Vater und Tochter tragen ein Solarmodul vor dem Haus Bild mit KI erstellt.

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Wie groß sollte eine PV-Anlage sein?

Dimensionierung PV-Anlage: Faustformel, Mindestgröße und Faktoren – ermitteln Sie, wie groß Ihre Anlage sein sollte!

Dimensionierung PV-Anlage: Wie groß sollte eine PV-Anlage sein?

Mit einer PV-Anlage produzieren Sie mithilfe von Sonnenenergie Ihren eigenen Strom und machen sich unabhängiger vom Anbieter. Bleibt die Frage: Wie groß sollte eine PV-Anlage sein?

Mindestgröße PV-Anlage: Wie groß muss sie sein?

Junge Frau befestigt ultraleichte Solarpanels am Balkon ihres rot-weißen Fachwerkhauses. Bild mit KI erstellt.

Eine Mindestgröße für Photovoltaikanlagen gibt es im Grunde nicht. Auch kleine Anlagen, etwa Balkonkraftwerke, helfen dabei, den Strombedarf aus dem allgemeinen Stromnetz zu reduzieren. Darüber hinaus kommt es auf Ihren Stromverbrauch an – jetzt und in den kommenden Jahren. Für einen möglichst hohen Eigenverbrauchsanteil sollte die Anlage mindestens Ihren jährlichen Stromverbrauch produzieren können und überschüssig produzierte Energie in einem Batteriespeicher speichern. Eine größere Kapazität kann auch in den sonnenschwachen Wintermonaten einen größeren Teil Ihres Bedarfs decken, produziert dafür im Sommer allerdings auch einen größeren Überschuss.

Wie findet man die richtige Dimensionierung einer PV-Anlage heraus?

Um die richtige Dimensionierung der PV-Anlage herauszufinden, ermitteln Sie zunächst Ihren durchschnittlichen Stromverbrauch und beziehen Sie auch zukünftige Änderungen daran mit ein. Werden Sie zum Beispiel eine alte Öl-Heizung durch moderne Wärmepumpentechnik ersetzen? Haben Sie vor, einen Swimming Pool zu bauen oder ein E-Auto zu kaufen? Dann bedenken Sie diese zukünftigen Verbrauchsänderungen schon jetzt bei der Planung Ihrer Photovoltaikanlage.

Als nächstes ist Ihre Dachfläche dran. Auf wie viel Dachfläche lassen sich Photovoltaikmodule installieren? Welche Ausrichtung hat Ihr Dach und welchen Winkel Ihre Dachneigung? Darüber hinaus spielt auch noch der genaue Standort Ihres Hauses eine Rolle, denn die Sonneneinstrahlung ist insbesondere in Baden-Württemberg und Bayern höher als in Berlin oder Schleswig-Holstein.

Dimensionierung PV-Anlage: Faustformel

Zur groben Orientierung gibt es eine Faustformel, die Ihnen bei der Dimensionierung Ihrer PV-Anlage hilft. Dafür teilen Sie die zur Verfügung stehende Dachfläche durch 10 und erhalten damit die maximale Leistung, die sich auf Ihrem Dach installieren lässt.

Dachfläche (in m2) / 10 = maximale Leistung in kWp

In einem zweiten Schritt multiplizieren Sie die maximale Leistung mit der vorhandenen Sonnenkraft – in Berlin zum Beispiel liegt die Sonneneinstrahlung bei ca. 1.000 Watt pro Quadratmeter im Jahr. Im Ergebnis erhalten Sie die Anzahl der Kilowattstunden, die Sie pro Jahr auf Ihrem Dach erzeugen können.

Sonneneinstrahlung in Watt x maximale Leistung in kWp = maximaler Ertrag in kWh

Die folgende Tabelle zeigt, wie viel Strom Sie mit Ihrer PV-Anlage bei der jeweils vorhandenen Dachfläche in Berlin maximal produzieren könnten.

Dachfläche (m²)

Maximale Leistung (kWp)

Maximaler Ertrag (kWh/Jahr)

So viel Strom können Sie mit ihrer PV-Anlage und der jeweils vorhandenen Dachfläche in Berlin produzieren.

10

1

1.000

20

2

2.000

30

3

3.000

40

4

4.000

50

5

5.000

60

6

6.000

70

7

7.000

80

8

8.000

90

9

9.000

100

10

10.000

So viel Strom können Sie mit ihrer PV-Anlage und der jeweils vorhandenen Dachfläche in Berlin produzieren.

Nun können Sie sich die Frage stellen: Deckt sich dies mit Ihrem Jahresstromverbrauch? Ist es zu viel oder zu wenig? Zur Orientierung: Der Stromverbrauch eines Ein-Personen-Haushaltes liegt bei etwa 2.300 Kilowattstunden pro Jahr. Vier Personen verbrauchen jährlich ungefähr 4.000 kWh.

Ein weißes, einstöckiges Einfamilienhaus mit Photovoltaik auf dem Dach und einer gepflasterten Auffahrt Bild mit KI erstellt.

Solaranlage dimensionieren: PV-Leistung von vielen Faktoren abhängig

Ganz wichtig: Die eben beschriebene Faustformel ist eine vorsichtige Annäherung an die optimale Größe Ihrer PV-Anlage, beantwortet aber noch nicht vollständig die eigentliche Frage: Wie groß sollte eine PV-Anlage sein?

Es gibt weitere Faktoren, die die tatsächliche Leistung (in Kilowattpeak) Ihrer PV-Anlage beeinflussen. Heißt: Lediglich die Quadratmeterzahl Ihres Daches und Ihren Jahresstromverbrauch zu kennen, ist noch nicht aussagekräftig genug, um einschätzen zu können, wie groß Ihre PV-Anlage sein muss. Hier erklären wir Ihnen, worauf es noch ankommt:

1. Standort und Anzahl der Sonnenstunden

Wie groß Ihre PV-Anlage auf dem Dach sein sollte, hängt auch davon ab, in welcher Region Deutschlands Sie leben. So ist die Sonneneinstrahlung in Norddeutschland im Allgemeinen niedriger als im Süden des Landes. Das bedeutet: PV-Anlagen derselben Größe können in Norddeutschland häufig weniger Solarstrom erzeugen als in den südlichen Regionen. Heißt wiederum, dass Sie für die Deckung Ihres Strombedarfs im Norden eventuell eine größere Anlage benötigen.

2. Ausrichtung der Solarmodule

Wie viel Leistung Ihre PV-Anlage erbringt, entscheidet sich auch dadurch, wie gut die Solarmodule auf Ihrem Dach ausgerichtet sind. Nach Süden ausgerichtete PV-Anlagen fangen die meisten Sonnenstrahlen ein – je mehr die Ausrichtung davon abweicht, desto geringer fällt der Ertrag aus. Wenn es um die Dimensionierung der PV-Anlage geht, muss also auch die Ausrichtung eine Rolle spielen. Gibt es bei Ihnen beispielsweise viele Verschattungen durch andere Gebäude oder Bäume, können Ihre Solarmodule nicht voll leistungsfähig arbeiten – was im Umkehrschluss bedeuten kann, dass Sie eine größere PV-Anlage benötigen, um genügend Solarstrom zu erzeugen.

3. Neigung des Daches und der Module

Nicht nur die Größe Ihres Daches spielt eine Rolle bei der Planung Ihrer PV-Anlage, sondern auch seine Neigung. Generell sagt man, dass eine Dachneigung von 30 Grad optimal ist. Neigungen unter 25 oder über 60 Grad können dagegen die gewonnene Menge des Solarstroms verringern.

Welche Solaranlagengröße rechnet sich?

Wegen der inzwischen nicht mehr rentablen Einspeisevergütung ist überschüssig produzierter Strom aus wirtschaftlicher Sicht ein Verlustgeschäft für Ihren Haushalt. Konkret kostet eine selbst erzeugte Kilowattstunde Solarstrom etwa 12 Cent. Die Einspeisevergütung neu installierter Anlagen beträgt aktuell bereits weniger als 8 Cent – Tendenz sinkend. Je mehr von Ihrem selbst produzierten Solarstrom Sie also selbst nutzen, desto besser. Wenn Sie einen möglichst hohen Eigenverbrauchsanteil erreichen möchten, ist deshalb ein Stromspeicher für Photovoltaik die richtige Wahl.

So können Sie tagsüber erzeugten Strom speichern und auch über Nacht nutzen, wenn Ihre Solaranlage gerade keinen Strom erzeugt. Aber: 100 Prozent Autarkie sind aktuell noch nicht wirtschaftlich, da sich die Investitionskosten für derartig dimensionierte PV-Anlagen und Stromspeicher nicht innerhalb der zugrunde gelegten Nutzungsdauer von 20 Jahren amortisieren. Abhängig von Ihrem Stromverbrauch und dem auf Ihrem Dach maximal zu erzielenden Stromertrag können Sie mit einem sinnvoll dimensionierten Stromspeicher meist mehr als 60 Prozent Ihres Strombedarfs mit selbst produziertem Solarstrom decken.

Wie groß sollte ein Batteriespeicher für die PV-Anlage sein?

Wie bereits erwähnt, hat ein Batteriespeicher den Vorteil, dass der selbst produzierte Solarstrom nicht sofort verbraucht werden muss. Er macht es damit möglich, den Eigenverbrauch zu erhöhen. Aber wie muss die Dimensionierung eines PV-Speichers aussehen? Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort, da hier etliche Faktoren eine Rolle spielen, unter anderem:

  • Der individuelle Stromverbrauch in Ihrem Haushalt
  • Zu welchen Tageszeiten Sie den meisten Strom benötigen
  • Welche Leistung Ihre PV-Anlage erbringen kann

PV-Anlage: Ab wann ist sie zu groß?

Nahaufnahme von Händen, die einen Taschenrechner und einen Laptop verwenden Bild mit KI erstellt.

Grundsätzlich ist eine Photovoltaikanlage so lange sinnvoll dimensioniert, wie Sie den erzeugten Strom größtenteils auch selbst nutzen können. Energiemanagement-Systeme helfen dabei, Verbraucher möglichst bei Sonnenschein laufen zu lassen. Die Pumpe eines Swimming Pools oder der Betrieb einer Klimaanlage im Sommer lassen sich nahezu komplett durch selbst produzierten Strom realisieren.

Sobald Sie Ihren Eigenverbrauch an der Photovoltaikanlage allerdings nicht mehr steigern können, wäre jedes zusätzlich installierte Modul nur noch dazu da, selbst erzeugten Strom einzuspeisen. Das trägt durch die erzielte Einspeisevergütung zwar zur Amortisierung der gesamten Anlage bei, produziert den Strom allerdings teurer als er verkauft werden kann. Deshalb spielt Ihr eigener Stromverbrauch eine zentrale Rolle bei der richtigen Größe Ihrer Solaranlage.

Wallbox, Wärmepumpe und Co.: So müssen Sie die PV-Anlage dimensionieren

Mit Blick auf den Eigenverbrauch gewinnen zusätzliche Verbraucher wie eine Wallbox für das Elektroauto oder eine Wärmepumpe an Bedeutung. Solche Geräte erhöhen den Strombedarf im Haushalt erheblich und machen es dadurch sinnvoll, die PV-Anlage größer zu dimensionieren. Während die Wallbox in den Abendstunden oft gespeist werden soll, kann eine Wärmepumpe tagsüber in Kombination mit einem Energiemanagement-System besonders effizient betrieben werden. Durch diese zusätzlichen Stromabnehmer verschiebt sich die Grenze, ab wann eine Anlage als „zu groß“ gilt – denn jeder zusätzliche Eigenverbraucher steigert die Wirtschaftlichkeit und verkürzt die Amortisationszeit Ihrer Photovoltaikanlage.

Sie wissen noch nicht, für welche Solaranlagengröße Sie sich entscheiden sollten? Vielleich hilft Ihnen eine Studie der HTW Berlin, in der es um die richtige Dimensionierung von PV-Anlagen geht. Noch besser ist es jedoch, mit Expertinnen oder Experten zu reden. Kennen Sie schon GASAG | SOLAR? Unsere geschulten Solar-Beraterinnen und -Berater stehen Ihnen bei Ihrem Vorhaben mit Rat und Tat zur Seite.

Vereinbaren Sie gleich einen unverbindlichen Termin und lassen Sie sich umfassend beraten.

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Fragen und Antworten zur sinnvollen Größe einer PV-Anlage

Wie viel Kilowattpeak sollte eine Photovoltaik-Anlage haben?

Um diese Frage beantworten zu können, müssen Sie im ersten Schritt Ihren durchschnittlichen Jahresstromverbrauch ermitteln. Sie finden ihn auf Ihrer Stromrechnung. Anhand dieser Angabe können Sie ungefähr abschätzen, wie viel Kilowattpeak (kWp) – also wie viel Leistung – Ihre PV-Anlage erbringen muss. Im Allgemeinen können Sie davon ausgehen, dass sie pro kWp rund 1.000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr erzeugen können.

Ein Kilowattpeak erreichen Sie mit etwa zwei bis zweieinhalb Solarmodulen. Verbrauchen Sie also beispielsweise in Ihrem Haushalt pro Jahr 3.000 Kilowattstunden, benötigen Sie vermutlich eine PV-Anlage mit einer Leistung von drei Kilowattpeak, um diesen Strombedarf über Solarstrom zu decken. Wichtig: Dies sind nur allgemeine Angaben und Schätzungen. Wie groß Ihre PV-Anlage sein muss, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Lassen Sie sich vor dem Kauf einer PV-Anlage also unbedingt beraten.

Wie groß ist eine PV-Anlage für zwei Personen?

Die Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Wichtiger als die Anzahl der Personen in einem Haushalt ist die Frage, wie viel Strom zwei Personen in diesem Haushalt auf das Jahr gerechnet verbrauchen. Im nächsten Schritt könnte dann ermittelt werden, ob das Dach des entsprechenden Wohnhauses groß genug ist, um dort Solarmodule zu installieren, die diesen Jahresbedarf decken.

Übrigens: Eventuell ist auch ein Balkonkraftwerk eine Alternative zur Solaranlage auf dem Dach. Immerhin lassen sich damit zwischen 550 und 790 Kilowattstunden Solarstrom im Jahr erzeugen, wenn das Balkonkraftwerk unter optimalen Bedingungen arbeiten kann. Lassen Sie sich unbedingt ausführlich beraten, welche Variante in Ihrem individuellen Fall ideal ist.

Gibt es eine Mindestgröße für PV-Anlagen?

Wie groß sollte eine PV-Anlage sein? Das variiert von Fall zu Fall. Klar ist jedoch: Sie sind nicht verpflichtet, bei der Anschaffung einer PV-Anlage auf eine Mindestgröße zu achten. Selbst kleine Steckersolaranlagen auf Balkonen, Terrassen und Garagen sind erlaubt und helfen dabei, die Umwelt zu entlasten und den Geldbeutel zu schonen. Lassen Sie sich beraten, welche Größe für Ihre Bedürfnisse die richtige ist.