Minuten die Fenster ganz öffnen. Dabei natürlich die Heizung abdrehen, damit die Thermostate nicht weiter Wärme anfordern. Dann wieder Fenster schließen und die Heizung aufdrehen. So kommt Frischluft herein, die sich auch leichter wieder erwärmt, und das, ohne dass die Räume auskühlen.

7. Zimmertüren schließen. Besonders wenn die Räume in der Wohnung unterschiedlich beheizt sind, sollten die Türen geschlossen sein. Das verhindert, dass ein Zimmer das andere mitheizt.

8. Heizkörper freiräumen. Wenn vor den Heizkörpern und Thermostaten Möbel stehen oder Vorhänge und Jalousien hängen, staut sich die Wärme, anstatt sich gleichmäßig im Zimmer zu verteilen. Daher immer freiräumen.

9. Dämmfolie hinter der Heizung anbringen. Dämmfolie isoliert die Nische hinter dem Heizkörper, sodass keine Wärme über die Wand nach draußen entweichen kann.

10. Rolläden oder Vorhänge schließen. Auch durch Fensterscheiben kann viel Wärme nach außen dringen. Rolläden oder dicke Vorhänge abends und nachts schließen verhindert das. Natürlich dürfen die Vorhänge eine laufende Heizung nicht bedecken.

11. Heizungsanlage und Therme warten lassen. Am Anfang der Heizperiode am besten einen Wartungsdienst holen, der Heizungsanlage und Therme wartet und prüft. Dieser stellt sicher, dass die Heizung richtig und effizient läuft und es keine Heizverluste gibt. Notfalls alte Anlagen austauschen – moderne Heizungsanlagen arbeiten wesentlich energieeffizienter.

Gas sparen im Bad


Haushalte wenden für die Warmwasserbereitung immerhin durchschnittlich 15 % der gesamten Energie auf. Im Badezimmer kann daher durch das richtige Verhalten einiges an Gas eingespart werden:

1. Duschen statt baden. Schön, aber verschwenderisch: Baden verbraucht zwei- bis dreimal so viel Wasser wie duschen. Wie viel Energie und Kosten beim eigenen Duschverhalten mit der jeweiligen Warmwasserbereitung anfallen, zeigt der Duschrechner der Verbraucherzentrale NRW. Wer das Duschen dem Baden vorzieht, spart nicht nur Energie, sondern auch Wasser selbst. Das senkt die Nebenkostenabrechnung zusätzlich.


2. Wassertemperatur beim Duschen senken. Warmduscher oder Kaltduscher? Es muss nicht gleich die Eisdusche am Morgen sein, auch wenn die sicher wach macht. Wer nur ein, zwei, drei Grad kälter duscht als normal, verbraucht wesentlich weniger Gas.

3. Kürzer duschen. Drei, fünf, sieben oder zehn Minuten – wer kann schon genau sagen, wie lange er duscht? Einfach mal die Zeit stoppen und das nächste Mal kürzer duschen. Denn logisch: Wer kürzer duscht, braucht weniger Warmwasser. Das Wasser beim Einseifen und Einshamponieren abzudrehen kann außerdem schon die Hälfte an (Warm)wasser sparen.

4. Sparduschkopf verwenden. Große Wirkung bei kleinem Preis hat ein Sparduschkopf. Er spart die Hälfte an Wasser und kostet nur um die 20 Euro. Der Trick ist, dass eine geringere Wassermenge durch den Duschkopf fließt, die Schüttmenge also reduziert wird. Dabei mischt der Sparduschkopf Luft unter. So bleibt das Duschvergnügen erhalten.

5. Kaltes statt warmes Wasser. Zum Händewaschen und für die morgendliche Katzenwäsche, die das Duschen auch mal ersetzen kann, kaltes Wasser nehmen. Oft ist das nur eine Sache der Gewöhnung. Und die Haut wird genauso sauber.

6. Wasserhähne auf kalt drehen. Nach der Nutzung sogenannte Einhebelmischer am besten immer auf kalt drehen (normalerweise nach ganz rechts), dann startet die Warmwasserbereitung erst gar nicht. Das ist besonders wichtig, wenn die Entfernung zwischen Gastherme oder Durchlauferhitzer und Armatur sehr groß ist und es lange dauert, bis warmes Wasser ankommt (Leitungsverluste!).

7. Gastherme und Durchlauferhitzer richtig einstellen. Bei dezentralen Warmwassersystemen kann die Temperatur sehr einfach reduziert werden. Am besten das Warmwasser in der Dusche ganz aufdrehen und am Gerät die Temperatur so weit herunterregeln, dass sie noch als angenehm empfunden wird. Je niedriger die Temperatur beziehungsweise die Stufe an Gastherme oder Durchlauferhitzer, desto höher ist die Energieersparnis. Manche Geräte haben auch eine Energiespareinstellung. Ist in die Gastherme ein Kleinstspeicher integriert, der Warmwasser vorhält? Am besten ausschalten oder nur zu Zeiten einschalten, in denen er wirklich gebraucht wird.

Gas sparen beim Kochen und Backen


Auch wenn Kochen und Backen mit Gas nur einen kleinen Teil des Gasverbrauchs im Haushalt ausmachen – jede nicht verbrauchte Kilowattstunde Erdgas zählt. Wer in der Küche Gas sparen möchte, tut das am besten mit folgenden Tipps – garantiert ohne Abstriche beim Geschmack:

1. Topf und Kochfeld matchen. Der Topf sollte genau auf das Kochfeld passen, um das Gas des Gasherdes optimal zu nutzen. Die Flamme sollte nicht an den Seiten des Topfes hochlodern.

2. Deckel drauf. Am besten immer mit Deckel kochen, dann geht keine Energie verloren und die Speisen werden schneller fertig. Ohne Deckel wird immerhin drei- bis viermal so viel Energie verbraucht. Wer Deckel aus Glas benutzt, weiß immer, was im Topf los ist, auch ohne den Deckel anzuheben.

3. Wasser im Wasserkocher erhitzen. Es ist nicht nur wesentlich energieeffizienter, Wasser im Wasserkocher statt auf dem Gasherd heiß zu machen, sondern geht auch schneller (bitte nur die Menge einfüllen, die auch tatsächlich benötigt wird). Das empfiehlt sich auch dann, wenn nur wenig warmes Wasser gebraucht wird und es lange dauert, bis es aus dem Hahn kommt (zum Beispiel für einen kleinen Abwasch oder Handwäsche).

4. Mikrowelle statt Gasherd. Zum Aufwärmen von Speisen besser die Mikrowelle benutzen. Denn die braucht dafür weniger Energie als der Gasherd.

5. Backofen nicht vorheizen. Auch wenn im Rezept Vorheizen angegeben ist – beim Gasherd ist das normalerweise nicht nötig, denn er heizt sich sehr schnell auf. Die Backofentür am besten zulassen und das Ofenlicht benutzen, um zu sehen, wie sich der Auflauf oder der Kuchen machen.

Gruene-Gase_900x420

Gas sparen durch Stromsparen!

Wer weniger Strom verbraucht, spart damit indirekt auch Gas. Wie das? Es wird momentan noch knapp 13 % des Stroms in Deutschland mit Erdgas hergestellt. Sparen wir also Strom, muss weniger Gas für die Stromproduktion eingesetzt werden und die Gasverstromung reduziert sich. Mit unseren 30 Tipps zum Energiesparen im Haushalt und speziellen Tipps zum Stromsparen ist es ganz einfach, den eigenen Stromverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig das Portemonnaie zu schonen.

Gas sparen – am besten ab sofort


Energiesparen ist der beste Weg, um die steigenden Energiekosten im Griff zu behalten
. Beim Heizen gibt es das größte Einsparpotenzial im Haushalt. Doch wir sollten nicht auf die Heizperiode warten, um unseren Gasverbrauch zu reduzieren. Am besten sofort anfangen! Jede und jeder Einzelne kann damit nicht nur die eigenen Gaskosten niedrig halten, sondern auch einen Beitrag dafür leisten, die Gasspeicher für den Winter zu füllen und unser Klima zu schützen. Jede Kilowattstunde zählt.