GASAG-Gruppe will neu aufgestellt weiter wachsen und setzt auf Netze, Vertrieb und Nachhaltigkeit

29. April 2020 – Die GASAG-Gruppe zieht eine positive Bilanz des Jahres 2019.

Mit einer wettbewerbsfähigen Unternehmensstruktur, Investitionen in die Versorgungssicherheit, konsequenter Ausrichtung auf eine CO2-neutrale Zukunft und einem daraufhin ausgerichteten Marktauftritt sei das letzte Jahr ein großer Schritt in die richtige Richtung gewesen, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Gerhard Holtmeier.

„Um die führende Stellung in unseren Märkten bei immer schärferem Wettbewerb weiter halten und ausbauen zu können, haben wir 2019 das Transformationsprogramm ‚GASAG 2025‘ umgesetzt. Ziel des Programmes ist es, Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden. Die Unternehmen der GASAG-Gruppe werden nun über Geschäftseinheiten und Gruppenfunktionen gesteuert. Wir setzen konsequent auf unsere Kernkompetenzen, einen exzellenten, zukunftsorientierten Netzbetrieb und einen schlagkräftigen Vertrieb von Energie und Energiedienstleistungen. Unsere Angebote und Investitionen werden wir dabei immer mehr auf eine CO2-neutrale Energiezukunft ausrichten.“

Stabile Versorgungssicherheit auch in der Corona-Krise

Die aktuelle Corona-Krise trifft die GASAG weniger hart als andere Versorger. Gründe sind eine geringere Abhängigkeit von industriellen Kunden und der unternehmerische Schwerpunkt auf Netzbetrieb und Vertrieb. Dennoch erwartet auch die GASAG mittelfristig Risiken, weshalb beispielsweise auch die Entwicklung im Energiehandel sehr genau beobachtet wird. „Die gute Nachricht in der Corona-Krise ist, dass unsere Organisation durch frühzeitige und konsequente Digitalisierung diese Herausforderung sehr gut bestanden hat. Über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zurzeit im Homeoffice und alle Prozesse funktionieren sehr gut. Die Menschen in der Hauptstadtregion und darüber hinaus können sich darauf verlassen, dass wir unseren Auftrag, eine stabile Versorgungssicherheit zu gewährleisten, zu jedem Zeitpunkt der Krise erfüllen“, so Dr. Holtmeier.

Mehr Kunden durch starke Marken

In der GASAG-Gruppe stieg die Zahl der Privat- und Gewerbekunden sowie bei Kunden für Energiedienstleistungen 2019 weiter auf nun insgesamt rund 800.000. Zusammen mit dem Gastransport trägt der Vertrieb damit maßgeblich zu einem Umsatzplus bei. „Dass wir in unseren Heimatmärkten Berlin und Brandenburg weiterwachsen, zeigt die Akzeptanz unserer starken Marken. Wir sind mit GASAG, EMB Energie Mark Brandenburg, SpreeGas, den Stadtwerken Forst sowie der GASAG Solution Plus der kompetente Ansprechpartner im jeweiligen Markt“, betont Dr. Gerhard Holtmeier.

Steigender Gesamtumsatz, davon inzwischen 20 Prozent mit Strom

Der Umsatz in der GASAG-Gruppe ist 2019 um 5 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro gestiegen (1.252 Mio. Euro nach 1.197 Mio Euro in 2018). Dass die GASAG schon längst als gesamtheitlicher Energiedienstleister gesehen wird, zeigt die Entwicklung beim Umsatz mit Stromkunden sehr deutlich. Deren Anteil am Gesamtumsatz liegt inzwischen bei einem Fünftel. Der Stromabsatz nahm 2019 um 26 Prozent zu (1,6 Mrd. kWh nach 1,3 Mrd. kWh in 2018). Der Gasabsatz blieb mit 25,2 Mrd. kWh auf Vorjahresniveau.

„Mit dem eingeschlagenen Weg der Effizienzverbesserung für unsere betrieblichen und administrativen Funktionen sind wir auf gutem Weg, auch wenn noch ein Teil der Strecke vor uns liegt. Die Verbesserungen betreffen im Wesentlichen Kosten- und Erlösoptimierungen, die sich ergebnisseitig niederschlagen. Weitere Verbesserungen erwarten wir in den Folgejahren“, so GASAG-Finanzvorstand Michael Kamsteeg. Das um wesentliche Sondereffekte bereinigte EBIT wuchs 2019 durch die Verbesserung, u.a. durch die Umsetzung des Transformationsprogramms ‚GASAG 2025‘, in allen Geschäftsfeldern um 7 Mio. Euro auf insgesamt 112 Mio. Euro. Unbereinigt sank das Ergebnis von ca. 
73 Mio. Euro auf 64 Mio. Euro infolge der zu hohen Temperaturen. Die Mitarbeiterzahl reduzierte sich geplant durch Altersteilzeitregelungen, Vorruhestand und einem Freiwilligenprogram um rund 100 auf 1.708 (1.820 zum 31.12.2018). Alle Maßnahmen sind sozial verträglich über Betriebsvereinbarungen abgesichert.

Ungebremste Nachfrage nach Ökostrom und Mobilitätslösungen

„Auch 2019 waren wir wieder in der Kunden-Akquisition erfolgreich. Für den GASAG-Ökostrom konnten im letzten Jahr rund 15 Prozent mehr Kundinnen und Kunden gewonnen werden“, freut sich Matthias Trunk, GASAG-Vertriebsvorstand, über das erneute Wachstum. „Im Bereich der Energiedienstleistungen bauen wir unsere Partnerschaften und unser Know-how in Bezug auf integrierte Energie- und Mobilitätskonzepte stetig aus. Klimaschonende Mobilität und die dafür notwendige Infrastruktur spielt für unsere Kunden eine immer größere Rolle. Wir unterstützen bei Lösungen für eine nachhaltige Eco-Mobilität und fördern mit unserem Programm ‚Saubere 444‘ einen technologieoffenen Ansatz.“ Im Süden Brandenburgs, im Verantwortungsbereich der SpreeGas, wurde die Produktion von Sonnenstrom um 33 Prozent vergrößert (39,1 Mio. kWh nach 29,5 Mio. kWh in 2018). Insgesamt wurden in der GASAG-Gruppe 243 Mio. kWh erneuer-bare Energie produziert – sowohl Ökostrom als auch Biogas. 2018 waren es noch insg. 235 Mio. kWh.

Hohe Investitionen in Netzinfrastruktur und erneuerbare Energien

2019 wurde mit 125 Mio. Euro mehr investiert als im Vorjahr. (116 Mio. Euro in 2018). Hinzu kamen dann noch rund 100 Mio. Euro Investitionen in Finanzanlagen, u.a. für den Erwerb von EMB-Anteilen von der VNG. Damit hat die GASAG ihre Beteiligung an der EMB auf 98 Prozent erhöht. Für die nächsten drei Jahre sind insgesamt rund 450 Mio. Euro Investitionen geplant, in Netzinfrastruktur, Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien. Gerade mit Blick auf eine leistbare Energiewende engagiert sich die GASAG bei verschiedenen Wasserstoff-Projekten, beispielsweise bei einem Forschungsprojekt im Berliner Erdgasspeicher, einem Feldtest zur Wasserstoff-Produktion im Eigenheim oder bei einem Power-to-Gas-Projekt in Ketzin.

Umzug auf den EUREF-Campus im Plan

Die Vorbereitung zum Umzug auf den EUREF-Campus laufen unverändert. Ende 2020/ Anfang 2021 wird die GASAG in ihr neues „Energiequartier“ umziehen und Mitte 2021 die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg in das „Netzquartier“. Damit kehrt der Berliner Teil der GASAG-Gruppe an einen Traditionsstandort zurück.

Die GASAG AG ist mit ihren Tochterunternehmen ein führender Netzbetreiber, Energiedienstleister und -erzeuger mit dem Schwerpunkt in der Region Berlin-Brandenburg. Neben Erdgas- und Ökostromlieferung für hunderttausende Haushalts- und Gewerbekunden und immer mehr eigener Ökostrom- und Biogaserzeugung bieten die Unternehmen der GASAG-Gruppe eine breite Palette von Energiedienstleistungen an – für Bauherren, Wohnungsunternehmen oder Einfamilienhausbesitzer.

Die vor 173 Jahren gegründete GASAG ist Berlin Partner und hat sich gegenüber dem Land Berlin verpflichtet, bis 2020 zwei Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Außerdem übernimmt die GASAG durch gezieltes Sponsoring für Sport, Kultur, Umwelt, Bildung und Wissenschaft gesellschaftliche Verantwortung.

AP-U-Luchner

Pressesprecherin

Ursula Luchner

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