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Energieautarkie – so werden Eigenheime Schritt für Schritt energieautarker

Viele träumen vom autarken Haus und möchten unabhängig von externer Energieversorgung und den Energiepreisen sein. Was Energieautarkie bedeutet, welche Vor- und Nachteile sie hat und wie Hauseigentümer Schritt für Schritt energieautarker werden, erklären wir hier.

Energieautarkie – was bedeutet das?


Energieautarkie
bedeutet, den eigenen Bedarf an Strom und Wärme durch selbst erzeugte Energie zu decken, ohne auf andere, externe Energiequellen zurückzugreifen. Hauseigentümer, die Energieautarkie anstreben, möchten sich meist unabhängig vom öffentlichen Stromnetz und von Energielieferungen für das Heizen machen. Um sich selbst versorgen zu können, brauchen autarke Häuser eigene Anlagen zur Energieproduktion. Aus erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Geothermie, Wasserkraft oder Biomasse stellen diese Anlagen Ökostrom und nachhaltige Wärme her. Eine Photovoltaik-Anlage zum Beispiel erzeugt aus Sonnenenergie Solarstrom; eine Wärmepumpe nutzt die Wärme aus der Umwelt, um grüne Heizwärme zu gewinnen. Der Energieautarkiegrad gibt an, wie viel Prozent seiner Energie ein Haushalt durch Eigenversorgung abdeckt. Ein Energieautarkiegrad von 100 bedeutet vollständige Energieautarkie.
Energieautarkie

Echte Energieautarkie vs. bilanzielle Energieautarkie 


Man unterscheidet bei der Energieautarkie zwischen echter Energieautarkie und bilanzieller Energieautarkie. Echte Energieautarkie bedeutet, dass ein Gebäude den eigenen Bedarf an Strom und Wärme tatsächlich komplett selbst abdeckt. Es braucht dann keinen Anschluss ans öffentliche Stromnetz oder die Wärmeversorgung wie etwa einen Erdgasanschluss oder Fernwärme.

Bei bilanzieller Energieautarkie hingegen erzeugt ein Gebäude im Jahr dieselbe Menge an Energie, die es verbraucht. In Zeiten, in denen der Energiebedarf nicht durch die eigene Produktion gedeckt werden kann, greift es auf externe Versorgung zurück. So kann vor allem das saisonal bedingte Ungleichgewicht in der Energieproduktion aufgefangen werden: Im Sommer können Solaranlagen mehr Strom erzeugen, als gebraucht wird. Im Winter dagegen reichen die Sonnenstunden in unseren Breitengraden nicht aus, um den höheren Bedarf zu decken. Bilanziell energieautarke Häuser sind also nicht vollständig autark, weil zwischen Energieerzeugung und Energieverbrauch eine zeitliche Lücke klafft. Unter dem Strich haben sie jedoch eine ausgeglichene Energiebilanz. Solche Gebäude sind auch unter der Bezeichnung Nullenergiehäuser bekannt. 

Die Vor- und Nachteile von Energieautarkie


Energieautarkie hört sich nach der idealen Energieversorgung an: komplette Unabhängigkeit von externen Energiequellen und -netzen. Es gibt aber neben Vorteilen auch Nachteile eines energieautarken Lebens.

Die Vorteile eines energieautarken Lebensstils

Ein großer Vorteil von Energieautarkie ist die Unabhängigkeit von externer Energieversorgung. Versorgungsengpässe, wie sie in der Energiekrise 2022 drohten, betreffen energieautarke Haushalte nicht. Auch die Energiepreise wirken sich kaum auf energieautarke Haushalte aus. Hohe oder stark schwankende Strom- oder Gaspreise können Selbstversorgern mit hohem Energieautarkiegrad fast nichts anhaben. Ein dritter großer Vorteil von Energieautarkie: Die Produktion von Ökostrom und grüner Wärme aus regenerativen Energien wie Sonne, Wind oder Geothermie ist klimaneutral – sie setzt kein klimaschädliches CO2 frei. Das schützt die Umwelt und das Klima und schont die natürlichen Ressourcen der Erde. 

Die Nachteile eines energieautarken Lebensstils

Energieautarkie hat jedoch auch Nachteile. Ein energieautarkes Leben lässt sich nur unter idealen Bedingungen realisieren. Dazu ist ein eigenes Haus nötig, dessen Dach nach Süden ausgerichtet ist, einen guten Winkel aufweist und möglichst gar nicht verschattet ist. Denn nur wenn die Solarmodule einer PV-Anlage oder die Sonnenkollektoren einer Solarthermie-Anlage genug Sonne abbekommen, können sie einen ausreichenden Ertrag für die Selbstversorgung liefern. Auf dem Grundstück sollte auch Platz für einen größeren Wärmespeicher sein. Außerdem muss das Gebäude sehr energieeffizient und gut gedämmt sein. Für den Kauf und die Installation von Anlagen, die mit erneuerbaren Energien arbeiten, und für energetische Sanierungsmaßnahmen stehen jedoch Förderprogramme von Bund, Ländern und Kommunen zur Verfügung. 

Energieautark leben: Strom und Wärme im energieautarken Haus 


Wer energieautark leben möchte, muss sich insbesondere um die eigene Produktion von Strom und Wärme kümmern. Verschiedene Lösungen ermöglichen hier einen hohen Grad an Autarkie.

Stromversorgung in einem energieautarken Haus

Wie gewinnt ein energieautarkes Haus genug Strom, um Waschmaschine, Kühlschrank & Co. mit Elektrizität zu versorgen oder das Elektroauto per Wallbox zu laden? Um einen möglichst hohen Autarkiegrad zu erreichen, ist in der Regel Photovoltaik das Mittel der Wahl. Eine Photovoltaik-Anlage wandelt Sonnenstrahlen mittels Solarmodulen in Solarstrom um. Ein ausreichend großer Batteriespeicher ist unverzichtbar für das energieautarke Haus. Er speichert tagsüber überschüssigen Strom ein, um ihn bereitzustellen, wenn er im Haus gebraucht wird, etwa morgens und abends oder in den kälteren Monaten.

Sind weitere solargeeignete Flächen vorhanden, zum Beispiel an der Fassade, am Balkongeländer oder im Garten, lässt sich die PV-Anlage mit einer Mini-Solaranlage ergänzen, einem sogenannten Balkonkraftwerk. Eine weitere Möglichkeit, zusätzlich zur PV-Anlage Strom selbst zu erzeugen, ist Windkraft. Eine kleine Windkraftanlage auf dem Grundstück wandelt Windenergie in Strom um und steigert den Stromertrag deutlich. Das ist allerdings nur bei einem Standort mit idealen Windbedingungen sinnvoll, und der ist auf den allerwenigsten Grundstücken zu finden.

Wärme: Das energieautarke Haus heizen

Zum Heizen eines energieautarken Hauses eignet sich eine umweltfreundliche Wärmepumpe. Damit lässt sich Wärme aus der Umgebungsluft, dem Grundwasser oder dem Erdreich für das Heizen nutzen. Während bei Erdwärmepumpen und Wasser-Wasser- oder Sole-Wasser-Wärmepumpen Bohrungen im Erdreich nötig sind, lässt sich eine Luft-Wasser-Wärmepumpe wie die von GASAG einfach aufstellen, da sie die Energie aus der Umgebungsluft gewinnt. Wärmepumpen lassen sich ideal mit einer PV-Anlage kombinieren. Diese liefert ihnen den Strom, den sie für den Betrieb benötigen. Eine weitere Möglichkeit, selbst grüne Wärme zu erzeugen, ist eine Solarthermieanlage. Sonnenkollektoren auf dem Hausdach wandeln Sonnenstrahlen in Wärmeenergie um. Bei Solarthermie ist es besonders wichtig, die Wärme zu speichern, damit auch bei Bewölkung oder in der Nacht noch ausreichend geheizt werden kann.

Ob Wärmepumpe, Solarthermie oder beides in Kombination – für autarke Heizungssysteme braucht ein Gebäude eine sehr gute Wärmedämmung. Denn Wärmeautarkie lässt sich nur realisieren, wenn die erzeugte Heizenergie ausreicht, um das gesamte Gebäude zu beheizen. 

Ist eine komplette Energieautarkie möglich?


Die vollständige Energieautarkie eines Ein- oder Zweifamilienhauses ist rein technisch gesehen möglich. Doch ein Energieautarkiegrad von 100 ist für solche Wohngebäude oft nicht wirtschaftlich, da die Anfangsinvestitionen die Energiekostenersparnis übersteigen. Denn die Energie der Sonne reicht in Deutschland nicht aus, um ganzjährig den Bedarf an Strom und eventuell auch einen Teil der Wärme zu decken. Mit einer PV-Anlage mit großem Stromspeicher ist ein hoher Energieautarkiegrad von 70 oder sogar 80 möglich.

Saisonale Schwankungen sind damit jedoch bisher noch nicht vollständig kompensierbar. 100-prozentige Energieautarkie lässt sich mit einer Kombination mehrerer Anlagen für erneuerbare Energien in einem sehr energieeffizienten Haus realisieren: PV-Anlage mit Batteriespeicher, Solarthermie mit großem Wärmespeicher, Wärmepumpe und Windkraftanlage im Garten. Doch das bedeutet eine immens hohe Anfangsinvestition, die sich wirtschaftlich kaum rechnet.

Anders sieht die Sache bei nur zeitweise bewohnten Häusern aus: Ferienhäuser, Wochenendhäuschen und Berghütten, aber auch Wohnmobile lassen sich mit moderaten Kosten vollständig energieautark ausstatten. Ihr wesentlich niedrigerer Energiebedarf lässt sich durch Selbstversorgung decken.

Energieautark leben heißt Energie sparen

Der Energieproduktion auf der einen Seite steht der Energieverbrauch auf der anderen Seite gegenüber. Um einen hohen Autarkiegrad zu erlangen, ist es wichtig, den Energieverbrauch so niedrig wie möglich zu halten. Denn wer weniger Energie verbraucht, muss weniger Energie produzieren. Stromfresser gegen energieeffiziente Elektrogeräte mit einem guten Energielabel auszutauschen gehört ebenso zu einem energieautarken Lebensstil wie ein sehr bewusster Umgang mit Energie. Außerdem von großer Bedeutung: das Smart Home mit intelligentem Energiemanagement. Das steuert die Elektrogeräte punktgenau und reduziert so den Stromverbrauch auf ein Minimum. 

Schritt für Schritt zu mehr Energieautarkie


Nachhaltige Energie selbst erzeugen, den Autarkiegrad des Eigenheims steigern und die eigene Energiewende voranbringen – das geht mit einer Photovoltaik-Anlage mit Speicher und eventuell einem Balkonkraftwerk zur Ergänzung. Damit lässt sich der Eigenverbrauch des selbst produzierten Solarstroms steigern. Dieser versorgt außerdem die Wärmepumpe, die die grüne Heizenergie liefert, sowie die Wallbox zum Laden des E-Autos mit Ökostrom. 

Häufige Fragen zu Energieautarkie

Eine vollständige Energieautarkie ist technisch möglich, wenn verschiedene Systeme für erneuerbare Energien miteinander kombiniert werden: etwa eine Photovoltaik-Anlage mit Stromspeicher, eine Windanlage, Solarthermie mit Wärmespeicher und eine Wärmepumpe. Doch wirtschaftlich lohnt es sich meist nicht, zu 100 Prozent energieautark zu leben, da die Anfangsinvestitionen die Energieersparnis übersteigen.
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Ein energieautarkes Haus deckt den eigenen Bedarf an Strom und Wärme durch selbst erzeugte Energie. Eine Photovoltaik-Anlage und eine Windkraftanlage produzieren Strom. Grüne Heizenergie liefert zum Beispiel eine Wärmepumpe in Kombination mit einer Solarthermieanlage oder einem Pelletofen.
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Bei einem Stromausfall ist man mit Photovoltaik nicht autark. Wenn der Strom ausfällt, schaltet sich der Wechselrichter der Photovoltaik-Anlage aus Sicherheitsgründen automatisch aus. Dann produziert die Solaranlage keinen Strom mehr. In PV-Anlagen mit Speicher lassen sich Notstromregelungen integrieren, die bei Stromausfall eingeschaltet werden können. Der bereits eingespeicherte Strom steht für die Nutzung im Haus zur Verfügung. Die Solaranlage produziert bei Stromausfall jedoch keinen neuen Strom.
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