CheckCreated with Sketch. device, computer, phone, smartphone < All mini chat PLANT PLANT white CALENDAR CALENDAR white PHONE PHONE white EURO EURO white THUMBS UP THUMBS UP white
  • Über 174 Jahre Erfahrung
  • 800.000 Kunden
  • Günstige Strom- & Gastarife
  • Kostenfreier Wechsel
  1. Magazin
  2. Nachhaltig
  3. Das steckt hinter dem CO₂-Preis ab 2021

Das steckt hinter dem CO₂-Preis

Seit Januar 2021 gilt bundesweit der neue CO2-Preis für Heizöl, Erdgas und Kraftstoffe. Neugierig, was das bedeutet? Wir fassen zusammen, was Verbraucher wissen müssen.

Maedchen-Kuehlschrank_1360x700

Eine CO2-Steuer auf Heizöl, Erdgas und Kraftstoffe? Zwar wird der seit 2021 geltende CO2-Preis nicht als Steuer bezeichnet, fällt aber in gleicher Weise an. Die Idee der Bundesregierung dahinter: Verkehr und Gebäude haben einen hohen Anteil am Ausstoß von klimaschädlichem CO2. Durch die Bepreisung sollen umweltfreundlicheres Verhalten und sinnvolle Investitionen in klimaschonende Technologien gefördert werden.

Energielieferanten zahlen zunächst den CO2-Preis

Hinter den veränderten Preisen der fossilen Energieträger Erdgas und Erdöl steht die Einführung eines sogenannten nationalen Emissionshandelssystems. Wer mit den Energieträgern handelt oder Kunden damit beliefert, gilt als „Verursacher“ von CO2-Emissionen. Deshalb müssen diese Unternehmen sogenannte „Verschmutzungsrechte“ oder CO2-Zertifikate bei der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) oder einer von ihr beauftragten Stelle erwerben. Für jede Tonne CO2, welche die von ihnen verkauften fossilen Brenn- und Heizstoffe ausstoßen, müssen sie im Jahr 2021 pauschal 25 Euro bezahlen.

Das kostet die CO2-Abgabe

Dieser CO2-Preis wird in den folgenden Jahren langsam, aber stetig weiter steigen:

  • 30 Euro im Jahr 2022
  • 35 Euro im Jahr 2023
  • 45 Euro im Jahr 2024
  • 55 Euro im Jahr 2025

Ab 2026 soll sich der Preis für eine Tonne CO2 eigenständig am Markt bilden, er wird aber in einem festgelegten Preiskorridor von mindestens 55 Euro und höchstens 65 Euro liegen. Damit ist dauerhaft eine Untergrenze festgelegt, unter die der CO2-Preis nicht mehr fallen wird. Der Vorteil: Verbraucher können sich bereits heute darauf einstellen, beispielsweise wenn die Anschaffung eines neuen Autos oder der Einbau einer neuen Heizungsanlage ansteht. Allerdings wird in der Politik bereits darüber diskutiert, ob der CO2-Preis schneller ansteigen sollte, um die Klimaziele zu erreichen. Entschieden ist dahingehend aber noch nichts.

Kosten der CO2-Abgabe werden an Verbraucher weitergegeben

Auch wenn den CO2-Preis zunächst die Händler und Lieferanten der Energieträger bezahlen, werden sie ihre Kosten aus dem Emissionshandel an die Endverbraucher weitergeben. Ähnlich verfahren sie mit anderen Steuern und gesetzlichen Abgaben, welche die Kunden an die Unternehmen zahlen, die sie dann 1:1 an den Staat weitergeben. Die Preise für Erdgas, Heizöl, Benzin und Diesel werden sich dadurch erhöhen.

Die Preissteigerungen sind direkt davon abhängig, wie viel CO2 der jeweilige Brennstoff verursacht. Aus diesen Werten lässt sich berechnen, wie sich der Preis für einen Liter Kraftstoff oder Heizöl beziehungsweise für eine Kilowattstunde Erdgas entwickelt. Berücksichtigt man neben dem Preis von 25 Euro pro Tonne CO2 obendrein die höhere Mehrwertsteuer, so fallen im Jahr 2021 durchschnittlich die folgenden Preisanpassungen an:

CO2-Preise für Heizöl

Wie viel CO2 produziert ein Liter Heizöl? Die Wohnung mit einer Ölheizung warm zu halten, verursacht ca. 2,7 Kilogramm CO2 pro Liter. Demnach beträgt der durch den CO2-Preis hervorgerufene Preisanstieg für Heizöl ca. 7,9 Cent pro Liter.

CO2-Preise für Erdgas

Wie wirkt sich die vermeintliche CO2-Steuer auf Gasheizungen aus? Der Preisanstieg ist gerechnet mit einem CO2-Verbrauch von rund 180 Gramm pro Kilowattstunde niedriger als bei Ölheizungen. Beim Vergleichswert von 10 Kilowattstunden erhöht sich der Preis für Erdgas um ca. 5 bis 6 Cent pro Liter.

CO2-Preise für Kraftstoffe

Auch Tanken ist teurer geworden, aber Auto ist nicht gleich Auto. Während die Emissionsmenge von Diesel bei ca. 2,7 Kilogramm pro Liter liegt, sind es bei Benzin ca. 2,4 Kilogramm pro Liter. Durch den CO2-Preis stieg der Preis für Diesel mit ca. 7,9 Cent pro Liter demnach ein wenig mehr als der für Benzin mit ca. 7 Cent pro Liter.

Entlastungen für Stromkunden, Pendler, Mieter

Mit den Einnahmen aus dem Handel mit CO2-Zertifikaten sollen einerseits Klimaschutzmaßnahmen finanziert werden. Andererseits sollen sie zur finanziellen Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen eingesetzt werden.

  • So soll die im Strompreis enthaltene Erneuerbare-Energien-Gesetz-Umlage (EEG-Umlage) gesenkt werden. Strom für Haushalte, Industrie und Elektroautos wird also günstiger.
  • Außerdem können Pendler, die weite Wege zum Arbeitsplatz zurücklegen müssen, für die Jahre 2021 bis 2026 ab dem 21. Kilometer (einfache Strecke) eine höhere Entfernungspauschale geltend machen, und zwar zunächst 35 Cent, ab 2024 38 Cent statt zurzeit 30 Cent pro Kilometer. Für Pendler-Haushalte mit geringem Einkommen soll eine neue Mobilitätspauschale eingeführt werden.
  • Zudem hat die Bundesregierung zur Vermeidung von Härtefällen ein höheres Wohngeld eingeplant.
  • Darüber hinaus sollen Austauschprämien für alte Öl- und Gasheizungen sowie die Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen die Umstellung auf klimaschonenderes Wohnen vorantreiben.

Schon gewusst? Erdgas geht auch klimaneutral! Jetzt 100% CO₂ kompensieren.

Das könnte Sie auch interessieren ...

Grüne Firmen-Mobilität in Berlin
GASAG und die SHK- und Schornsteinfeger-Innungen gehen eine Klimaschutzpartnerschaft ein - für mehr grüne Mobilität in Betrieben.
CNG-Autos: die heimlichen Umwelt-Helden
Zu Besuch bei Familie Svarovsky in Potsdam und ihrem VW Touran EcoFuel