Außenwärmepumpe auf Ziegelwandhintergrund Bild mit KI erstellt.

Wie groß ist der Anteil der Wärmepumpen in Deutschland?

Anteil der Wärmepumpen in Deutschland: das Wichtigste in Kürze

Grünes Icon mit einer Hand, die eine leuchtende Glühlampe hält Bild mit KI erstellt.
  • Wärmepumpen werden in Neubauten immer häufiger genutzt: 2025 bereits in 73,6 Prozent der neuen Wohngebäude.
  • Öl- und Gasheizungen dominieren dennoch den Gebäudebestand insgesamt.
  • Der Wärmepumpenmarkt wächst, bleibt aber hinter den politischen Zielen zurück.
  • Wärmepumpen gelten als wichtiger Beitrag für Klimaschutz und werden staatlich gefördert.

Wärmepumpen in Deutschland: Wachstum in den letzten zehn Jahren

Wenn wir uns die letzten zehn Jahre anschauen, ist der Anteil der Wärmepumpen in Deutschland gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat sich die Zahl der Wärmepumpen innerhalb dieses Zeitraums mehr als verdoppelt: von 31,4 Prozent im Jahr 2015 auf 73,6 Prozent im Jahr 2025.

Um noch konkreter zu werden: In knapp drei Vierteln (73,6 Prozent) der rund 58.900 im Jahr 2025 fertiggestellten Wohngebäuden sind Wärmepumpen als hauptsächliche Heiztechnologie eingebaut. Verglichen mit dem Vorjahr stieg der Anteil der Wärmepumpen damit um 4,2 Prozentpunkte an. Interessant: Größtenteils kommen Wärmepumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern zum Einsatz – deutlich seltener in Mehrfamilienhäusern.

Eine auf dem Dach eines Einfamilienhauses installierte Wärmepumpe mit Photovoltaik-Paneelen Bild mit KI erstellt.

Anteil der Wärmepumpen in Deutschland immer noch gering

Der positive Zehnjahres-Trend besagt allerdings nicht, dass sich Wärmepumpen in Deutschland bereits flächendeckend durchgesetzt haben. Im Gebäudebestand dominieren weiterhin fossile Energieträger: Noch immer werden 79 Prozent der knapp 20 Millionen Wohngebäude mit Öl oder Gas beheizt, so die Deutsche Energie-Agentur (dena). Erneuerbare Heizsysteme spielen bislang nur eine untergeordnete Rolle.

Auch die Marktentwicklung zeigt, dass die Wärmewende noch vor Herausforderungen steht. Zwar erholte sich der Wärmepumpenmarkt nach dem Einbruch des Vorjahres: Laut Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) wurden 2025 rund 299.000 Wärmepumpen verkauft – ein Plus von 55 Prozent gegenüber 2024. Vom ursprünglichen Ziel der Bundesregierung, jährlich 500.000 Wärmepumpen zu installieren, ist Deutschland weiterhin jedoch deutlich entfernt.

Wärmepumpe für Ihr Zuhause

Jetzt beraten lassen

Blick auf Berlin und Brandenburg: Wärmepumpen spielen untergeordnete Rolle

Die Ergebnisse des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie spiegeln sich auch in der Region Berlin-Brandenburg wider: Für das Heizen von Wohnraum sind hier weiterhin Gas und Fernwärme dominant. Im gesamten Wohnungsbestand Brandenburgs werden 80 Prozent aller Wohnungen mit diesen Energieträgern beheizt, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg berichtet (Zensus zuletzt 2022 erhoben). Als Energiequelle käme in beiden Bundesländern überwiegend Gas zum Einsatz.

Und um noch genauer hinzusehen: In Brandenburg haben Wärmepumpen einen Anteil von nur 3,2 Prozent. Damit liegt das Bundesland aber immerhin noch über dem bundesweiten Durchschnitt von 2,7 Prozent. Im Berliner Umland sieht es besser aus: Hier befindet sich in 4,5 Prozent der Haushalte eine Wärmepumpe. In der Hauptstadt ist die Lage dann wieder schlechter. Mit einem Anteil von weniger als einem Prozent spielen Wärmepumpen hier kaum eine Rolle.

Anteil der Wärmepumpen in Deutschland: Warum sollte er wachsen?

Das Heizen von Gebäuden macht einen wesentlichen Anteil am Gesamtenergiebedarf in Deutschland aus. Wenn Deutschland sein Ziel – nämlich, bis 2045 klimaneutral zu sein – erreichen möchte, muss die Nutzung von fossilen Energieträgern beendet werden. Wärmepumpen leisten dabei einen bedeutungsvollen Beitrag. Sie entziehen der Umwelt Energie und verwenden diese dann für das Heizen von Gebäuden. Die dafür am häufigsten genutzten Quellen sind Luft, Erdreich und Grundwasser.

Um die Wärme am Ende für das Heizen von Räumen bereitstellen zu können, benötigt die Wärmepumpe allerdings auch zusätzlichen Strom. Dieser benötigte Strom-Anteil ist jedoch im Vergleich zur erzeugten Wärmeenergie gering: Eine Wärmepumpe kann bis zu fünfmal so viel Wärmeenergie liefern, wie sie Strom dafür benötigt. Wird dieser Strom-Anteil auch noch aus erneuerbaren Energien produziert, beispielsweise Solarenergie durch eine Photovoltaikanlage, arbeitet eine Wärmepumpe komplett treibhausgasfrei.

Wärmepumpe vor einer Backsteinfassade hinter einem Holzzaun. Bild mit KI erstellt.

Bild mit KI erstellt.

Anteil der Wärmepumpen in Deutschland erhöhen – mit welchen Maßnahmen?

Wärmepumpen sind ein Werkzeug für Klimaschutz und für mehr Unabhängigkeit von Öl oder Gas – sie sollen genau diese Energieträger mittelfristig ersetzen. Das ambitionierte Ziel der Bundesregierung: Bis zum Jahr 2030 soll der Bestand auf sechs Millionen Wärmepumpen anwachsen.

Um den Gebäudesektor klimafreundlicher zu gestalten, hat die Bundesregierung im Juli 2026 das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) verabschiedet. Anders als das frühere Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt das neue Gesetz nicht mehr vor, dass neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden muss. Für neu installierte fossile Heizungen gelten allerdings künftig schrittweise steigende Anforderungen an den Einsatz klimafreundlicher Brennstoffe.

Wärmepumpe installieren: Fördermöglichkeiten kennen und ausschöpfen

Um Anreize zu schaffen, funktionierende alte Öl- und Gasheizungen gegen klimafreundliche Varianten auszutauschen und damit den Anteil der Wärmepumpen in Deutschland zu erhöhen, stehen spezielle Förderungen für die Anschaffung zur Verfügung. Das ist deshalb sinnvoll, weil Wärmepumpen oft beim Kauf und bei der Installation teurer sind als bei klassischen Heizsystemen mit Öl und Gas.

Dafür sind aktuell aber üblicherweise die Wartungs- und Betriebskosten günstiger. Und: Mit einem hohen Wirkungsgrad bei der Energieumwandlung und einem speziellen Stromtarif für Wärmepumpen können geringere Energiekosten anfallen. Zudem verlangt der Staat keine CO2-Abgabe. Aber welche Förderungen kommen bei der Anschaffung einer Wärmepumpe konkret in Betracht?

Hier erhalten Sie einen Überblick über einige Möglichkeiten:

Stand: Juli 2026

  • Basisförderung: Die Förderung von 30 Prozent können Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten, die einen fach- und sachgerechten Heizungstausch auf eine neue, förderfähige Wärmepumpe im Rahmen der BEG-Förderrichtlinie durchführen lassen.
  • Klimageschwindigkeitsbonus: Dieser Bonus kann dann das i-Tüpfelchen auf der Basisförderung werden, wenn die Wärmepumpe eine mindestens 20 Jahre alte Gaszentralheizung oder eine alte, funktionsfähige Kohle-, Öl-, Nachtspeicher- oder Gasetagenheizung ersetzt. Der Bonus wird schrittweise abgesenkt (Degression), weshalb sich ein frühzeitiger Heizungstausch besonders lohnt.
  • Einkommensabhängiger Bonus: Wie der Name schon sagt, kommt es bei dieser Zahlung auf das jeweilige Einkommen an. Dessen Höhe richtet sich nach dem Haushaltseinkommen und kann die Förderung um bis zu 40 Prozentpunkte erhöhen. Förderberechtigt sind derzeit Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 50.000 Euro. Familien werden dabei besonders berücksichtigt: Pro Kind reduziert sich das für die Förderung maßgebliche Haushaltseinkommen um 10.000 Euro.
  • Effizienzbonus: Bis zum 20. Juli 2026 konnte für bestimmte Wärmepumpen ein zusätzlicher Effizienzbonus von fünf Prozent gewährt werden. Mit der Reform der BEG-Heizungsförderung entfällt dieser Bonus jedoch für Neuanträge ab dem 21. Juli 2026.

Darüber hinaus gibt es Landes- und Kommunalförderungen sowie steuerliche Förderungen.

Grünes Icon mit einer Hand, die eine leuchtende Glühlampe hält Bild mit KI erstellt.

Wichtig zu wissen

Je nach persönlicher Situation können verschiedene Förderbausteine kombiniert werden. Für Neuanträge werden seit Juli 2026 in der Regel Investitionskosten von bis zu 28.000 Euro pro Wohneinheit berücksichtigt. Die Antragstellung ist online bei der KfW möglich.