Fachkraft installiert eine Wärmepumpe im Garten neben einem Wohnhaus. Bild mit KI erstellt.

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Gasheizung umrüsten – diese Alternativen lohnen sich wirklich.

Wann ist es sinnvoll, die Gasheizung umzurüsten?

Heizungsmodernisierungen sollten idealerweise geplant werden, bevor die alte Anlage ausfällt. Moderne Heizsysteme können den Energiebedarf im Betrieb reduzieren. Wer heute auf ein erneuerbares Heizsystem setzt, profitiert außerdem von attraktiven staatlichen Förderungen.

Sollte man auch eine noch funktionierende Gasheizung austauschen?

Gas- und Ölkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen laut GEG ersetzt werden – ausgenommen sind nur Brennwert- und Niedertemperaturgeräte. Auch funktionierende Heizungen über 15 Jahren entsprechen oft nicht mehr dem Stand der Technik:

  • Sie benötigen viel Energie
  • verursachen hohe Heizkosten

Wer frühzeitig umrüstet, kann Fördergelder nutzen und langfristig sparen.

Grünes Icon mit einer Hand, die eine leuchtende Glühlampe hält

Wichtig zu wissen

Ein hydraulischer Abgleich ist Pflicht, wenn man seine Gasheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten und eine Förderung erhalten will. Der Abgleich sorgt für einen optimalen Wirkungsgrad und verlängert die Lebensdauer des Heizsystems. Kosten für einen hydraulischen Abgleich belaufen sich auf rund 500 bis 1.000 Euro.

Gasheizung umrüsten: Diese Alternativen gibt es

Es gibt heute mehrere Möglichkeiten, eine alte Gasheizung zu ersetzen – von vollständig erneuerbaren Lösungen bis zu hybriden Systemen. Die folgenden Alternativen zeigen, welche Technologien sich für verschiedene Gebäude und Anforderungen eignen.

1. Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe ersetzt fossile Energieträger vollständig. Besonders effizient ist der Betrieb in Kombination mit Photovoltaik.
Vorteile:

  • sehr niedrige Betriebskosten
  • ideal für Neubauten
  • auch im Bestand möglich (zum Beispiel bei Dämmung oder Austausch alter Heizkörper)

Auch für Mehrfamilienhäuser gibt es passende Lösungen. Wer keine eigene PV-Anlage besitzt, kann einen günstigen Ökostromtarif, also 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien, wie GASAG | STROM Wärmepumpe nutzen.

2. Solarthermie

Solarthermie eignet sich zur Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung. Als alleinige Heizung reicht Solarenergie in Deutschland nicht aus – sie ergänzt am besten eine Hybridheizung oder eine Wärmepumpe.

Wenn die Dachfläche begrenzt ist, ist Photovoltaik oft die sinnvollere Wahl.

3. Brennstoffzelle

Brennstoffzellenheizungen erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme.
Ideal für Einfamilienhäuser, weil:

  • selbst erzeugter Strom direkt genutzt werden kann
  • überschüssiger Strom vergütet wird
  • sehr hoher Wirkungsgrad (über 90 Prozent)

Sie benötigen jedoch Erdgas als Ausgangsbasis – der Schritt zu komplett erneuerbaren Energien ist hier kleiner, aber noch nicht voll erreicht.

4. Pelletheizung

Bei dieser Heiztechnologie werden kleine Holzpresslinge verbrannt, um ein Gebäude mit Wärme zu versorgen. Dabei gilt es zu bedenken:

  • Beim Verbrennen entsteht CO₂
  • Feinstaub- und Schadstoffemissionen belasten die Luft
  • Umweltverbände empfehlen, Wälder eher als CO₂-Speicher zu erhalten

5. Ölheizung

Durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) genießen bestehende Ölheizungen Bestandsschutz und dürfen somit weiterhin betrieben werden. Auch neue Ölheizungen sind zulässig. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten jedoch beachten, dass für neu installierte Öl- und Gasheizungen schrittweise ein wachsender Anteil erneuerbarer Brennstoffe vorgeschrieben ist.

Was ist eine Hybridheizung?

Eine Hybridheizung kombiniert zwei Systeme – meist eine Wärmepumpe und ein Gasbrennwertgerät. Vorteile:

  • hohe Versorgungssicherheit
  • bessere Effizienz
  • flexibler Betrieb

Sie eignet sich besonders für Bestandsgebäude, die stufenweise modernisiert werden sollen.

Gasheizung umrüsten: Kosten und Fördermöglichkeiten

Die Investitionskosten unterscheiden sich je nach Heizsystem. Beispiel: Beim Einbau einer Wärmepumpe fallen Kosten für Gerät, Installation und Speicher an – ein Einfamilienhaushalt sollte mit rund 36.000 Euro rechnen.

Wichtig: Die tatsächlichen Kosten sinken deutlich, wenn staatliche Förderungen genutzt werden.

Hier finden Sie Details zu den Kosten von Solarthermie oder Warmwasser-Wärmepumpen.

Position

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Sole-Wasser-Wärmepumpe

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Neue Gasheizung

Übersicht der Kosten je nach Art des Heizsystems

Gerätekosten

9.000 - 20.000 Euro

12.000 - 20.000 Euro

15.000 - 22.000 Euro

6.000 - 15.000 Euro

Installationskosten, inkl. ggf. Bohrung

2.000 - 4.000 Euro

5.000 - 12.000 Euro

6.000 - 10.000 Euro

1.000 - 2.000 Euro

Rückbau Gasheizung

1.500 - 2.500 Euro

1.500 - 2.500 Euro

1.500 - 2.500 Euro

1.500 - 2.500 Euro

maximale Förderung

70 Prozent

70 Prozent

70 Prozent

keine Förderung für
reine Gasheizungen
mehr möglich

Übersicht der Kosten je nach Art des Heizsystems

Förderungen für das Umrüsten von Gasheizungen

Bis zu 80 Prozent Zuschuss sind über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) möglich. Grundlage ist das KfW-Programm 458.

Förderfähige Kosten sind unter anderem:

  • Anschaffung des neuen Heizsystems
  • Installation und Montage
  • notwendige Umbauten

Zuschüsse:

  • 30 Prozent Grundförderung (ab 1. Januar 2027 15 Prozent)
  • ab 1. Januar 2027: 15 Prozent Wertschöpfungsbonus für in der EU hergestellte Wärmepumpen
  • 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus (halbjährlich sinkend um 4 Prozentpunkte ab 1. Februar 2027)
  • bis zu 40 Prozent Einkommensbonus

Maximal werden 80 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen (Stand: September 2026). Der Förderhöchstbetrag liegt für Einfamilienhäuser bei 28.000 Euro. Er sinkt ab 1. Februar 2027 halbjährlich um 750 Euro bis zum auf 22.000 Euro (August 2030). Zusätzlich können Förderprogramme von Ländern und Kommunen genutzt werden.

Die Änderungen zur Wärmepumpenförderung im Rahmen des GModG sehen insgesamt eine Degression vor.

Energieberatung mit iSFP nutzen – doppelt sparen

Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) zeigt, welche Schritte langfristig sinnvoll sind.
Gefördert werden:

  • 50 Prozent der Beratungskosten
  • bis zu 650 Euro bei Ein- oder Zweifamilienhäusern
  • bis zu 850 Euro bei größeren Wohngebäuden

Wer Baumaßnahmen nach iSFP umsetzt, erhält zusätzliche Förderboni.

Contracting – neue Heizung ohne hohe Anfangskosten

Beim Contracting übernimmt ein Dienstleister wie GASAG die komplette Heizung:

  • Installation
  • Betrieb
  • Wartung

Eigenheimbesitzer zahlen lediglich einen monatlichen Grund- und Arbeitspreis – zum Beispiel im Tarif GASAG | WÄRME Heizkomfort. Ideal für Haushalte, die keine hohe Anfangsinvestition stemmen möchten.

Gasverbrauch senken – 4 einfache Tipps

1. Sparsam heizen
Ein Grad Celsius weniger spart rund 6 Prozent Heizenergie.

2. Smarte Thermostate nutzen
Heizzeiten automatisch optimieren.

3. Warmwasser reduzieren
Duschen statt baden, Sparduschkopf nutzen.

4. Richtig lüften
Mehrmals täglich kurz stoßlüften statt Durchzug.

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