Person trainiert auf einer Fitnessmatte im Wohnzimmer und hebt ein Kind über sich, während ein Laptop auf dem Tisch steht. Bild mit KI erstellt.

Bild mit KI erstellt.

Mit kleinen Schritten Emissionen reduzieren.

15 Tipps für einen zukunftsorientiertem Lebensstil

Wie können wir im Alltag Energie und Ressourcen bewusster nutzen? Mit 15 einfach umsetzbaren Tipps zeigen wir, wie sich Emissionen reduzieren und Abfälle vermeiden lassen.

Ein bewusster Umgang mit Energie und Ressourcen beginnt oft im Alltag. Dabei geht es nicht darum, das eigene Leben von heute auf morgen komplett umzustellen. Schon kleine Veränderungen bei Mobilität, Wohnen, Ernährung oder Konsum können dabei helfen, den eigenen Energie- und Ressourcenverbrauch besser im Blick zu behalten. Die folgenden 15 Tipps zeigen praktische Ansätze, die sich einfach in den Alltag integrieren lassen.

1. Ernährung: Regional und saisonal essen

Ernährung gehört zu den Big Points, denn Produktion, Verpackung und Transport von Lebensmitteln verbrauchen enorme Ressourcen. Die Zauberformel für bewusstes Essen lautet: regional und saisonal. Außerdem darauf zu achten, nur das einzukaufen, was auch wirklich gegessen wird, um keine Nahrungsmittel zu verschwenden. Apps wie Too good to go helfen beim Essenretten.

2. Konsum: Weniger konsumieren

Unser Konsum macht laut Umweltbundesamt gut ein Drittel unserer CO2-Emissionen im privaten Bereich aus: zum Beispiel Kleidung und Elektrogeräte kaufen, Freizeitaktivitäten, Sport oder unsere Haustiere. Hier gibt es also viel Verbesserungspotenzial. Dazu kommt, dass die Erde durch unser Konsumbedürfnis mit immer mehr Dingen überschwemmt wird. Jedes Mal wenn wir vor der Entscheidung stehen, etwas zu kaufen oder zu benutzen, können wir uns fragen: Brauche ich das wirklich? Und falls ja, reicht vielleicht auch weniger davon? Ein paar Beispiele: beim Shopping ein Oberteil weniger mit zur Kasse nehmen, nur mit halb so viel Duschgel benutzen wie normal, eine oder zwei Smartphone-Generationen länger aussetzen, bevor ein neues angeschafft wird.

3. Energie und Wohnen: Zu Ökostrom wechseln

Auf Strom können wir nicht verzichten, doch wir können uns für eine Alternative entscheiden: Ökostrom. Dieser wird aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne und Wasser erzeugt. Wer zu Ökostrom wechselt, bezieht also 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien.

4. Konsum: Gebraucht statt neu kaufen

Wenn wir Dinge gebraucht statt neu kaufen, muss weniger produziert werden. Auf eBay Kleinanzeigen, Vinted, momox, rebuy und anderen Online-Plattformen findet sich secondhand alles, was das Herz begehrt: gebrauchte Kleidung, Bücher, Smartphones, Spielekonsolen, Elektrogeräte, Spielzeuge, Fahrräder und vieles mehr. Und das oft in sehr guter Qualität und zu einem wesentlich günstigeren Preis. Brauchen wir die Sachen nicht mehr, können wir sie wieder weiterverkaufen.

5. Energie und Wohnen: Mehr duschen, weniger baden

Um Wasser zu erhitzen, braucht es Energie. Am Beispiel Baden veranschaulicht: Für ein Vollbad in der Wanne sind bis zu 200 Liter Warmwasser nötig, für zehn Minuten Duschen dagegen nur etwa 100 Liter, mit einem Sparduschkopf sogar noch weniger. Beim Duschen wird also nur die Hälfte der Energie für Warmwasser benötigt. Wer nicht jeden Tag duscht und Haare wäscht, tut außerdem der Haut einen Gefallen.

6. Mobilität: Carsharing nutzen statt eigenem Auto

Unsere Städte werden immer voller und Parkplätze sind Mangelware. Außerdem sind für die Herstellung von PKW viele Ressourcen und Energie nötig. Wer nur hin und wieder ein Auto braucht, nutzt am besten Carsharing. Dabei teilen sich viele Nutzerinnen und Nutzer mehrere Fahrzeuge und es stehen weniger Autos in den Innenstädten herum. Mittlerweile gibt es beim Carsharing auch Elektroautos. Wenn diese mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden, sind sie besonders effizient. Auch GASAG setzt auf innovative Mobilitätskonzepte.

7. Energie und Wohnen: Auf den Stand-by-Modus verzichten

Unsere Ressourcen sind kostbar und dazu zählt auch Strom. Auf den Stand-by-Modus zu verzichten, lässt sich oft ohne großen Aufwand umsetzen. Ein 2-Personen-Haushalt kann dadurch den eigenen Stromverbrauch deutlich verringern. Das macht sich inder Regel auch in der Stromrechnung bemerkbar. Am besten eine Steckdosenleiste verwenden und ausschalten, wenn die Geräte gerade nicht in Gebrauch sind, etwa über Nacht.

8. Konsum: Leihen, tauschen und teilen

Sharing ist das neue Kaufen! Nicht jeder muss alles besitzen – viele Dinge lassen sich prima leihen, tauschen oder teilen: Bücher, Zeitschriften und Filme finden sich in der guten alten Bibliothek (und das oft auch digital), das schicke Outfit für die Zwanzigerjahre-Party gibt’s im Kleiderverleih, Nachbarinnen und Nachbarn teilen sich Bohrmaschine und Rasenmäher. In sozialen Netzwerken und Nachbarschaftsplattformen wird munter getauscht, was richtig Spaß macht. Alternative: einfach im Freundeskreis eine eigene Sharing-Gruppe via Messenger gründen.

9. Müll: Plastikmüll reduzieren

Für Plastik gibt’s den gelben Sack, oder? Leider werden nur 16 Prozent des Kunststoffmülls, der darin landet, tatsächlich recycelt. Daher tun wir gut daran, Plastikverpackungen zu vermeiden, wo immer es möglich ist:

  • Im Supermarkt Obst und Gemüse ohne Verpackung bevorzugen
  • Käse an der Frischetheke holen, statt zu Minipackungen im Kühlregal greifen
  • Nudeln, Haferflocken und Putzmittel offen in Unverpacktläden kaufen

10. Energie und Wohnen: Die Raumtemperatur um ein Grad senken

Im Winter, wenn es draußen kalt ist, mögen wir es drinnen schön warm. Doch ob es im Wohnzimmer 20 oder 21 Grad hat, merken wir oft gar nicht. Wer die Temperatur nur um ein Grad herunterreguliert, verbraucht viel weniger Energie. So spart ein Haushalt im Einfamilienhaus etwa 1.000 Kilowattstunden (kWh) Gas und 75 Euro oder mehr an Heizkosten.

11. Konsum: Hochwertige, langlebige Elektrogeräte kaufen

Computer, Laptop, Smartphone, Fernseher, Waschmaschine, Kühlschrank – beim Kauf von Elektrogeräten nicht nur darauf achten, wie viel Strom sie verbrauchen, sondern auch beachten, dass sie möglichst langlebig sind. So landen sie nicht vorzeitig als Elektroschrott auf dem Müll und müssen durch neue Geräte ersetzt werden. Noch besser ist es, langlebige Elektrogeräte gebraucht zu kaufen (siehe Tipp 4).

12. Ernährung: Weniger Fleisch und Milchprodukte essen

Die Herstellung von Fleisch und tierischen Produkten wie Käse, Milch und Eiern verursacht CO2. Nach einer Studie des Umweltbundesamtes setzt die Produktion eines Kilogramms Rindfleisches 30,5 Kilogramm Treibhausgase frei. Bei Fleischersatz auf Sojabasis sind es 2,8 Kilogramm – also nur knapp ein Zehntel davon.

13. Konsum: Upcyceln!

Zero Waste ist das Motto beim Upcycling. Dinge, die nicht mehr gebraucht werden, kaputt oder einfach Müll sind, werden zu neuen Produkten umfunktioniert. Das schenkt ihnen ein zweites Leben und wertet sie auf (daher „up“cycling). Kokosmilchdosen werden zu Stiftehaltern, alte Europaletten verwandeln sich in einen Tisch und PET-Flaschen dienen als Blumenvasen – Kreative und Experimentierfreudige können sich hier austoben. Durch Upcycling bleiben Materialien im Wertstoffkreislauf, es entsteht weniger Müll und es muss weniger gekauft werden.

14. Müll: Eigenen Thermobecher mitnehmen

Coffee to go tut der gestressten Seele gut, sorgt aber leider auch für eine Menge Abfall: 55.000 Tonnen Müll gehen in Deutschland pro Jahr auf das Konto von Einwegbechern Deckeln, Strohhalmen und Rührstäbchen für Heiß- und Kaltgetränke. Zu einem bewussteren Alltag gehört daher ein eigener Thermobecher in die Tasche. Bei manchen Läden gibt es dafür einen Rabatt auf den Kaffee. Für den Fall, dass der eigene Becher mal zu Hause bleibt: Immer mehr Läden bieten Mehrwegbecher an. Das Pfand gibt’s beim nächsten Mal oder in einem anderen Laden zurück.

15. Reisen und Mobilität: Urlaub vor der Haustür machen

Ein großer Teil der Treibhausgasemissionen einer Reise entsteht durch die An- und Abreise. Warum also nicht den Urlaub näher an der Heimat verbringen? Wer in der Region, in Deutschland oder in Europa Urlaub macht, entscheidet sich häufig für Reiseziele mit kürzeren Anfahrtswegen. Auch die Wahl des Verkehrsmittels spielt eine wichtige Rolle. Viele Reiseziele lassen sich bequem mit dem Zug erreichen. Im Vergleich zum Flugzeug verursacht das Reisen mit der Bahn pro Person in der Regel weniger Treibhausgasemissionen.