Strompreis pro kWh.
Was kostet eine Kilowattstunde Strom?
Der Strompreis hat sich nach den Spitzen der letzten Jahre wieder stabilisiert. Was kostet eine Kilowattstunde Strom aktuell? Wie hoch sind die Kosten für Ökostrom? Und wie setzt sich der Strompreis zusammen? Wir informieren über alles Wichtige rund um den Strompreis.
Inhaltsverzeichnis
- Der aktuelle Strompreis pro kWh 2025: So viel kostet die Kilowattstunde
- Wie entwickelt sich der Strompreis pro kWh?
- Wie viel Ökostrom pro kWh kostet
- Die Zusammensetzung des Strompreises
- So entwickelte sich die Zusammensetzung des Strompreises
- Regionale Unterschiede bei den Strompreisen pro kWh
- Stromanbietenden wechseln: Nicht nur der Strompreis pro kWh zählt
- Stromkosten senken: So geht’s
Der aktuelle Strompreis pro kWh 2025: So viel kostet die Kilowattstunde
Eine Kilowattstunde (kWh) Strom kostet in Deutschland aktuell durchschnittlich 39,6 Cent, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ermittelte (Stand: Oktober 2025). Das ist ein Durchschnittswert, denn der Strompreis pro kWh unterscheidet sich je nach Region, Stromverbrauch und gewähltem Tarif beim Stromanbietenden.
Wie entwickelt sich der Strompreis pro kWh?
In den letzten Jahrzehnten ist der Strompreis pro kWh kontinuierlich gestiegen, wie ein Blick auf die Strompreisentwicklung zeigt. 2021 kostete die Kilowattstunde Strom im Durchschnitt 32,8 Cent. 2022 stieg der durchschnittliche Strompreis rasant auf 46,3 Cent an – 2023 erreichte er ein Rekordhoch von 47 Cent pro kWh. Verantwortlich dafür war die Krise auf den Energiemärkten. Die Kosten für die Beschaffung von Strom stiegen in diesen Jahren enorm an, denn die Preise an den Strombörsen schossen in die Höhe. Seitdem ist der Strompreis wieder deutlich gesunken: 2024 kostete die kWh im Durchschnitt 40,2 Cent. 2025 hat sich das Preisniveau weiter stabilisiert, der Strompreis pro kWh liegt aktuell bei 39,6 Cent. Wie sich der Strompreis 2026 und in Zukunft entwickelt, ist schwer vorherzusehen. Prognosen gehen davon aus, dass sich der Strompreis pro kWh längerfristig verringert.
Wie viel Ökostrom pro kWh kostet
Ist Ökostrom teurer als Normalstrom? Nicht unbedingt! Während die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Grünstrom und konventionellem Strom enorm sind, hat sich die Preisspanne zwischen beiden generell verringert – Ökostrom kann sogar günstiger sein als Graustrom. Denn die Preise für Ökostrom sinken mit zunehmendem Ausbau der erneuerbaren Energien und der Effizienz der Anlagen für Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie. Viele Ökostromtarife sind wettbewerbsfähig oder sogar günstiger als die Standardtarife bei den Grundversorgenden.
Wer auf Ökostrom umsteigen möchte, findet bei Ökostromanbietenden mittlerweile eine große Anzahl verschiedener Ökostromtarife. Je nach individueller Präferenz stehen Tarife mit mehr Flexibilität, mit Preisgarantie oder mit Ökostrom aus der Region zur Verfügung. Bei der Suche nach einem guten Ökostromanbietenden helfen Gütesiegel. Das Qualitätslabel Renewable Plus, mit dem der GASAG | Ökostrom ausgezeichnet ist, wird vom TÜV Rheinland regelmäßig überprüft. Egal auf welchen Ökostromtarif die Wahl fällt und wie viel der grüne Strom pro kWh kostet: Jeder einzelne Ökostromkunde sorgt mit seiner Entscheidung dafür, dass der Stromsee immer grüner wird.
Die Zusammensetzung des Strompreises
Der Strompreis setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Er enthält einen Grundpreis, eine Art monatliche Grundgebühr, und den Arbeitspreis für jede verbrauchte Kilowattstunde Strom. Man unterscheidet außerdem zwischen drei Kostenblöcken:
- Kosten für Strombeschaffung, Lieferung und Vertrieb
- Steuern, Abgaben und Umlagen, die staatlich festgelegt sind
- Netzentgelte und Kosten für Stromzähler, die gesetzlich reguliert werden
Kosten für Strombeschaffung, Lieferung und Vertrieb: 40 Prozent
Stromanbietende kaufen den Strom für ihre Kundinnen und Kunden auf den weltweiten Energiemärkten, etwa an der Strombörse in Leipzig, oder bei den stromerzeugenden Unternehmen selbst, zum Beispiel bei Kraftwerken. Angebot und Nachfrage bestimmen die Strompreise auf dem Energiemarkt. Auf den Terminmärkten werden Stromlieferungen mit einem Vorlauf von mehreren Jahren gehandelt. Die kurzfristigen Spotmärkte dagegen bieten Strom mit Lieferung am selben oder am nächsten Tag an, wenn sich die tatsächlichen Verbrauchs- und Erzeugungsmengen gut vorhersagen lassen.
Wir als GASAG kaufen den Ökostrom für unsere Kundinnen und Kunden so günstig wie möglich ein. Als Stromanbieter können wir nur diesen Bestandteil des Strompreises beeinflussen. Wenn die Einkaufspreise auf dem Strommarkt steigen, wirkt sich das auch auf den Strompreis pro kWh aus. In diesem Preisbestandteil sind außerdem die Kosten für Service, Vertrieb, Lieferung und alles, was ein Versorgungsunternehmen von Strom noch macht, enthalten.
Steuern, Abgaben und Umlagen: 32 Prozent
Der zweite Kostenblock besteht aus staatlich festgelegten Steuern, Abgaben und Umlagen. Neben der Umsatzsteuer und der Stromsteuer von 2,05 Cent pro kWh sind das folgende Kosten:
- Konzessionsabgabe: Die Stromnetzbetreibende führen diese Gebühr an Städte und Gemeinden ab, um Leitungen im öffentlichen Raum verlegen zu dürfen, etwa unter Straßen und Wegen. 2025 beträgt sie im bundesweiten Durchschnitt 1,67 Cent pro kWh Strom. Regional gibt es hier allerdings große Unterschiede. Die Spanne bei der Konzessionsabgabe reicht von 1,32 bis 2,39 Cent pro kWh, je nach Einwohnerzahl der Gemeinde.
- KWK-Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz: Damit wird Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung gefördert, etwa aus Blockheizkraftwerken, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. 2025 fallen 0,277 Cent pro kWh Strom aus der Steckdose an.
- Offshore-Netzumlage: Damit gleichen die Netzbetreibenden mögliche Entschädigungszahlungen an Betreiber von Windparks auf See aus. Diese Zahlungen (0,816 Cent pro kWh in 2025) fallen an, wenn die Anlagen ihren Strom wegen eines fehlenden Anschlusses noch nicht ins Stromnetz einspeisen können und deswegen keine gesetzliche Vergütung erhalten.
Netzentgelte und Kosten für Stromzähler: 28 Prozent
Neben den Stromanbietenden, die Strom kaufen und an ihre Kundinnen und Kunden weiterverkaufen, gibt es Netzbetreibende, die die Strominfrastruktur bereitstellen. Sie erheben Kosten für Ausbau, Betrieb und Pflege der Stromnetze und Messstellen. Diese Kosten geben die Stromanbietenden über den Strompreis an die Endkundinnen und -kunden weiter. Die Netzentgelte sind staatlich reguliert. Sie werden nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur jährlich neu festgelegt und unterscheiden sich je nach Region. Das führt in Deutschland zu regional unterschiedlichen Strompreisen pro kWh.
So entwickelte sich die Zusammensetzung des Strompreises
Da die Beschaffung von Strom in den letzten Jahren sehr viel teurer geworden ist (auch wenn die Kosten wieder sinken), hat sich die Gewichtung der drei Bestandteile verschoben. Mittlerweile machen Beschaffung sowie Vertrieb mit 40 Prozent den größten Teil des Strompreises aus, wie der BDEW aufschlüsselt. Bis 2021 waren es nur um die 25 Prozent gewesen, also ein Viertel. Dagegen ist der Anteil von Steuern, Abgaben und Umlagen am Haushaltsstrompreis 2025 im Vergleich zu der Zeit vor 2021 stark zurückgegangen: Machte er früher etwa die Hälfte des Strompreises pro kWh aus, sind es 2025 mit 32 Prozent nur noch knapp ein Drittel. Die Netzentgelte sind anteilig gestiegen. Sie haben ihren Anteil auf 28 Prozent erhöht.
Regionale Unterschiede bei den Strompreisen pro kWh
Die Strompreise unterscheiden sich regional. Der Strompreis pro kWh variiert je nach Bundesland und Wohnort. Wer auf dem Land wohnt, zahlt durchschnittlich meist einen höheren Strompreis als in der Stadt. Für die regional unterschiedlichen Strompreise gibt es mehrere Gründe:
- Unterschiedliche Netzentgelte: Stromnetzbetreibende verlangen Netzentgelte für die Nutzung ihrer Leitungen. Wie hoch diese sind, hängt davon ab, wie viel es kostet, das Netz in der jeweiligen Region zu betreiben, zu warten und auszubauen. In ländlichen Regionen mit langen Leitungen und weniger Verbrauchenden sind die Kosten pro Kundin oder Kunde oft höher. In städtischen Gebieten dagegen sind sie oft niedriger, weil die Netzkosten sich auf mehr Haushalte verteilen. Eine unterschiedliche Höhe der Netzentgelte ist der Hauptgrund für die regionalen Unterschiede beim Strompreis.
- Variable Konzessionsabgaben: Die Konzessionsabgabe für die Nutzung von öffentlichen Wegen und Plätzen variiert je nach Gemeindegröße. In größeren Gemeinden darf eine höhere Konzessionsabgabe erhoben werden als in kleineren. Dadurch entstehen regionale Unterschiede selbst innerhalb eines Bundeslands.
- Abweichende Abgaben und Umlagen: Einige Umlagen, wie die KWK-Umlage oder die Offshore-Netzumlage, sind bundesweit einheitlich. Kommunale Steuern oder Förderbeiträge dagegen können regional variieren.
- Unterschiedliche Strombeschaffungskosten: Energieversorgende kaufen Strom an der Börse oder direkt bei stromerzeugenden Unternehmen. Mögliche Gründe für unterschiedliche Beschaffungskosten sind die Entfernung zu den erzeugenden Unternehmen von Erneuerbaren Energien, regionale Erzeugungsüberschüsse oder -defizite oder Netzengpässe.
- Wettbewerbsfaktoren: In Regionen mit vielen Energieunternehmen herrscht mehr Wettbewerb, was die Strompreise für Kundinnen und Kunden senkt. In ländlichen Gebieten mit wenigen Alternativen sind die Strompreise tendenziell höher.
Stromanbietenden wechseln: Nicht nur der Strompreis pro kWh zählt
Den Stromanbietenden zu wechseln, geht einfach und schnell. Der Strompreis pro kWh ist allerdings nicht das einzige Kriterium, um den besten Stromtarif für sich zu finden. Wichtig ist auch, dass der gewählte Stromtarif zu den eigenen Bedürfnissen passt. Beim Strompreisvergleich spielen folgende Faktoren eine Rolle:
- Strompreis pro kWh
- monatlicher Grundpreis
- Herkunft des Stromes
- Preissicherheit
- Mindestvertragslaufzeit
- Kündigungsfrist
- Seriosität und Erfahrung des Stromunternehmens
- Servicequalität
Welcher Stromtarif gerade die beste Wahl ist, ist individuell verschieden. Ist Sicherheit oder Flexibilität wichtiger? Soll es vor allem ein niedriger Strompreis pro kWh sein? Oder soll es umweltfreundlicher und nachhaltiger Ökostrom aus erneuerbaren Energienquellen sein? Für immer mehr Menschen kommt bei der Wahl ihres Stromtarifs der Umwelt-Aspekt vor dem Preis. Um das Klima zu schützen und die Energiewende voranzutreiben, setzen wir von GASAG zu 100 Prozent auf Ökostrom. Der kommt aus europäischen Anlagen und ist mit dem Qualitätslabel RenewablePLUS zertifiziert. Denn Ökostrom ist nicht nur günstig für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt.
Stromkosten senken: So geht’s
Wer die eigenen Stromkosten verringern möchte, hat, neben dem Wechsel in einen günstigen Stromtarif, viele Möglichkeiten. Schon mit kleinen Verhaltensänderungen lässt sich einiges an Strom sparen: Stand-by ausschalten, richtig waschen oder auf LEDs umsteigen – mit unseren 25 Tipps zum Stromsparen lässt sich der eigene Stromverbrauch schnell und einfach senken.