Heizsysteme vergleichen und clever entscheiden
Aktuelle Heizsysteme vorgestellt
Welche aktuellen Heizsysteme haben wir in den Heizungsvergleich aufgenommen? Wir stellen die verschiedenen konventionellen Heizungsarten übersichtlich vor.
Gas-Brennwertheizung
Eine moderne Gas-Brennwertheizung ist günstig in der Anschaffung und in vielen verschiedenen Größen erhältlich, sodass sowohl Ein- als auch Mehrfamilienhäuser mit einer Gas-Brennwertheizung heizen können. Erdgas ist der hauptsächliche Energieträger, jedoch lassen sich moderne Modelle auch mit Gas aus Biomasse und sogar Wasserstoff betreiben.
Öl-Heizung
Eine Öl-Heizung ist – genau wie eine Gasheizung – in verschiedenen Dimensionen erhältlich. Sie benötigt jedoch einen Öltank und damit erheblich mehr Platz. Darüber hinaus entstehen bei der Verbrennung von Heizöl erheblich mehr CO2-Emissionen. Im Rahmen des am 10. Juli 2026 verabschiedeten Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) wurde jedoch entschieden, dass auch Öl-Heizungen weiterhin eingebaut werden dürfen.
Wärmepumpenheizung
Eine moderne Wärmepumpe benötigt keine fossilen Energiequellen, sondern heizt mit Umweltenergie und benötigt dafür elektrischem Strom. Je nach Art der Wärmepumpe bezieht diese ihre Energie aus der Umgebungsluft, dem Grundwasser oder dem Erdreich. Die Technik gilt als effizient und langlebig. Die hohen Anschaffungskosten amortisieren sich mit der Zeit, sodass eine Wärmepumpe im Vergleich der Gesamtkosten meist günstiger ist als beispielsweise eine Ölheizung. Wärmepumpen arbeiten besonders effizient in gut gedämmten Gebäuden mit Flächenheizkörpern und Vorlauftemperaturen von 55 Grad Celsius oder weniger.
Blockheizkraftwerk
Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugt sowohl Wärme als auch Strom und eignet sich für Siedlungen oder einzelne Gebäude, in denen das gesamte Jahr über ein hoher Bedarf an Wärme besteht. Betrieben werden kann ein BHKW mit unterschiedlichen Energieträgern, zum Beispiel Gas, Öl oder Holz. Entsprechend stark variieren auch die CO2-Emissionen. Wer diese gering halten möchte, entscheidet sich für den Betrieb mit Holz.
Hybridheizung
Eine Hybridheizung ist eine Kombination aus mindestens zwei verschiedenen Heizsystemen. Dies kann beispielsweise die Kombination einer Gas-Brennwertheizung mit einer Wärmepumpe sein. Dann wird hauptsächlich mit einer Wärmepumpe geheizt. Erst bei höherem Wärmebedarf übernimmt die Gas-Brennwertheizung.
Holzheizung
Pellets, Holzscheite oder Hackschnitzel dienen als Brennstoff einer modernen Holzheizung. Der nachwachsende Rohstoff kann aus der Region bezogen werden und gibt bei der Verbrennung so viel CO2 ab, wie der Baum vorher bereits aufgenommen hat. Die Anschaffungskosten liegen allerdings im mittleren bis oberen Bereich. Darüber hinaus ist regelmäßig Asche zu entsorgen sowie bei Scheitholzheizungen auch Holz manuell nachzulegen.
Elektroheizung
Anstatt eine Zentralheizung im Gebäude zu installieren, lassen sich Elektroheizungen genau dort betreiben, wo die Wärme benötigt wird. In Form eines Durchlauferhitzers zur Warmwasserbereitung oder als E-Heizkörper zur Wärmeerzeugung im Wohnraum. Die Elektroheizungen beziehen den notwendigen Strom aus der Steckdose, weshalb das hausinterne Stromnetz auf die hohen Lasten ausgelegt sein muss. Darüber hinaus besteht aber keine Notwendigkeit zur Installation eines Wärmeverteilsystems, was die Anschaffungskosten gering hält. Im Betrieb verbrauchen Elektroheizungen allerdings viel Strom, was einerseits hohe Kosten verursacht und andererseits nur dann effizient ist, wenn die Energie aus Ökostrom, also 100 Strom aus erneuerbaren Energien, stammt.
Brennstoffzellenheizung
Eine Brennstoffzellenheizung benötigt Wasserstoff, um Wärme und Strom zu erzeugen. Im Gegensatz zu einem BHKW findet jedoch keine klassische Verbrennung statt, sondern eine elektrochemische Reaktion, in der Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser reagieren und dabei sowohl Strom als auch Wärme erzeugen. Während die Wärme zum Heizen des Gebäudes verwendet wird, kann der erzeugte Strom entweder direkt selbst verbraucht, in einem Stromspeicher für späteren Eigenverbrauch gespeichert oder gegen eine Einspeisevergütung in das allgemeine Stromnetz eingespeist werden. Brennstoffzellen arbeiten äußerst effizient, sind allerdings aktuell auch noch sehr teuer in der Anschaffung.
Vergleich: Heizsysteme in Kategorien gegenübergestellt