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Strompreisbremse – So sollen Verbraucher entlastet werden

Die Strompreisbremse ist beschlossene Sache. Gemeinsam mit der Gaspreisbremse soll sie Verbraucher entlasten. Wir fassen zusammen, worum es geht.

Was ist die Strompreisbremse?


Nachdem die Strompreise im Laufe der vergangenen 20 Jahre mehr oder weniger kontinuierlich anstiegen, sind sie im Jahr 2022 geradezu explodiert. Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher bedeuten die hohen Stromkosten eine kaum zu stemmende finanzielle Belastung. Die Bundesregierung möchte dafür sorgen, dass Strom bezahlbar bleibt und die Versorgung damit sichern. Das Mittel zum Zweck: die sogenannte Strompreisbremse. Mit ihr soll der Strompreis gedeckelt werden.

Wie funktioniert die Strompreisbremse?


Für Privathaushalte liegt der Preisdeckel durch die Strompreisbremse bei 40 Cent pro Kilowattstunde. Er gilt allerdings nur für einen Basisbedarf. Dieser entspricht laut Gesetz insgesamt 80 Prozent des historischen Verbrauchs, der in der Regel dem Vorjahresverbrauch gleichkommt. Das heißt: Verbrauchen Kunden nur 80 Prozent der Menge an Strom, die sie im Vorjahr verbraucht haben, bezahlen sie lediglich 40 Cent pro Kilowattstunde Strom. Für jede verbrauchte Kilowattstunde, die über diesen Basisbedarf hinausgeht, wird der reguläre Marktpreis fällig. So sollen die Verbraucher nicht nur entlastet, sondern gleichzeitig zum Stromsparen angeregt werden.

Die Strompreisbremse gilt von Januar 2023 bis April 2024. Aus Rücksicht auf die Versorgungsunternehmen erfolgt die Auszahlung der Entlastungsbeträge für Januar und Februar 2023 allerdings erst im März 2023.

Rechenbeispiel: Die Strompreisbremse in der Praxis

Eine im Mehrfamilienhaus wohnhafte vierköpfige Familie, die keinen Strom zur Warmwasseraufbereitung nutzt, verbraucht jährlich etwa 2.600 Kilowattstunden Strom. Der Strompreis pro Kilowattstunde lag zum Ende des Jahres 2021 noch bei 32,16 Cent. Damals lagen die monatlichen Stromkosten im Beispiel-Haushalt bei etwa 69,68 Euro. Bis Mitte des Jahres 2022 kletterte der Strompreis auf durchschnittlich 37,14 Cent pro Kilowattstunde. Bei diesem Kilowattstundenpreis betragen die monatlichen Stromkosten bereits 80,47 Euro.

Rechnung: 2.600 kWh/12 Monate x 0,3714 € = 80,47 €/Monat

Zeitweise lag der Strompreis 2022 sogar bei mehr als 50 Cent pro Kilowattstunde. Es ist durchaus damit zu rechnen, dass er 2023 weiter ansteigt. Manche Experten rechnen mit Preisen in doppelter Höhe im Vergleich zum Vor-Krisen-Niveau. Wir gehen für unser Beispiel daher von durchschnittlichen Marktpreisen in Höhe von 60 Cent pro Kilowattstunde aus. Ohne die Strompreisbremse müsste unsere vierköpfige Familie in diesem Fall mit Stromkosten von 130 Euro pro Monat rechnen – fast doppelt so viel wie noch im Jahr 2020.

Rechnung: 2.600 kWh/12 Monate x 0,6 € = 130 €/Monat

Dank der Strompreisbremse müssten Verbraucher lediglich die vollen 60 Cent pro Kilowattstunde bezahlen, wenn sie ihren Basisverbrauch in Höhe von 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs überschreiten. Für jede Kilowattstunde, die den Basisverbrauch nicht überschreitet, gilt der gedeckelte Preis von 40 Cent pro Kilowattstunde. Zur Vereinfachung gehen wir davon aus, dass die Beispiel-Familie ebenso viel Strom verbraucht, wie im Vorjahr. Dann lägen die monatlichen Stromkosten bei 95,33 Euro.

Rechnung: 2.600 kWh/12 Monate x 0,4 € x 0,8 + 2.600 kWh/12 Monate x 0,6 € x 0,2 = 95,33 €/Monat

Die monatlichen Stromkosten wären so immer noch etwa 35 Euro höher als vor der Krise. Die Familie spart dank der Strompreisbremse aber auch knapp 35 Euro pro Monat im Vergleich zu den regulären Marktpreisen. Der Grundpreis findet in dieser beispielhaften Rechnung keine Beachtung.

Wer profitiert von der Strompreisbremse?


Von der Strompreisbremse mit einem Preisdeckel von 40 Cent pro Kilowattstunde profitieren alle privaten Haushalte. Auch für mittlere und große Unternehmen mit mehr als 30.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch ist der Strompreis gedeckelt – und zwar bei 13 Cent (Netto-Arbeitspreis) für 70 Prozent des Vorjahresverbrauchs.

Womit werden Stromkunden außerdem entlastet?


Auch die Netzentgelte des deutschen Stromnetzes steigen. Diese betreffen nicht den Arbeitspreis, werden aber über den Grundpreis an die Verbraucher weitergegeben. Ein Zuschuss von 12,84 Milliarden Euro soll die Kosten für Netzentgelte im Jahr 2023 auf dem Vorjahresniveau stabilisieren.

Wie finanziert sich die Strompreisbremse?


Man geht davon aus, dass die Strompreisbremse den Staat zwischen 50 und 70 Millionen Euro kosten wird. Die Mittel dafür werden aus einem 200 Milliarden Euro umfassenden Wirtschafts- und Stabilisierungsfonds (WSF) entnommen, von dem unter anderem auch die Gaspreisbremse finanziert wird. Zusätzlich werden sogenannte Zufallsgewinne auf dem Strommarkt abgeschöpft, um die Strompreisbremse zu finanzieren. Darunter versteht man die unerwartet hohen Gewinne der günstig produzierenden Stromerzeuger – zum Beispiel von denen, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen. Diese profitieren im Moment durch die Merit-Order besonders von den hohen Strompreisen.

Wie kann man die Strompreisbremse in Anspruch nehmen?


Um von der Strompreisbrems zu profitieren, müssen Stromkunden nichts tun – sie greift automatisch. Die Differenzbeträge zwischen gedeckeltem Kilowattstundenpreis und dem vertraglich festgelegten Preis erstattet die Bundesregierung den Anbietern direkt.

Gibt es auch Kritik an der Strompreisbremse?


Die wohl größte Kritik kommt von jenen Stromproduzenten, die laut Gesetz ihre Zufallsgewinne abtreten müssen, mit denen die Strompreisbremse finanziert werden soll. Experten befürchten, dass durch diese Regelung die Investitionen in erneuerbare Energien an Attraktivität verlieren könnten, wodurch deren Ausbau ins Stocken geraten würde.

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