Die Rolle der Energiewende in der Energieversorgung.
Die Energiewende gehört zu den meistdiskutierten Themen der Energieversorgung. Doch was bedeutet der Begriff eigentlich? Welche Ziele verfolgt die Energiewende und welche Rolle spielen erneuerbare Energien dabei? Wir klären auf.
Inhaltsverzeichnis
- Energiewende: Herausforderungen für die Energieversorgung
- Was ist die Energiewende?
- Die Rolle erneuerbarer Energien in der Energieversorgung
- Die Vorteile der Energiewende
- Die Nachteile der Energiewende
- Wir sind bereit für die Energieversorgung von morgen
- Wir kann die ganz persönliche Energiewende funktionieren?
Energiewende: Herausforderungen für die Energieversorgung
Die Energieversorgung gehört zu den zentralen Themen unserer Zeit. Politik, Wissenschaft und Wirtschaft befassen sich mit der Frage, wie Strom, Wärme und Mobilität künftig bereitgestellt werden können. Dabei spielen unterschiedliche Energieträger, Technologien und Infrastrukturen eine Rolle.
In Deutschland stehen insbesondere die Strom- und Wärmeversorgung im Fokus. Zur Diskussion stehen unter anderem der Ausbau erneuerbarer Energien, die Weiterentwicklung der Netzinfrastruktur sowie neue Technologien für Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Energie. In diesem Zusammenhang wird häufig von der Energiewende gesprochen.
Was ist die Energiewende?
Die Energiewende bezeichnet die schrittweise Weiterentwicklung der Energieversorgung. Dabei gewinnen erneuerbare Energien wie Windkraft, Solarenergie und Wasserkraft zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig werden Energieerzeugung, Netze und Speichertechnologien weiter ausgebaut und angepasst.
Die Rolle erneuerbarer Energien in der Energieversorgung
Die Energiewende beinhaltet unter anderem den Ausbau erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz. Neben fossilen Energieträgern kommen dabei zunehmend Energiequellen wie Windkraft, Solarenergie und Biomasse zum Einsatz.
Eins ist schon mal sicher: Je größer der Anteil an erneuerbaren Energien wird, umso geringer der Ausstoß von CO2 bei der Energiegewinnung. Daher hat sich die Bundesregierung als Ziel gesetzt, dass bis zum Jahr 2045 die Energieversorgung Deutschlands hauptsächlich aus regenerativen Quellen wie Sonne, Wind oder Biomasse erfolgen soll. Bis 2050 sollen 60 Prozent des Bruttoendenergieverbrauchs und 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland durch regenerative Energiequellen gedeckt werden, so der Plan der Bundesregierung.
Aktuell stammt etwa die Hälfte des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen. Das wirkt sich auch positiv auf unsere Emissionsentwicklung aus: Laut dem Umweltbundesamt wurden im Jahr 2022 bis zu 506 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente vermieden.
Die Vorteile der Energiewende
Die Energiewende beschreibt die Weiterentwicklung der Energieversorgung und hat viele Vorteile. Wir werden weltweit mehr Menschen, wodurch der Energiebedarf steigt. Gleichzeitig stammt unsere Energie oftmals noch aus fossilen Energiequellen, weshalb wir echte Alternativen brauchen, die uns zuverlässig mit Energie versorgen. Erneuerbare Energien erfüllen diese Anforderung, denn sie stehen – wie der Name schon sagt – beinahe unerschöpflich zur Verfügung.
Ein weiterer Vorteil: Energie kann direkt vor Ort erzeugt werden. Dadurch wird Deutschland unabhängiger vom Import fossiler Brennstoffe aus dem Ausland. Die lokale Energieerzeugung schafft zudem neue Arbeitsplätze in Deutschland. Im Jahr 2019 arbeiteten etwa 300.000 Menschen im Bereich erneuerbare Energien – das sind knapp dreimal so viele wie im Jahr 2000.
Die Nachteile der Energiewende
Der Ausbau erneuerbarer Energien ist ein wichtiger Schritt für die Energiewende. Er bringt jedoch nicht nur Vorteile mit sich, sondern auch Herausforderungen. So kostet die Energiewende Geld. Es braucht Anlagen für erneuerbare Energien, moderne Netze, Energiespeicher und innovative Technologien. Die Bundesregierung rechnet bis Mitte des Jahrhunderts mit Investitionen bis zu 550 Milliarden Euro.
Zudem müssen bis 2050 fast 90 Prozent der Wohnflächen energetisch saniert werden. Das Resultat: 300 Milliarden Euro Zusatzinvestitionen allein für Gebäude der privaten Haushalte. Langfristig gesehen dürften sich die Investitionen jedoch auszahlen. Die niedrigeren Emissionen sorgen zukünftig für weniger Kosten als die konventionellen Energieträger. Denn bei fossilen Energieträgern fallen nicht nur die Herstellkosten an, sondern auch die dadurch ausgelösten Kosten für Umwelt- und Klimaschäden müssen bezahlt werden.
Wir sind bereit für die Energieversorgung von morgen
Als Energiedienstleister bietet GASAG ein breites Spektrum an innovativen und bedarfsgerechten Produkten und Dienstleistungen. Bereits heute vertrauen mehr als 700.000 Kundinnen und Kunden auf unsere Strom- und Energielösungen.
Moderne und innovative Energieerzeugung ist uns ein wichtiges Anliegen. Daher bieten wir in Berlin und Brandenburg ein umfangreiches Förderprogramm für die Umstellung auf effiziente Heizungssysteme an. Wir setzen für ein neues Energiezeitalter auf mehrere Lösungsansätze, denn die Energiewende gelingt nur durch das Zusammenspiel vieler Maßnahmen.
Wir kann die ganz persönliche Energiewende funktionieren?
Der Bau von Anlagen für erneuerbare Energien, der Ausbau intelligenter Netze (Smart Grids) oder die Entwicklung von Energiespeichern liegen nicht in der Hand der Verbraucherinnen und Verbraucher. Für die Energieversorgung im eigenen Zuhause stehen jedoch verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Dazu zählt beispielsweise der Bezug von Ökostrom, also 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien. Strom wird im Alltag ganz selbstverständlich genutzt. Wer sich für einen Ökostromtarif interessiert, kann verschiedene Angebote anhand ihrer Herkunft, Herkunftsnachweise und weiterer Produkteigenschaften vergleichen. Mit GASAG | STROM beziehen Kundinnen und Kunden Strom aus erneuerbaren Energien.