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Die CO₂-Steuer.

Die CO2-Steuer ist ein zentraler Bestandteil der deutschen Klimapolitik und soll zur Verringerung des CO2-Ausstoßes und zur Förderung erneuerbarer Energien beitragen. Wie funktioniert das genau und was bedeutet das für Verbraucher?

Überblick über die CO₂-Steuer

Die CO2-Steuer, oft synonym als CO₂-Preis oder CO2-Abgabe bezeichnet, wurde 2021 im Rahmen des deutschen Klimaschutzprogramms eingeführt und hat sich seitdem als wichtiges Steuerungsinstrument etabliert, um den Wandel zu Energieträgern mit geringeren Treibhausgasemissionen voranzutreiben. Sie bezieht sich auf die Besteuerung von CO2-Emissionen, die durch die Verbrennung fossiler Energieträger entstehen.

Seit 2021 müssen Unternehmen, die Benzin, Diesel, Heizöl oder Erdgas in Verkehr bringen, für die dadurch verursachten CO2-Emissionen Zertifikate erwerben. Der CO2-Preis startete 2021 bei 25 Euro und betrug 2025 55 Euro je Tonne CO2. Im Jahr 2026 wird der Preis durch die Versteigerung von CO2-Zertifikaten innerhalb eines festgelegten Korridors von 55 bis 65 Euro je Tonne bestimmt. Nach einem Beschluss des Bundeskabinetts vom 12. August 2026 soll dieser Preiskorridor auch 2027 gelten. Der entsprechende Gesetzentwurf muss noch das parlamentarische Verfahren durchlaufen.

Funktionsweise und Ziele der CO₂-Steuer

Das Prinzip hinter der CO2-Steuer ist simpel: Wer CO2 ausstößt, muss dafür bezahlen. Dadurch wird ein finanzieller Anreiz geschaffen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern und auf Technologien mit geringeren Treibhausgasemissionen umzusteigen. Dies ist ein wichtiger Baustein der deutschen Klimapolitik, die darauf abzielt, die gesetzlich festgelegten Treibhausgasreduktionsziele bis 2045 zu erreichen. Die Einnahmen aus der CO2-Steuer sollen zudem zur Förderung von regenerativen Energien und zum Vorantreiben der Energiewende verwendet werden.

Wie wirkt sich die CO₂-Steuer auf Verbraucher aus?

Die CO2-Steuer wirkt sich unmittelbar auf die Kosten für das Heizen und Tanken aus. So verteuert sich aufgrund des CO2-Preises beispielsweise der Preis pro Liter Benzin in 2025 um etwa 16 Cent, bei Diesel um rund 17,5 Cent​. Auch das Heizen mit fossilen Brennstoffen wird teurer. Ein Haushalt, der mit Öl heizt und bei einem Jahresverbrauch von 600 Liter liegt, zahlt derzeit etwa 105 Euro CO2-Abgabe pro Jahr.

Dieser Betrag wird in den kommenden Jahren weiter steigen, was zu einer erheblichen Mehrbelastung für Verbraucherinnen und Verbraucher führen könnte. Ein wichtiges Ziel der CO2-Steuer ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher zu einem geringeren Einsatz fossiler Brennstoffe zu bewegen. Durch die steigenden Kosten für fossile Brennstoffe sollen Anreize geschaffen werden, auf Alternativen wie Wärmepumpen oder Elektroautos umzusteigen, die beim Betrieb weniger Treibhausgasemissionen verursachen können.

Die CO₂-Preis und die Wohnungswirtschaft

Neben den direkten Auswirkungen auf Verbraucherinnen und Verbraucher hat der CO2-Preis auch Folgen für die Wohnungswirtschaft. Seit 2023 werden die CO2-Kosten für die Beheizung von Wohngebäuden nach einem Stufenmodell zwischen Vermietenden und Mietenden aufgeteilt. Maßgeblich ist der jährliche CO2-Ausstoß des Gebäudes pro Quadratmeter Wohnfläche.

Je höher dieser Wert ist, desto größer ist grundsätzlich der Anteil der Vermietenden. Bei besonders hohen Emissionen müssen sie bis zu 95 Prozent der CO2-Kosten tragen. Bei Gebäuden mit niedrigen Emissionen tragen Mietende dagegen einen größeren Anteil oder die gesamten Kosten. Für bestimmte Fälle gelten Ausnahmen und Härtefallregelungen.

Die Kostenaufteilung soll Vermietende zu energetischen Verbesserungen am Gebäude und Mietende zu einem sparsamen Energieverbrauch anregen. Für Mietende bedeutet die Regelung, dass sie die CO2-Kosten bei Gebäuden mit einem hohen CO2-Ausstoß nicht vollständig tragen müssen.

Langfristige Perspektiven der CO₂-Steuer

Im Jahr 2026 wird der nationale CO2-Preis innerhalb eines Korridors von 55 bis 65 Euro je Tonne CO2 durch die Versteigerung von Emissionszertifikaten bestimmt. Nach einem Beschluss des Bundeskabinetts vom 12. August 2026 soll dieser Preiskorridor auch 2027 gelten. Der entsprechende Gesetzentwurf muss noch das parlamentarische Verfahren durchlaufen. Ab 2028 soll der europäische Emissionshandel für Gebäude und Straßenverkehr den nationalen Brennstoffemissionshandel ablösen. Der CO2-Preis soll sich dann grundsätzlich europaweit am Markt bilden. Wie hoch er künftig ausfallen wird, lässt sich derzeit nicht verlässlich vorhersagen.

Diese Preissteigerungen sollen sicherstellen, dass fossile Brennstoffe unattraktiver werden und der Umstieg auf erneuerbare Energien weiter forciert wird. Besonders im Verkehrssektor und in der Industrie wird der CO2-Preis eine entscheidende Rolle spielen, um die CO2-Emissionen dauerhaft zu senken​. Auch international gewinnt die CO2-Bepreisung an Bedeutung. Immer mehr Länder führen ähnliche Systeme ein oder erwägen deren Einführung.

Die CO₂-Steuer als Schlüssel für den Klimaschutz

Die CO2-Steuer gilt als ein wichtiges Instrument der Klimapolitik, das darauf abzielt, die Emissionen von Treibhausgasen zu senken und den Umstieg auf erneuerbare Energien zu beschleunigen. Sie belastet zwar kurzfristig die Verbraucherinnen und Verbraucher, schafft aber langfristig die notwendigen Anreize für Alternativen wie Wärmepumpen oder Elektroautos.

Durch die schrittweise Erhöhung des CO2-Preises wird fossile Energie immer unattraktiver, während Energien aus erneuerbaren Quellen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Für die kommenden Jahre wird entscheidend sein, wie die CO2-Steuer weiterentwickelt wird und ob sie in Kombination mit anderen Maßnahmen wie Förderprogrammen und Infrastrukturverbesserungen die gewünschten Effekte erzielt.

Modernisieren und weniger CO₂-Steuer zahlen

Mit der Umstellung auf eine moderne Wärmepumpe lässt sich die jährliche CO2-Steuer spürbar senken. Durch den Wechsel auf diese Heiztechnologie mit geringem Strombedarf im Verhältnis zur erzeugten Wärmemenge verringert sich der CO2-Ausstoß eines Haushalts erheblich, was zu einer reduzierten Belastung durch die CO2-Bepreisung führt. Zudem kann der Einsatz fossiler Brennstoffe deutlich reduziert werden, da Wärmepumpen einen Großteil ihrer Energie aus Umweltwärme beziehen.

Unsere Wärmepumpenlösung umfasst eine persönliche Beratung vor Ort, individuelle Planung sowie die schlüsselfertige Installation durch erfahrene Partner. Ein weiterer Vorteil besteht in der Möglichkeit, staatliche Förderungen zu beantragen, was die Modernisierungskosten erheblich reduziert.

Häufig gestellte Fragen zur CO₂-Steuer

Wie hoch ist der aktuelle CO₂-Preis?

Der aktuelle CO2-Preis für 2025 beträgt 55 Euro. Ab 2026 wird dann ein Zertifikatehandelssystem eingeführt, bei denen CO2-Zertifikate ersteigert werden.

Wer zahlt die CO₂-Steuer in Mietwohnungen?

Seit 2023 teilen sich Mieterinnen, Mieter, Vermieterinnen und Vermieter die CO2-Kosten nach einem Stufenmodell. Der Anteil der Vermieterinnen und Vermieter steigt mit schlechter werdender Energiebilanz des Gebäudes.

Welche Auswirkungen hat die CO₂-Steuer auf den Verkehr?

Die CO2-Steuer verteuert Benzin und Diesel. Aktuell fallen pro Liter Benzin etwa 16 Cent und pro Liter Diesel rund 17,5 Cent CO2-Steuer an.