Eine Katze liegt auf einem Sofa, rechts davon ist ein Wärmestrahler zu sehen Bild mit KI erstellt.

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Alternative zur Wärmepumpe: Diese Möglichkeiten gibt es.

Alternative zur Wärmepumpe: das Wichtigste in Kürze

Grünes Icon mit einer Hand, die eine leuchtende Glühlampe hält Bild mit KI erstellt.
  • Wärmepumpe prüfen: Sie kann auch für viele Bestandsgebäude geeignet sein.
  • Alternativen vergleichen: Je nach Gebäude kommen Fernwärme, Pellet- oder Hybridheizungen infrage.
  • Voraussetzungen beachten: Wärmebedarf, Gebäudestandard, Platz und örtliches Wärmeangebot sind entscheidend.
  • Gesamtkosten betrachten: Anschaffung, Betrieb, Wartung und Förderung sollten gemeinsam bewertet werden.

Das zeichnet Wärmepumpen aus

Wärmepumpen nutzen Strom, um Wärme aus der Umgebung für Heizung und Warmwasser bereitzustellen. Bei passenden technischen und baulichen Voraussetzungen können Wärmepumpen einen großen Teil der benötigten Wärme aus der Umgebung gewinnen. Der Wartungsaufwand hängt unter anderem von der Bauart und den eingesetzten Komponenten ab. Im Betrieb verursachen sie keine direkten CO2-Emissionen am Gebäude. Die mit dem Stromverbrauch verbundenen Emissionen hängen von der Stromerzeugung und der Effizienz der Anlage ab.

Wird die Wärmepumpe mit Wärmepumpen-Ökostrom, also 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien, oder anteilig mit Solarstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage betrieben, verändert sich die Emissionsbilanz des eingesetzten Stroms. Wie hoch die mit dem Betrieb verbundenen CO2-Emissionen insgesamt ausfallen, hängt vom Strombezug, vom Anteil des selbst erzeugten Solarstroms und von der Effizienz der Anlage ab.

Luft-Wasser-Wärmepumpen lassen sich grundsätzlich auch in vielen Bestandsgebäuden einsetzen. Ob eine Wärmepumpe für ein Gebäude geeignet ist, hängt jedoch unter anderem vom Wärmebedarf, den erforderlichen Vorlauftemperaturen, den vorhandenen Heizflächen und den Aufstellmöglichkeiten ab.

Seitenansicht der Wärmepumpe im Freien, die an einem sonnigen Tag an der Ziegelmauer des schönen Hauses hängt. Bild mit KI erstellt.

Wärmepumpe oder Alternative: Was passt zu welchem Haus?

Wärmepumpen können auch in vielen Bestandsgebäuden effizient arbeiten. Ob sie sich für ein Haus eignen, hängt jedoch von den baulichen und technischen Voraussetzungen ab.

Hohe Vorlauftemperaturen

Benötigt das Heizsystem dauerhaft hohe Vorlauftemperaturen, kann die Effizienz einer Wärmepumpe sinken. Eine Fußboden- oder Wandheizung ist nicht zwingend erforderlich: Auch ausreichend große Heizkörper können geeignet sein. Teilweise genügt es, einzelne Heizkörper auszutauschen oder das Heizsystem abzugleichen.

Hoher Wärmebedarf

Bei einem schlecht gedämmten Gebäude ist der Wärmebedarf meist höher. Dadurch kann auch der Stromverbrauch der Wärmepumpe steigen. Ob vor dem Einbau Dämmmaßnahmen notwendig oder wirtschaftlich sinnvoll sind, sollte für das konkrete Gebäude geprüft werden, zum Beispiel im Rahmen eines Individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP).

Hohe Investitionskosten

Die Kosten hängen von der Wärmepumpenart, dem Gebäude und erforderlichen Anpassungen am Heizsystem ab. Für den Einbau können staatliche Fördermittel infrage kommen. Die aktuellen Bedingungen sollten vor Beginn der Maßnahme geprüft werden. Die Heizungsförderung für private Wohngebäude wird über die KfW beantragt.

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Heizen ohne Wärmepumpe: Diese Alternativen gibt es

Eine Wärmepumpe kommt für Ihr Gebäude derzeit nicht infrage? Je nach baulichen Voraussetzungen und örtlichem Wärmeangebot können andere Heizsysteme geeignet sein. Wir stellen mögliche Alternativen mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Gebäude, vom Wärmebedarf, von den Energiepreisen und vom Installationsaufwand ab.

1. Solarthermie als Ergänzung zum Heizsystem

Solarthermie wandelt Sonnenenergie über Kollektoren in Wärme für Warmwasser und Heizung um. Ein Speicher hält die Wärme vor. Da der Ertrag im Winter meist nicht ausreicht, ist in der Regel ein weiterer Wärmeerzeuger nötig.

Vorteile

  • nutzt Sonnenenergie zur Wärmeerzeugung
  • kann den Energiebedarf für Warmwasser und Heizung reduzieren
  • benötigt im Betrieb vergleichsweise wenig Wartung

Nachteile

  • meist nicht als alleinige Gebäudeheizung geeignet
  • Ertrag hängt von Jahreszeit, Witterung und Dachausrichtung ab
  • benötigt geeignete Dachfläche, Speicher und zusätzliche Anlagentechnik

2. Pelletheizung

Eine Pelletheizung verbrennt gepresste Holzpellets und erzeugt damit Wärme für Heizung und Warmwasser.

Vorteile

  • nutzt Holz als nachwachsenden Brennstoff
  • kann auch Gebäude mit höheren Vorlauftemperaturen versorgen
  • ermöglicht eine weitgehend automatisierte Wärmeerzeugung

Nachteile

  • vergleichsweise hohe Anschaffungskosten
  • benötigt Lagerraum und regelmäßige Wartung
  • Pelletpreise können schwanken
  • verursacht Feinstaub und weitere Luftschadstoffe

3. Infrarotheizung

Eine Infrarotheizung wandelt Strom direkt in Wärme um und gibt einen großen Teil davon als Wärmestrahlung an den Raum ab. Die Heizpaneele werden meist an einer Wand oder Decke montiert.

Vorteile

  • vergleichsweise einfache Installation
  • geringer Platzbedarf
  • wenig Wartungsaufwand

Nachteile

  • hoher Strombedarf im Vergleich zu einer effizient betriebenen Wärmepumpe
  • Betriebskosten hängen stark vom Strompreis und Wärmebedarf ab
  • Als Hauptheizung nur für Gebäude mit geringem Wärmebedarf geeignet

4. H2-Ready-Gasheizung

Als H2-ready werden Gasheizungen bezeichnet, die laut Hersteller mit einem bestimmten Wasserstoffanteil betrieben oder später umgerüstet werden können. Derzeit werden sie in der Regel weiterhin mit Erdgas betrieben. Ob und wann ein Gebäude mit Wasserstoff versorgt werden kann, hängt von der künftigen Verfügbarkeit, der örtlichen Netzinfrastruktur und der konkreten Eignung des Geräts ab.

Mögliche Vorteile

  • vorhandene Heizkörper und Leitungen können abhängig vom Gebäude teilweise weitergenutzt werden
  • Installation ähnelt technisch einer konventionellen Gasheizung

Nachteile

  • Betrieb derzeit meist mit fossilem Erdgas
  • Versorgung mit Wasserstoff ist für private Gebäude nicht flächendeckend absehbar
  • unklare künftige Brennstoff- und Umrüstungskosten
  • H2-ready bedeutet nicht automatisch, dass das Gerät ohne Anpassung mit reinem Wasserstoff betrieben werden kann

5. Brennstoffzellenheizung

Eine Brennstoffzellenheizung erzeugt gleichzeitig Strom und Wärme. Bei derzeit üblichen Anlagen wird der benötigte Wasserstoff im Gerät meist aus Erdgas gewonnen. Dadurch entstehen weiterhin CO2-Emissionen. Häufig ergänzt ein Gas-Brennwertgerät die Brennstoffzelle, wenn mehr Wärme benötigt wird.

Vorteile

  • gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme
  • kann bei einem gleichmäßigen Wärme- und Strombedarf einen hohen Gesamtnutzungsgrad erreichen

Nachteile

  • hohe Anschaffungskosten
  • derzeit meist weiterhin von Erdgas abhängig
  • wirtschaftlicher Betrieb hängt stark vom Nutzungsprofil ab
  • zusätzlicher Wärmeerzeuger kann erforderlich sein

6. Fernwärme

Bei Fernwärme wird Wärme außerhalb des Gebäudes erzeugt und über ein Wärmenetz bereitgestellt. Im Gebäude ist statt eines eigenen Heizkessels in der Regel eine Übergabestation erforderlich. Welche Energieträger eingesetzt werden und wie hoch die Emissionen sind, hängt vom jeweiligen Wärmenetz ab.

Vorteile

  • kein eigener Heizkessel und kein Brennstofflager erforderlich
  • geringer Wartungsaufwand im Gebäude
  • kann Abwärme und erneuerbare Wärmequellen einbinden

Nachteile

  • nur verfügbar, wenn ein Anschluss an ein Wärmenetz möglich ist
  • kein Wechsel zwischen verschiedenen Wärmelieferanten innerhalb eines Netzes
  • Preise und Vertragsbedingungen unterscheiden sich je nach Anbieter
  • Umweltwirkung hängt vom Energiemix des jeweiligen Wärmenetzes ab

Kosten der Heizsysteme im Überblick

Die Kosten eines Heizsystems hängen unter anderem vom Gebäude, vom Wärmebedarf, vom Installationsaufwand und von den Energiepreisen ab. Die folgende Tabelle bietet eine erste Orientierung zu den Anschaffungskosten. Betriebskosten sollten für das konkrete Gebäude berechnet werden.

Heizsystem

Anschaffungskosten

Hinweise zu den laufenden Kosten

Anschaffungskosten und Kostenfaktoren ausgewählter Heizsysteme im Überblick

Wärmepumpe

hoch, abhängig von Wärmepumpenart
und baulichen Anpassungen

abhängig von Wärmebedarf, Effizienz der Anlage und Strompreis

Solarthermie

mittel

kann die laufenden Kosten des ergänzenden Heizsystems reduzieren; meist keine alleinige Heizlösung

Pelletheizung

eher hoch

abhängig von Wärmebedarf und Pelletpreis; Kosten für Wartung, Reinigung und Schornsteinfeger berücksichtigen

Infrarotheizung

vergleichsweise niedrig

stark abhängig von Wärmebedarf und Strompreis; bei hohem Wärmebedarf können hohe Stromkosten entstehen

H2-ready-Gasheizung

mittel

derzeit in der Regel Betrieb mit Erdgas; künftige Verfügbarkeit und Preise von Wasserstoff sind ungewiss

Brennstoffzellenheizung

hoch

derzeit meist von Erdgas abhängig; Kosten und Erträge der Stromerzeugung hängen vom Nutzungsprofil ab

Fernwärme

regional sehr unterschiedlich

abhängig von Tarif, Anschlussleistung und lokalem Anbieter; innerhalb eines Wärmenetzes ist kein Anbieterwechsel möglich

Anschaffungskosten und Kostenfaktoren ausgewählter Heizsysteme im Überblick

Fazit

Wärmepumpen können für viele Gebäude eine geeignete Heizlösung sein. Daher lohnt es sich, zunächst zu prüfen, ob sich bestehende Hindernisse etwa durch größere Heizkörper oder einen geringeren Wärmebedarf beheben lassen.

Kommt eine Wärmepumpe nicht infrage, sollten alternative Heizsysteme anhand der örtlichen Voraussetzungen, der Kosten und ihrer Umweltwirkung verglichen werden. Eine fachliche Beratung kann bei der Auswahl unterstützen.