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Der durchschnittliche Gasverbrauch im Jahr

Wenn die Heizperiode beginnt oder die Gasrechnung im Briefkasten liegt, fragen sich viele: Ist mein Gasverbrauch eigentlich normal? Wir verraten, wie hoch der durchschnittliche Gasverbrauch im Jahr ist. 

Wenn die Herbsttage ungemütlicher werden, drehen wir die Heizung an. Wohlige Wärme breitet sich in unserem Zuhause aus und die Kälte draußen kann uns nichts anhaben. Dass der Gaszähler mitläuft, wird uns spätestens dann bewusst, wenn unser Gaslieferant uns auffordert, den Gaszähler abzulesen, und die Gasrechnung schickt. Viele fragen sich dann, wie hoch der durchschnittliche Gasverbrauch im Jahr ist und ob sie vielleicht zu viel Gas verbrauchen. 

Wie hoch ist der durchschnittliche Gasverbrauch im Jahr?

Wie viel Gas ein Haushalt im Jahr verbraucht, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Der wichtigste: die Größe der Wohnung oder des Hauses. Der durchschnittliche Gasverbrauch im Haushalt liegt bei 140 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter Wohnfläche für Heizung und Warmwasser. Das entspricht etwa einem Gasverbrauch von 14 Kubikmetern (m3) pro Jahr auf dem Gaszähler. Erfahrungswerte von GASAG zeigen, dass der Durchschnittsgasverbrauch bei größeren Wohnungen, wenn mehr Personen in einem Haushalt zusammenleben, bei 150 bis 160 kWh pro Quadratmeter liegt. 

Die durchschnittliche Wohnung in Deutschland hat etwas über 90 Quadratmeter; der Gasverbrauch dafür liegt bei 12.600 kWh. Ein typisches Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche verbraucht im Durchschnitt 18.000 kWh Gas. 

Der Gasverbrauch schwankt übers Jahr beträchtlich. Im Winter während der Heizperiode ist der Gasverbrauch sehr viel höher als im Sommer, wenn Gas hauptsächlich für Warmwasser und das Kochen verwendet wird. Die monatlichen Abschläge, die wir an den Gaslieferanten zahlen, sind dagegen konstant. So verteilen sich die Kosten für die jährliche Gasrechnung gleichmäßig übers Jahr.

 

Durchschnittlicher jährlicher Gasverbrauch nach Wohnfläche im Überblick

WohnflächeJährlicher Gasverbrauch im Durchschnitt
40 m2 5.600 kWh
60 m28.400 kWh
80 m211.200 kWh
100 m214.000 kWh
120 m2
18.000 kWh 
 140 m221.000 kWh
160 m224.000 kWh
180 m227.000 kWh
 200 m2 30.000 kWh

Von diesen Faktoren hängt der jährliche Gasverbrauch ab

Wie viel Gas ein Haushalt jährlich tatsächlich verbraucht, hängt von diesen Einflussfaktoren ab:

  • Wie groß ist das Haus oder die Wohnung?
  • Wie viele Personen leben im Haushalt?
  • Geht es um ein Einfamilienhaus oder eine Wohnung im Mehrfamilienhaus?
  • Wie liegt die Wohnung im Gebäude?
  • Wie ist der energetische Zustand des Wohnhauses?
  • Wie alt ist die Heizungsanlage?
  • Wird das Warmwasser mittels Gas bereitet?
  • Wie ist das eigene Verbrauchsverhalten?

Bestimmend für den Gasverbrauch: Wohnfläche und Anzahl der Personen im Haushalt

Je größer die Wohnfläche, desto mehr muss geheizt werden. Deshalb ist die Wohnfläche der wichtigste Parameter für die Berechnung des Gasverbrauchs. Wird nur die Heizung mit Gas betrieben, hat es kaum Auswirkungen auf den Gasverbrauch, wie viele Personen im Haus oder in der Wohnung wohnen. Denn die Zimmer müssen beheizt werden, unabhängig davon, wie viele Menschen sich darin aufhalten. Wird auch das Warmwasser mit Gas bereitgestellt, etwa über eine Gasetagenheizung oder einen mit Gas betriebenen Durchlauferhitzer, sieht es etwas anders aus. Denn vier Personen brauchen normalerweise etwa doppelt so viel Wasser fürs Duschen und Baden wie zwei Personen. Da auf einer größeren Wohnfläche in der Regel auch mehr Personen leben, ist die Haushaltsgröße in den oben genannten Richtwerten 140 bis 160 kWh pro Quadratmeter bereits indirekt berücksichtigt. Größere Abweichungen vom durchschnittlichen Gasverbrauch treten auf, wenn ein 1-Personen-Haushalt in einer besonders großen Wohnung oder einem Einfamilienhaus lebt oder wenn viele Personen in einer kleinen Wohnung oder einem Häuschen zusammenwohnen. 

Einfamilienhaus oder Wohnung im Mehrfamilienhaus 

Einfamilienhaus mit Garten oder Wohnung im Mehrfamilienhaus – auch die Immobilienart beeinflusst, wie viel Gas im Jahr verbraucht wird. Im Einfamilienhaus ist der jährliche Gasverbrauch normalerweise etwas höher als in einer Wohnung im Mehrfamilienhaus, selbst bei gleicher Wohnfläche. Das liegt daran, dass im Einfamilienhaus nur ein Haushalt wohnt, dessen Wohnraum alle Außenflächen umfasst. Darüber entweicht Wärme in die Umgebung. Eine Wohnung im Mehrparteienhaus dagegen grenzt mit mindestens einer Seite an eine andere Wohnung, die ja auch beheizt wird. Entsprechend wirkt sich in Mehrfamilienhäusern die Lage der Wohnung innerhalb des Gebäudes auf den Gasverbrauch aus. Je weniger Außenfläche eine Wohnung aufweist, desto niedriger sind in der Regel die Heizkosten, weil die Wohnung von der Wärme der Nachbarwohnungen profitiert. 

Tatsächlichen Gasverbrauch im Blick behalten

Um den tatsächlichen Gasverbrauch im Blick zu behalten, empfiehlt es sich, monatlich den Gaszähler abzulesen und sich den Zählerstand zu notieren. Manchmal zeichnet sich schon im Laufe des Jahres ab, dass der Gasverbrauch höher ausfallen wird als im vorangegangenen Jahr. Zum Beispiel weil in einem kalten und langen Winter die Heizung auf Hochtouren lief. Oder weil der Partner oder die Partnerin mit in die Wohnung gezogen ist und öfter leckere Gerichte auf dem Gasherd gezaubert werden und mehr Warmwasser verbraucht wird. Im Kundenportal MEINE GASAG lassen sich die monatlichen Abschläge mit wenigen Klicks anpassen. So lassen sich höhere Nachzahlungen bei der nächsten Gasrechnung vermeiden. 

Guter energetischer Zustand des Gebäudes = niedriger Gasverbrauch

Ein sehr wichtiger Faktor für den Gasverbrauch ist der energetische Zustand des Gebäudes. Je älter ein Wohngebäude ist, desto schlechter ist es in der Regel isoliert. Da bei energetisch mangelhaftem Zustand mehr Wärme nach außen entweichen kann, muss ein altes Wohnhaus stärker beheizt werden als ein neueres. Wie gut sind Dach und Kellerdecke gedämmt? Sind Fenster und Türen dicht oder zieht es im Winter, selbst wenn alles geschlossen ist? Laut Heizspiegel 2021 ist der energetische Sanierungsstand der wichtigste Faktor, der darüber entscheidet, ob jemand am oberen oder am unteren Ende der Heizkostenspanne liegt. Am konkreten Beispiel verdeutlicht: Wer in einer 70 Quadratmeter großen Wohnung mit gutem Energiezustand lebt, zahlt nur etwa halb so viel Heizkosten wie Bewohner einer gleich großen schlecht isolierten Wohnung. Zusätzlich beeinflusst das Alter der Heizungsanlage den Gasverbrauch. Moderne Heizungsanlagen sind energieeffizienter als alte. 

Was tun, um den Gasverbrauch zu senken und Heizkosten zu sparen?

Vieles, was den Gasverbrauch steigert, können wir nicht beeinflussen – unser individuelles Verbrauchsverhalten aber schon. Wer ein paar Grundsätze beim Heizen beachtet, kann seinen Gasverbrauch erheblich senken. Dazu gehört zum Beispiel richtiges Lüften. Am besten mehrmals am Tag für ein paar Minuten bei weit geöffneten Fenstern stoßlüften – noch besser mit Durchzug – statt die Fenster länger gekippt zu lassen. So tauscht sich die Luft schneller aus und die Wände kühlen nicht aus. Außerdem erwärmt sich frische Luft schneller. Während des Lüftens sollte die Heizung ausgeschaltet oder Thermostate und Raumtemperaturregler abgedreht sein. 

Auch gut zum Gassparen: die Raumtemperatur um ein Grad senken – zum Beispiel von 21 auf 20 Grad im Wohnzimmer – und wenig benutzte Räume weniger heizen. Geschlossene Türen sorgen dafür, dass die Temperatur in den verschieden geheizten Zimmern stabil bleibt. Beim Kochen mit Gas lässt sich ebenfalls Energie sparen, indem zum Beispiel der Topf passend zur Kochstelle gewählt wird und immer der Deckel drauf kommt. Mit diesen und weiteren Energiespartipps für den Haushalt lässt sich der eigene Gasverbrauch minimieren und die Heizkosten senken. Positiver Nebeneffekt: Der persönliche CO2-Ausstoß verringert sich. Wer noch mehr fürs Klima tun möchte, entscheidet sich für Bio-Erdgas oder Ökogas, das ist nämlich klimaneutral. 

Auch ein Anbieterwechsel kann sinnvoll sein, um Heizkosten zu sparen. Mit unserem Tarifrechner einfach voraussichtlichen Gasverbrauch berechnen, Wunschtarif auswählen und Formular ausfüllen. Das geht schnell und einfach und die durchgehende Versorgung mit Gas ist garantiert – versprochen.

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