Warum ist Ökostrom sinnvoll?
Lohnt es sich für Privathaushalte überhaupt, Ökostrom zu beziehen? Ja! Und das aus vielerlei Gründen.
Was ist Ökostrom?
Ökostrom ist 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien. Über das öffentliche Stromnetz wird Strom aus verschiedenen Erzeugungsarten gemeinsam transportiert. Daher kann nicht sichergestellt werden, dass der konkrete Strom, den Sie aus dem Stromnetz entnehmen und verbrauchen, tatsächlich aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Für unser Ökostromprodukt werden jedoch Herkunftsnachweise für Strom aus erneuerbaren Energien erworben und entwertet.
Durch Herkunftsnachweise wird sichergestellt, dass eine einmal aus erneuerbaren Energien erzeugte und in das Netz eingespeiste Strommenge auch nur einmal unter Kennzeichnung dieser Eigenschaft wieder entnommen und vermarktet werden kann. Herkunftsnachweise können aus verschiedenen europäischen Ländern stammen. Informationen zur Herkunft des Stroms, auch zu den Lieferländern, finden Sie in der Stromkennzeichnung.
Kurz und knapp: 3 Gründe für Ökostrom
- Erneuerbare Energiequellen: Strom aus erneuerbaren Energien wird beispielsweise aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse oder Geothermie gewonnen. Diese Energiequellen erneuern sich durch natürliche Prozesse.
- Transparente Herkunft: Tarife mit Strom aus erneuerbaren Energien basieren auf Strom aus entsprechenden Energiequellen. Die Herkunft wird durch Herkunftsnachweise dokumentiert.
- Verschiedene Tarifangebote: Verbraucherinnen und Verbraucher können zwischen unterschiedlichen Tarifen mit Strom aus erneuerbaren Energien wählen und dabei Preis, Herkunft und weitere Produkteigenschaften vergleichen.
Warum sollte man Ökostrom beziehen?
Ziel der Energiewende ist es, die Energieversorgung stärker auf erneuerbare Energien auszurichten. Für die Stromerzeugung werden dabei Energiequellen wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse genutzt. Deutschland verfolgt demnach das Ziel, die Treibhausgasemissionen langfristig zu reduzieren.
Betrachtet man ganz Europa, war 2020 ein besonderes Jahr: Laut einer gemeinsamen Analyse von Agora Energiewende und dem britischen Thinktank Ember wurde zum ersten Mal mehr Strom aus erneuerbaren Energien als aus fossilen Energieträgern erzeugt. Auch in Deutschland wächst der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung kontinuierlich. 2020 betrug er 46 Prozent.
Wer sich für einen Tarif mit Strom aus erneuerbaren Energien interessiert, sollte auf die Herkunft des Stroms, Herkunftsnachweise sowie weitere Produkteigenschaften achten.
Wie wird Ökostrom erzeugt?
Ökostrom wird aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Dazu gehören Wind- und Wasserkraft, Biomasse sowie Photovoltaikanlagen. Während bei der Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdgas oder Mineralöl Treibhausgasemissionen entstehen, erfolgt die Stromerzeugung aus Wind-, Wasser- und Solarenergie ohne Verbrennungsprozess.
Bei der Nutzung von Biomasse wird im Rahmen internationaler Bilanzierungsvorgaben berücksichtigt, dass das bei der energetischen Nutzung freigesetzte Kohlendioxid zuvor von den eingesetzten Ausgangsstoffen aufgenommen wurde. Für Emissionen, die beim Bau und Betrieb von Anlagen entstehen, können Emissionsminderungszertifikate eingesetzt werden.
Deutschland liegt mitten in einem vernetzten europäischen Stromsystem, in dem es Strom sowohl importiert als auch exportiert. GASAG bezieht Ökostrom aus europäischen Anlagen. Aber wir produzieren auch Strom in der Region – in bislang sieben Anlagen in Berlin.
Mobilität, Wohnen, Ernährung und Konsum – all das trägt zum persönlichen Energieverbrauch bei. Auch der Stromverbrauch spielt dabei eine Rolle. Wer sich für einen Tarif mit Strom aus erneuerbaren Energien entscheidet, kann verschiedene Angebote anhand von Herkunft, Herkunftsnachweisen und weiteren Produkteigenschaften vergleichen.
Was ändert sich durch den Wechsel zu Ökostrom?
Erst mal ändert sich … gar nichts. Der Strom für Kühlschrank, Lampen und Handyakkus kommt immer noch aus derselben Steckdose und unterscheidet sich physisch nicht vom sogenannten grauen Strom, beispielsweise aus Kohlekraftwerken. Was sich jedoch ändert, sind die Produkteigenschaften des gewählten Tarifs. Bei Tarifen mit Strom aus erneuerbaren Energien können Verbraucherinnen und Verbraucher auf Herkunft, Herkunftsnachweise und weitere Tarifmerkmale achten.
Einmal Ökostrom – nie wieder Strom sparen?
Gute Frage! Auch bei einem Tarif mit Strom aus erneuerbaren Energien kann es sinnvoll sein, den eigenen Stromverbrauch im Blick zu behalten. Beim Stromverbrauch anzufangen ist für viele Haushalte einfach umsetzbar und kann sich lohnen. Denn ein geringerer Stromverbrauch senkt häufig auch die Stromkosten. Heimliche Stromfresser aufspüren und abschalten, beim Neukauf von Geräten auf Energieeffizienz achten oder den Kühlschrank clever organisieren: Mit unseren Stromspartipps lässt sich der Stromverbrauch häufig reduzieren.