Strompreis pro kWh: So viel zahlen Sie im Jahr 2026.
Wie hoch ist der aktuelle Strompreis?
In Deutschland kostet eine Kilowattstunde Strom laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft aktuell im Schnitt 37,2 Cent (Stand: Januar 2026). Der genaue Strompreis pro kWh hängt aber von Region, Jahresverbrauch und Tarif ab. Nach starken Anstiegen in den vorangegangenen Jahren ist der Durchschnittspreis 2024 erstmals wieder spürbar gesunken und 2025 weiter zurückgegangen – der lange Aufwärtstrend ist damit vorerst gebremst.
Was Sie am Ende bezahlen, setzt sich aus Grundpreis und Arbeitspreis sowie drei Kostenblöcken zusammen: Beschaffung/Lieferung/Vertrieb, staatliche Steuern und Abgaben inkl. Umlagen und Netzentgelte samt Messkosten. Ökostrom muss übrigens nicht teurer sein. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien und effizienteren Anlagen schrumpft die Preisspanne, teils ist Grünstrom sogar günstiger als Graustrom. Detaillierte Antworten darauf, wie sich der Strompreis pro kWh zusammensetzt und wie er sich derzeit entwickelt, liefert der folgende Text.
Inhaltsverzeichnis
- Der aktuelle Strompreis pro kWh in Deutschland
- Wie entwickelt sich der Strompreis pro kWh?
- Wie viel Ökostrom pro kWh kostet
- Die Zusammensetzung des Strompreises
- So entwickelte sich die Zusammensetzung des Strompreises bis 2025
- Regionale Unterschiede bei den Strompreisen pro kWh
- Stromanbietenden wechseln: Nicht nur der Strompreis pro kWh zählt
- Stromkosten senken: So geht’s
- Fragen und Antworten zum Strompreis pro kWh
Der aktuelle Strompreis pro kWh in Deutschland
Eine Kilowattstunde (kWh) Strom kostet in Deutschland aktuell durchschnittlich 37,2 Cent, wie Erhebungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigen (Stand: Januar 2026). Dabei handelt es sich um einen bundesweiten Durchschnittswert. Der tatsächliche Strompreis pro kWh kann je nach Region, Jahresverbrauch und gewähltem Tarif beim Stromanbieter deutlich davon abweichen.
Wie entwickelt sich der Strompreis pro kWh?
In den vergangenen Jahren war der Strompreis kontinuierlich gestiegen: Während eine Kilowattstunde Strom im Jahr 2021 durchschnittlich 32,16 Cent kostete, stieg der Preis 2022 auf 40,07 Cent und erreichte 2023 mit 46,27 Cent seinen vorläufigen Höchststand.
Erstmals seit langer Zeit zeigte sich 2024 eine spürbare Entlastung: Der durchschnittliche Strompreis sank gegenüber 2023 um 4,81 Cent pro kWh auf 40,92 Cent. Dieser Abwärtstrend setzte sich 2025 weiter fort. Mit dem aktuellen Preisniveau von 2026 gilt der langjährige Aufwärtstrend der Strompreisentwicklung damit vorerst als gebremst.
Wie viel Ökostrom pro kWh kostet
Ist Ökostrom teurer als Normalstrom? Nicht unbedingt! Während die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Grünstrom und konventionellem Strom enorm sind, hat sich die Preisspanne zwischen beiden generell verringert – Ökostrom kann sogar günstiger sein als Graustrom. Denn die Preise für Ökostrom sinken mit zunehmendem Ausbau der erneuerbaren Energien und der Effizienz der Anlagen für Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie. Viele Ökostromtarife sind wettbewerbsfähig oder sogar günstiger als die Standardtarife bei den Grundversorgenden.
Wer auf Ökostrom umsteigen möchte, findet bei Ökostromanbietenden mittlerweile eine große Anzahl verschiedener Ökostromtarife. Je nach individueller Präferenz stehen Tarife mit mehr Flexibilität, mit Preisgarantie oder mit Ökostrom aus der Region zur Verfügung. Bei der Suche nach einem guten Ökostromanbietenden helfen Gütesiegel. Das Qualitätslabel Renewable Plus, mit dem der GASAG | Ökostrom ausgezeichnet ist, wird vom TÜV Rheinland regelmäßig überprüft. Egal, auf welchen Ökostromtarif die Wahl fällt und wie viel der grüne Strom pro kWh kostet: Jeder einzelne Ökostromkunde sorgt mit seiner Entscheidung dafür, dass der Stromsee immer grüner wird.
Die Zusammensetzung des Strompreises
Der Strompreis setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Er enthält einen Grundpreis, eine Art monatliche Grundgebühr, und den Arbeitspreis für jede verbrauchte Kilowattstunde Strom. Man unterscheidet außerdem zwischen drei Kostenblöcken:
- Kosten für Strombeschaffung, Lieferung und Vertrieb
- Steuern, Abgaben und Umlagen, die staatlich festgelegt sind
- Netzentgelte und Kosten für Stromzähler, die gesetzlich reguliert werden
Kosten für Strombeschaffung, Lieferung und Vertrieb: 40 Prozent
Stromanbietende kaufen den Strom für ihre Kundinnen und Kunden auf den weltweiten Energiemärkten, etwa an der Strombörse in Leipzig, oder bei den stromerzeugenden Unternehmen selbst, zum Beispiel bei Kraftwerken. Angebot und Nachfrage bestimmen die Strompreise auf dem Energiemarkt. Auf den Terminmärkten werden Stromlieferungen mit einem Vorlauf von mehreren Jahren gehandelt. Die kurzfristigen Spotmärkte dagegen bieten Strom mit Lieferung am selben oder am nächsten Tag an, wenn sich die tatsächlichen Verbrauchs- und Erzeugungsmengen gut vorhersagen lassen.
Wir als GASAG kaufen den Ökostrom für unsere Kundinnen und Kunden so günstig wie möglich ein. Als Stromanbieter können wir nur diesen Bestandteil des Strompreises beeinflussen. Wenn die Einkaufspreise auf dem Strommarkt steigen, wirkt sich das auch auf den Strompreis pro kWh aus. In diesem Preisbestandteil sind außerdem die Kosten für Service, Vertrieb, Lieferung und alles, was ein Versorgungsunternehmen von Strom noch macht, enthalten.
Steuern, Abgaben und Umlagen: 32 Prozent
Der zweite Kostenblock besteht aus staatlich festgelegten Steuern, Abgaben und Umlagen. Neben der Umsatzsteuer und der Stromsteuer von 2,05 Cent pro kWh sind das folgende Kosten:
- Konzessionsabgabe: Die Stromnetzbetreibende führen diese Gebühr an Städte und Gemeinden ab, um Leitungen im öffentlichen Raum verlegen zu dürfen, etwa unter Straßen und Wegen. 2025 beträgt sie im bundesweiten Durchschnitt 1,67 Cent pro kWh Strom. Regional gibt es hier allerdings große Unterschiede. Die Spanne bei der Konzessionsabgabe reicht von 1,32 bis 2,39 Cent pro kWh, je nach Einwohnerzahl der Gemeinde.
- KWK-Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz: Damit wird Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung gefördert, etwa aus Blockheizkraftwerken, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. 2025 fallen 0,277 Cent pro kWh Strom aus der Steckdose an. Im Jahr 2026 steigt die KWK-Umlage auf 0,446 Cent/kWh.
- Offshore-Netzumlage: Damit gleichen die Netzbetreibenden mögliche Entschädigungszahlungen an Betreiber von Windparks auf See aus. Diese Zahlungen (0,816 Cent pro kWh in 2025, 0,941 Cent pro kWh in 2026) fallen an, wenn die Anlagen ihren Strom wegen eines fehlenden Anschlusses noch nicht ins Stromnetz einspeisen können und deswegen keine gesetzliche Vergütung erhalten.
Netzentgelte und Kosten für Stromzähler: 28 Prozent
Neben den Stromanbietenden, die Strom kaufen und an ihre Kundinnen und Kunden weiterverkaufen, gibt es Netzbetreibende, die die Strominfrastruktur bereitstellen. Sie erheben Kosten für Ausbau, Betrieb und Pflege der Stromnetze und Messstellen. Diese Kosten geben die Stromanbietenden über den Strompreis an die Endkundinnen und -kunden weiter. Die Netzentgelte sind staatlich reguliert. Sie werden nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur jährlich neu festgelegt und unterscheiden sich je nach Region. Das führt in Deutschland zu regional unterschiedlichen Strompreisen pro kWh.
So entwickelte sich die Zusammensetzung des Strompreises bis 2025
Weil die Beschaffung von Strom in den vergangenen Jahren sehr viel teurer geworden ist, nun aber wieder sinkt, hat sich die Gewichtung der drei Bestandteile verschoben. Mittlerweile machen Beschaffung sowie Vertrieb 40 Prozent aus, wie der BDEW aufschlüsselt. Der Anteil von Steuern, Abgaben und Umlagen am Haushaltsstrompreis 2025 im Vergleich zum Vorjahr ist allerdings gestiegen: Er trägt zu 32 Prozent zum Strompreis pro kWh bei. 2024 waren es 29 Prozent. 2023 waren es 27 Prozent, im ersten Halbjahr 2022 allerdings noch 39 Prozent und 2021 sogar noch 51 Prozent. Der Einfluss von Steuern, Abgaben und Umlagen auf den Strompreis ist damit sehr viel geringer. Die Netzentgelte haben ihr Niveau im Vergleich zum Vorjahr gehalten und liegen weiterhin bei einem Anteil von 28 Prozent.
Regionale Unterschiede bei den Strompreisen pro kWh
Die Strompreise unterscheiden sich regional. Der Strompreis pro kWh variiert je nach Bundesland und Wohnort. Wer auf dem Land wohnt, zahlt durchschnittlich meist einen höheren Strompreis als in der Stadt. Für die regional unterschiedlichen Strompreise gibt es mehrere Gründe:
- Unterschiedliche Netzentgelte: Stromnetzbetreibende verlangen Netzentgelte für die Nutzung ihrer Leitungen. Wie hoch diese sind, hängt davon ab, wie viel es kostet, das Netz in der jeweiligen Region zu betreiben, zu warten und auszubauen. In ländlichen Regionen mit langen Leitungen und weniger Verbrauchenden sind die Kosten pro Kundin oder Kunde oft höher. In städtischen Gebieten dagegen sind sie oft niedriger, weil die Netzkosten sich auf mehr Haushalte verteilen. Eine unterschiedliche Höhe der Netzentgelte ist der Hauptgrund für die regionalen Unterschiede beim Strompreis.
- Variable Konzessionsabgaben: Die Konzessionsabgabe für die Nutzung von öffentlichen Wegen und Plätzen variiert je nach Gemeindegröße. In größeren Gemeinden darf eine höhere Konzessionsabgabe erhoben werden als in kleineren. Dadurch entstehen regionale Unterschiede selbst innerhalb eines Bundeslands.
- Abweichende Abgaben und Umlagen: Einige Umlagen, wie die KWK-Umlage oder die Offshore-Netzumlage, sind bundesweit einheitlich. Kommunale Steuern oder Förderbeiträge dagegen können regional variieren.
- Unterschiedliche Strombeschaffungskosten: Energieversorgende kaufen Strom an der Börse oder direkt bei stromerzeugenden Unternehmen. Mögliche Gründe für unterschiedliche Beschaffungskosten sind die Entfernung zu den erzeugenden Unternehmen von Erneuerbaren Energien, regionale Erzeugungsüberschüsse oder -defizite oder Netzengpässe.
- Wettbewerbsfaktoren: In Regionen mit vielen Energieunternehmen herrscht mehr Wettbewerb, was die Strompreise für Kundinnen und Kunden senkt. In ländlichen Gebieten mit wenigen Alternativen sind die Strompreise tendenziell höher.
Stromanbietenden wechseln: Nicht nur der Strompreis pro kWh zählt
Den Stromanbietenden zu wechseln, geht einfach und schnell. Der Strompreis pro kWh ist allerdings nicht das einzige Kriterium, um den besten Stromtarif für sich zu finden. Wichtig ist auch, dass der gewählte Stromtarif zu den eigenen Bedürfnissen passt. Beim Strompreisvergleich spielen folgende Faktoren eine Rolle:
- Strompreis pro kWh
- monatlicher Grundpreis
- Herkunft des Stromes
- Preissicherheit
- Mindestvertragslaufzeit
- Kündigungsfrist
- Seriosität und Erfahrung des Stromunternehmens
- Servicequalität
Welcher Stromtarif gerade die beste Wahl ist, ist individuell verschieden. Ist Sicherheit oder Flexibilität wichtiger? Soll es vor allem ein niedriger Strompreis pro kWh sein? Oder soll es umweltfreundlicher und nachhaltiger Ökostrom aus erneuerbaren Energienquellen sein? Für immer mehr Menschen kommt bei der Wahl ihres Stromtarifs der Umwelt-Aspekt vor dem Preis. Um das Klima zu schützen und die Energiewende voranzutreiben, setzen wir von GASAG zu 100 Prozent auf Ökostrom. Der kommt aus europäischen Anlagen und ist mit dem Qualitätslabel RenewablePLUS zertifiziert. Denn Ökostrom ist nicht nur günstig für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt.
Stromkosten senken: So geht’s
Wer die eigenen Stromkosten verringern möchte, hat, neben dem Wechsel in einen günstigen Stromtarif, viele Möglichkeiten. Schon mit kleinen Verhaltensänderungen lässt sich einiges an Strom sparen: Stand-by ausschalten, richtig waschen oder auf LEDs umsteigen – mit unseren 25 Tipps zum Stromsparen lässt sich der eigene Stromverbrauch schnell und einfach senken.
Fragen und Antworten zum Strompreis pro kWh
Wie setzen sich der Grundpreis und der Arbeitspreis für Strom zusammen?
Der Grundpreis ist die feste monatliche Pauschale im Stromtarif – damit deckt der Anbieter vor allem laufende Fixkosten ab, zum Beispiel Abrechnung, Kundenservice, IT/Vertrieb sowie die Bereitstellung der Belieferung (unabhängig davon, wie viel du verbrauchst). Der Arbeitspreis ist der variable Preis pro verbrauchter Kilowattstunde und enthält die eigentlichen Energiekosten (Beschaffung) sowie die verbrauchsabhängigen Bestandteile wie Netzentgelte, Mess-/Zählerkosten (anteilig) und Steuern/Abgaben/Umlagen. Vereinfacht gesagt: Wer wenig Strom verbraucht, merkt den Grundpreis stärker – wer viel verbraucht, für den ist der Arbeitspreis der größere Hebel.
Was kann ein Stromanbieter am Strompreis pro kWh überhaupt beeinflussen?
Ein Stromanbieter kann vor allem den Teil beeinflussen, der mit Strombeschaffung sowie Vertrieb/Service zusammenhängt – also wie günstig er einkauft und wie effizient er seine Prozesse organisiert. Netzentgelte sowie die meisten Steuern, Abgaben und Umlagen sind dagegen staatlich geregelt oder reguliert und liegen nicht in der Hand des Anbieters. Wenn die Einkaufspreise an den Märkten steigen oder fallen, wirkt sich das deshalb oft schnell auf Tarife aus – aber nicht alle Preisbestandteile bewegen sich im gleichen Maß.
Wie entwickelt sich der Strompreis pro kWh 2026?
Eine sichere Prognose für den Strompreis pro kWh im Jahr 2026 ist schwierig, weil viele Faktoren zusammenwirken. Wahrscheinlich ist aber, dass die Strompreise nicht mehr so stark steigen wie in den vergangenen Jahren. Mittel- bis langfristig halten manche Prognosen sogar sinkende Preise für möglich, weil mit mehr günstig erzeugtem Ökostrom auch die Stromproduktion günstiger werden kann – gleichzeitig könnten Netzentgelte hoch bleiben oder weiter steigen, weil das Netz ausgebaut und für erneuerbare Energien angepasst werden muss.