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Solardachziegel: Alternative zur Photovoltaikanlage auf dem Dach?

Solardachziegel fügen sich optisch unauffällig ins Gesamtbild von Gebäuden ein. Wie Solardachziegel funktionieren, wie hoch ihre Leistung ist, was sie kosten und welche Vor- und Nachteile sie haben erklären wir hier.

Solardachziegel

Was sind Solardachziegel?

Solardachziegel sind Dachziegel mit integrierten Solarmodulen, die Solarstrom produzieren. Sie werden auch Solarziegel oder Solardachpfannen genannt. Es gibt zwei Arten von Solardachziegeln:

  • Solardachziegel mit Vertiefungen, in die Photovoltaik-Module eingelassen sind. Diese Solardachziegel bestehen aus verschiedenen Materialien wie Keramik, Ton, Kunststoff oder Schiefer. Sie haben eine ähnliche Größe wie konventionelle Ziegel. Meist sind Solarziegel flach, doch es gibt auch Modelle in der gewellten Form von S-Pfannen.
  • Solardachziegel aus einem Guss, meist aus Quarzglas. Hier bilden die Solarzellen selbst die Ziegel. Diese Art von Solardachziegeln ist länglich und kann so breit sein wie zwei bis sechs Dachziegel. Damit sind sie immer noch wesentlich kleiner als reguläre Solarmodule mit den Maßen von etwa 1,80 x 1 Meter. 

Solardachziegel sind eine Zwei-in-eins-Lösung im Bereich Photovoltaik: Sie sind Dachziegel und Solaranlage in einem. Wie herkömmliche Ziegel werden sie auf der Dachlattung verlegt. Während PV-Module auf die Dacheindeckung montiert werden, ersetzen Solardachziegel einen Teil oder die ganze Dacheindeckung und übernehmen die Funktion der Dachhaut. Oft sind sie von konventionellen Ziegeln kaum zu unterscheiden. Außerdem wiegen sie nicht mehr als diese und verändern damit die Statik eines Gebäudes nicht.

Wie funktionieren Solardachziegel?

Solardachziegel funktionieren ähnlich wie herkömmliche Photovoltaik-Module. Sie nehmen die Energie der Sonne auf und erzeugen daraus elektrischen Strom. Jeder Ziegel verhält sich wie ein eigenes kleines Solarmodul. Auf seiner Unterseite befinden sich Steckverbindung und Solarkabel. Darüber werden die einzelnen Solardachziegel miteinander verbunden, sodass eine zusammenhängende Anlage entsteht. Ein daran angeschlossener Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Solarmodule in Wechselstrom um. Der kann im Haus direkt verbraucht oder gegen eine Einspeisevergütung ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Solardachziegel sind wie PV-Anlagen mit einem Stromspeicher kombinierbar. Dieser speichert den überschüssigen Strom so lange, bis er im Gebäude gebraucht wird. 

Was für eine Leistung haben Solardachziegel und wie effizient sind sie?

Die unauffälligen Solardachziegel sind optisch eine gute Alternative zu Aufdach-Photovoltaikanlagen. Doch wie effizient sind Solardachziegel? Kann ihre Leistung mit der der weit verbreiteten PV-Anlagen mithalten? Die Leistung von solaren Dachziegeln liegt bei etwa 120 bis 160 WattPeak pro Quadratmeter – je nach Hersteller und Modell. Photovoltaikanlagen dagegen haben eine Leistung von 150 bis 200 WattPeak (Wp). Solardachziegel sind also etwas weniger effizient als PV-Anlagen. Das bedeutet, dass Solardachziegel für denselben Solarstromertrag etwas mehr Dachfläche benötigen als eine Aufdach-Anlage. 

Was kosten Solardachziegel?

Solardachziegel kosten zwischen 400 und 650 Euro pro Quadratmeter Dachfläche bei einer Leistung von je 120 bis 160 Wp. Das entspricht 3.000 bis 5.000 Euro pro Kilowattpeak (kWp). Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus reicht oft eine Solaranlage mit einer Leistung von 5 kWp. Die Kosten für eine Solardachziegel-Anlage dieser Dimension belaufen sich für ein Einfamilienhaus auf 15.000 bis 25.000 Euro. Zum Vergleich: Aufdach-PV-Anlagen kosten zwischen 1.200 und 1.600 Euro pro kWp. Eine PV-Anlage mit 5 kWp Leistung kostet demnach 6.000 bis 8.000 Euro. Solardachziegel sind momentan also noch wesentlich teurer als konventionelle Solaranlagen, die auf das Dach montiert werden.

Die höheren Kosten kommen auch dadurch zustande, dass Montage und Installation von Solardachziegeln aufwendiger sind. Erstens werden dabei zwei Gewerke benötigt: Neben einer Elektrofachkraft braucht es noch einen Dachdeckerbetrieb. Und zweitens muss die Elektrofachkraft jeden Solarziegel einzeln verkabeln, was zeitaufwendiger ist. 

Solardachziegel – Alternative für die PV-Anlage auf dem Dach?

Rein wirtschaftlich betrachtet ist eine konventionelle PV-Anlage auf dem Dach sinnvoller. Das gilt besonders für Bestandsbauten. Denn dort müsste das Dach erst abgedeckt und dann wieder mit Solardachziegeln eingedeckt werden, wodurch doppelte Kosten entstehen. Falls das Dach grundlegend saniert wird und sowieso eine neue Eindeckung ansteht, fällt die Rechnung immerhin etwas günstiger aus.

Die große Ausnahme unter den Bestandsbauten bilden denkmalgeschützte Gebäude. Bisher war es schwierig, Genehmigungen für eine Aufdach-PV-Anlage für solche Gebäude zu bekommen. Solardachziegel, die sich optisch harmonisch in die bestehende Bausubstanz einfügen, sind für unter Denkmalschutz stehende Gebäude trotz ihres höheren Preises eine echte Alternative.

Bei Neubauten können Solardachziegel eine Alternative zur PV-Anlage sein, wenn Eigentümer bereit sind, für die Ästhetik gewisse Mehrkosten in Kauf zu nehmen. Bei neuen Gebäuden sieht die Rechnung immerhin etwas besser aus als bei Bestandsbauten. Die Solardachziegel können hier einen Teil oder die ganze Dachabdeckung ersetzen. Das senkt die Kosten und verkleinert den Kostenunterschied zwischen Solardachziegeln und PV-Anlage.

Neben den höheren Kosten gibt es einen weiteren Faktor, der die Entscheidung zwischen PV-Anlage und Solardachziegeln beeinflusst: das begrenzte Sortiment von Solardachziegeln. Es gibt mehrere deutsche und internationale Hersteller am Markt, die meist neben PV-Anlagen auch Solardachziegel anbieten. Die Auswahl an Modellen ist jedoch hinsichtlich Formen und Farben noch überschaubar, besonders im Vergleich zu dem breiten Angebot an Photovoltaikanlagen. 

Vorteile und Nachteile von Solardachziegeln in der Übersicht

Vorteile von SolardachziegelnVorteile von Solardachziegeln
natürliche, unauffällige Optikteurer als konventionelle PV-Anlagen
gut geeignet für denkmalgeschützte Gebäude längere Amortisationszeit
bei Neubauten keine zusätzliche Dacheindeckung nötigetwas geringere Leistung als herkömmliche Solarmodule
auch für kleinere oder verwinkelte Dächer geeignetnur bedingt für Bestandsbauten geeignet
 einfacher Austausch einzelner defekter Module möglich störanfällig aufgrund der zahlreichen Steckverbindungen zwischen den Solardachziegeln
  höherer Installationsaufwand durch Kombination von Dachdeckerbetrieb und Elektrofachbetrieb 
  bisher nur begrenzte Auswahl an Herstellern und Modellen

Ganz ohne Startkapital: Photovoltaikanlage mieten statt kaufen

Für die meisten Hauseigentümer, die ihren eigenen Solarstrom produzieren möchten, ist die Aufdach-Photovoltaikanlage immer noch die Anlage der Wahl, besonders aufgrund der niedrigeren Kosten und der recht zügigen Amortisation der PV-Anlage. Solaranlagen gibt es sogar ganz ohne Startkapital, denn die lassen sich beim sogenannten Contracting auch mieten. Wer sich ein Rundum-sorglos-Paket wünscht, ist bei GASAG | Solar richtig. Da entfällt nicht nur die Anfangsinvestition, sondern es sind Planung, Installation, Wartung und Instandhaltung der PV-Anlage inbegriffen. Dafür zahlen Hauseigentümer eine vorher festgelegte monatliche Miete. So einfach und bequem kann die Energiewende sein!

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