Elektroauto an einer Ladestation und weitere Ladestationen an der Wand Bild mit KI erstellt.

Ladestation fürs Elektroauto.

Das E-Auto zu Hause laden

Sie planen den Kauf eines Elektroautos. Jetzt gilt es zu klären: Wie lässt sich Ihr E-Auto auch zu Hause aufladen? Wie funktioniert eine Ladestation fürs Elektroauto? Alles Wichtige über Ladestationen für E-Fahrzeuge.

Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein Elektroauto: 2025 waren über 19 Prozent aller Neuzulassungen batteriebetriebene Elektroautos (BEV). Während im Jahr 2017 rund 34.000 elektrisch betriebene Fahrzeuge in Deutschland zugelassen waren, verzeichnet das Kraftfahrtbundesamt heute (2026) bereits über zwei Millionen Elektroautos. Und jeden Monat kommen mehr dazu.

Besitzer eines E-Autos oder eines Plug-in-Hybrids können ihr Fahrzeug nicht nur an öffentlichen Ladepunkten aufladen. Sie haben zusätzlich die Möglichkeit, ihr BEV auch zu Hause zu laden, etwa über Nacht, wenn es sowieso in der Garage oder dem Carport steht. Das geht mit einer Ladestation fürs Elektroauto, auch Wallbox genannt.

Wie funktioniert eine Ladestation für das Elektroauto?

Private Ladestationen fürs Elektroauto heißen Wallboxen, weil sie meistens an der Wand montiert sind (englisch wall = Wand). Es gibt aber auch Standfüße für Ladestationen, sodass diese frei aufgestellt werden können, zum Beispiel in einem Carport oder an einem Stellplatz im Hof.

Die Wallbox ist mit dem Hausstromnetz verbunden. Durch ein Ladekabel fließt der Strom von der Wallbox zur Ladebuchse. Sie leitet den Strom durch ein fest montiertes oder abnehmbares Kabel zur Ladebuchse am E-Fahrzeug, wo der eigentliche Ladevorgang stattfindet. Der allgemeine Hausstrom-Zähler erfasst den Stromverbrauch beim Laden des E-Autos, sodass keine separate Stromrechnung nötig ist.

Welche Ladestation ist für welches Elektroauto geeignet?

Bei der Ladestation müssen Anschluss und Ladeleistung je nach E-Auto angepasst werden. Es gibt Ladestationen für einphasige und für dreiphasige Anschlüsse. Bei einem einphasigen Anschluss darf die Stromstärke höchstens 20 Ampere (A) betragen, was eine Ladeleistung von 4,6 Kilowatt (kW) bedeutet. Viele gängige Wallboxen sind für einen dreiphasigen Anschluss ausgelegt.

Dieser erlaubt bis zu 11 kW (3 x 16 A) oder sogar bis zu 22 kW (3 x 32 A) für noch schnelleres Laden. Da die meisten Elektroautos serienmäßig ein Bordladegerät mit einer maximalen Ladeleistung von 11 kW besitzen, reicht dafür eine 11-kW-Ladestation aus. Zwar können diese E-Fahrzeuge auch an einer Wallbox mit 22 kW laden, aber die Ladeleistung wird gedrosselt. Die meisten Wallboxen sind mit einem Typ-2-Stecker am Ladekabel ausgestattet, der als europäischer Standard für die Mehrheit der Elektroautos passt.

Welche Unterschiede gibt es sonst noch bei Ladestationen?

Abgesehen von der Ladeleistung unterscheiden sich Ladestationen noch bei Funktionsumfang und Bedienkomfort. Neben einfachen ungesteuerten Ladestationen gibt es auch smarte Wallboxen.

Wenn diese mit dem Internet, über WLAN oder Bluetooth verbunden sind, können die Stromzufuhr geregelt, Ladezeiten programmiert und Statistiken abgerufen werden – oft über eine App. Wallboxen mit Zugangssicherung lassen sich per Karte freischalten. Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn die Ladestation an einem Ort montiert ist, der auch anderen zugänglich ist. Manche Ladestationen bieten zusätzliche Funktionen, etwa zur Steuerung von Ladezeiten oder zur Verbrauchsübersicht, wie etwa die Wallbox-Serie von Mennekes, die in Deutschland gefertigt wird.

Lässt sich ein Elektroauto auch an der normalen Steckdose laden?

Es ist generell möglich, ein E-Auto an einer normalen Steckdose zu laden. Jedoch sind haushaltsübliche Schutzkontakt-Steckdosen nicht für hohe, lang andauernde Ladeströme ausgelegt, wie Elektroautos sie brauchen. Es kann passieren, dass Leitungen beim Laden überhitzen und sogar in Brand geraten. Das E-Auto über die normale Steckdose aufzuladen, dauert zudem viele Stunden. Vor allem, wenn die Batterie des Elektrofahrzeugs fast leer ist und eine größere Menge Strom braucht.

Mit der Wallbox verkürzt sich die Ladezeit erheblich: Aus zwölf Stunden an der Steckdose, werden unter vier Stunden an der Wallbox. Eine Ladestation zu Hause ermöglicht in der Regel kürzere Ladezeiten als eine Haushaltssteckdose.

Lässt sich ein E-Auto in jedem Haus oder Gebäude laden?

Ob die Elektroinstallation eines Gebäudes die Voraussetzungen für das Laden von Elektrofahrzeugen erfüllt, sollte eine Elektrofachkraft vor der Installation prüfen. Bei neueren Gebäuden ist oft schon berücksichtigt, dass Elektroautos mit stetig hohen Leistungen geladen werden können. Bei älteren Häusern ist es meistens nötig, die Hausinstallation zu ertüchtigen. Verteilerschrank und Elektroleitungen müssen hierzu aufgerüstet werden, in einigen Fällen auch die Netzzuleitung ausgetauscht werden. Das wirkt sich auf die Installationskosten aus.

Können Mieterinnen und Mieter im Mehrfamilienhaus an ihrem Stellplatz eine Ladestation anbringen?

Mieterinnen und Mieter haben mittlerweile das Recht, den Stellplatz ihres Autos in der Mietgarage oder außen mit einer Ladestation auszustatten. Da die Installation einer Wallbox als bauliche Veränderung gilt, müssen Mieterinnen und Mieter das vorab beantragen. Die Vermietenden, die Wohnungseigentümergemeinschaft oder die zuständige Hausverwaltung müssen der Installation zustimmen. Sie haben allerdings ein Mitspracherecht bei der Umsetzung und verbauten Technik. Die Kosten für die Ladestation trägt entweder die Person, die den Antrag gestellt hat, oder die Eigentümerinnen und Eigentümer teilen die Kosten auf mehrere oder alle Mietparteien auf, um die Ladestation dann gemeinsam nutzen zu können.

Wie viel kostet eine Ladestation fürs E-Auto?

Ladestationen für den privaten Bereich kosten zwischen 500 Euro und 2.000 Euro, je nach Leistung, Ausstattung und Funktionsumfang. Zu den Kosten der Anschaffung kommen die Kosten für die Installation. In den meisten Fällen übersteigen die Installationskosten die Kosten der Wallbox.

Gibt es eine Förderung für E-Auto-Ladestationen?

Vom 15. April bis zum 10. November 2026 läuft die Bundesförderung "Laden im Mehrparteienhaus", mithilfe derer die Wallbox-Infrastruktur für Mieterinnen und Mieter ausgebaut werden soll.

Die bundesweiten Förderungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für privat genutzte Ladestationen sind ausgelaufen. Die KfW bezuschusst nur noch Vorhaben, die schon bewilligt sind. Doch es gibt noch Fördermittel bei Bundesländern, Kommunen oder Versorgern. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online hat eine Übersicht über Förderungen für Ladestationen erstellt.

Übrigens: Abseits der staatlichen Förderprogramme lassen sich mit einer Wallbox unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche Erlöse über die sogenannte Treibhausgasminderungsquote erzielen.

Wer installiert die Ladestation in der heimischen Garage oder am Stellplatz?

Eine Elektrofachkraft installiert die Ladestation und übernimmt die Haftung für den fachgerechten Einbau. Eine Ladestation selbst zu installieren, ist nicht erlaubt.

Braucht es eine Genehmigung für die Ladestation fürs Elektrofahrzeug?

Eine Ladestation für E-Autos muss beim Stromnetzbetreiber angemeldet werden, damit dieser die Stabilität des Stromnetzes sicherstellen kann. Wallboxen mit einer Leistung über 12 kW sind sogar genehmigungspflichtig. Um die kostenlose Genehmigung kann sich der Elektrofachbetrieb kümmern, der die Ladestation installiert. Der Netzbetreiber muss innerhalb von zwei Monaten auf den Antrag reagieren. Stellt er fest, dass die Kapazität des heimischen Stromnetzes nicht ausreicht, muss baulich nachgebessert werden, damit er eine Genehmigung erteilen kann.

Wie lange dauert das Laden eines Elektroautos an der Ladestation?

Ein Beispiel für einen eher kleinen 40-kWh-Akku: An einer Ladestation mit einer Leistung von 11 kW dauert das Laden um die dreieinhalb Stunden. Lädt die Wallbox mit 22 kW, schafft sie es auch in rund zwei Stunden. Und an einer normalen Haushaltssteckdose mit einer Leistung von 2,3 kW kann es 17 Stunden dauern, bis der Autoakku wieder voll ist. Grundsätzlich dauert das Laden unterschiedlich lange, je nachdem wie groß die Batterie im E-Auto ist, wie viel Strom noch enthalten ist und mit welcher Leistung geladen wird.

Wie lässt sich das Elektroauto mit Ökostrom laden?

Elektroautos können zu Hause mit Ökostrom, also 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien, geladen werden. Mit einem entsprechenden Stromtarif wird die Strommenge bilanziell aus erneuerbaren Energiequellen bereitgestellt. Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Hausdach lässt sich das E‑Auto zusätzlich mit selbst erzeugtem Solarstrom laden, sofern ausreichend Strom erzeugt wird.

Wo lässt sich das Elektroauto unterwegs laden?

Elektroautos lassen sich unterwegs an öffentlichen Ladesäulen aufladen. Im Internet oder mit speziellen Apps finden sich Karten mit öffentlichen Ladepunkten in der Nähe, in der eigenen Stadt oder deutschlandweit beziehungsweise in ganz Europa. Die Infrastruktur für E-Autos wird ständig weiter ausgebaut. In Deutschland sind laut Bundesnetzagentur momentan über 155.200 Normalladepunkte und über 54.300 Schnellladepunkte in Betrieb (Stand: 1. Juli 2026).

Diese öffentlichen Ladepunkte befinden sich an Tankstellen, auf Parkplätzen, an Restaurants, Hotels, Supermärkten oder anderen Orten. In Berlin und Brandenburg sind in einem Jahr über 1.000 öffentliche Ladepunkte dazugekommen. Um das Auto mit Strom laden zu können, müssen die Ladesäulen per Ladekarte oder App freigeschaltet werden. Eine App sucht freie Ladepunkte in der Nähe; die Ladevorgänge werden sofort oder monatlich abgerechnet.