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Was ist Ökostrom?
Woher stammt der Strom aus der Steckdose und was zeichnet einen Ökostromtarif aus? Erfahren Sie, wie Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird, wie seine Herkunft nachgewiesen wird und worauf Sie bei der Tarifwahl achten können.
Inhaltsverzeichnis
- Was genau ist Ökostrom?
- Wie wird Ökostrom produziert?
- Wie funktioniert Strom aus erneuerbaren Energien?
- Woran erkennt man Ökostrom?
- Welche Merkmale bietet ein Ökostromtarif?
- Ist Ökostrom teurer?
- Wo kommt der Strom her?
- Gibt es auch regionalen Ökostrom?
- Wie hoch ist der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung?
- Wie wechselt man zu einem Ökostromtarif?
Was genau ist Ökostrom?
Ökostrom ist 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien. Die erneuerbare Herkunft für die gelieferte Menge Ökostrom wird durch Herkunftsnachweise belegt. Im öffentlichen Stromnetz wird Strom aus unterschiedlichen Erzeugungsarten gemeinsam transportiert. Deshalb lässt sich der physisch aus der Steckdose entnommene Strom keiner bestimmten Erzeugungsanlage zuordnen.
Herkunftsnachweise dokumentieren, wo und aus welcher erneuerbaren Energiequelle eine entsprechende Strommenge erzeugt wurde. Ihre Entwertung im Herkunftsnachweisregister verhindert, dass diese Eigenschaft mehrfach vermarktet wird. Herkunftsnachweise können aus verschiedenen europäischen Ländern stammen. Informationen zur Herkunft des Stroms, auch zu den Lieferländern, finden Sie in der Stromkennzeichnung.
Wie wird Ökostrom produziert?
Strom aus erneuerbaren Energiequellen kann mithilfe von Wasserkraft, Windenergie, Solarenergie und Geothermie sowie aus Biomasse erzeugt werden.
- Wind- und Sonnenenergie stehen fortlaufend zur Verfügung, ihre Stromerzeugung ist jedoch wetterabhängig.
- Biomasse kann nachwachsen, ist aber aufgrund begrenzter Flächen und konkurrierender Nutzungsmöglichkeiten nur eingeschränkt verfügbar.
- Bei der Stromerzeugung aus Geothermie wird heißes Wasser aus tiefen Erdschichten gefördert. Seine Wärme treibt direkt oder über einen separaten Arbeitsmittelkreislauf eine Turbine mit Generator an. Anschließend wird das abgekühlte Wasser in den Untergrund zurückgeführt. Eine solche Anlage arbeitet wetterunabhängig.
Wie funktioniert Strom aus erneuerbaren Energien?
Wenn man sich für Ökostrom entscheidet, kommt nicht auf einmal ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien aus der Steckdose. Denn Strom wird durch ein öffentliches Stromnetz transportiert. Durch dieses Netz fließt eine Mischung aus konventionellem Strom, zum Beispiel aus Kohlekraft, und Ökostrom. Wer einen Ökostromtarif wählt, entscheidet sich für ein Produkt, dessen Herkunft aus erneuerbaren Energiequellen durch Herkunftsnachweise belegt wird.
Für die als Ökostrom gelieferte Strommenge entwerten die Stromanbieter entsprechende Herkunftsnachweise im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes. Ein Herkunftsnachweis steht für eine Megawattstunde Strom aus erneuerbaren Energiequellen und verhindert die mehrfache Vermarktung dieser Eigenschaft. Er belegt jedoch nicht, dass die physische Stromlieferung aus einer bestimmten Erzeugungsanlage stammt.
Woran erkennt man Ökostrom?
Herkunftsnachweise belegen die erneuerbare Herkunft der gelieferten Strommenge. Gütesiegel können darüber hinaus zusätzliche Anforderungen an die Strombeschaffung, die Transparenz des Angebots oder Investitionen in neue Erzeugungsanlagen festlegen. Die Kriterien unterscheiden sich je nach Zertifizierung.
Welche Merkmale bietet ein Ökostromtarif?
Auch bei einem Wechsel zu Ökostrom fließt weiterhin die Strommischung des öffentlichen Netzes aus der Steckdose. Dennoch kann die Wahl des Tarifs einen Unterschied machen. Folgende Gründe sprechen für einen Wechsel:
Transparenter Fokus auf erneuerbare Energien:
Bei einem Ökostromtarif wird die erneuerbare Herkunft der vertraglich gelieferten Strommenge durch Herkunftsnachweise belegt. Wenn mehr regenerative Energien genutzt werden, werden weniger fossile Energien verbraucht.
Mögliche Unterstützung neuer Erzeugungsanlagen:
Ob ein Tarif darüber hinaus den Ausbau neuer Erzeugungsanlagen unterstützt, hängt von seinen konkreten Beschaffungsbedingungen, Fördermechanismen und Zertifizierungen ab. Kundinnen und Kunden sollten daher neben der Stromherkunft auch die weiteren Produkteigenschaften berücksichtigen.
Ist Ökostrom teurer?
Ökostrom muss nicht teurer sein. Anlagen für Sonnen-, Wind-, Wasser- oder Biomasseenergie arbeiten zunehmend effizienter. Dadurch wird es immer günstiger, Strom aus erneuerbaren Energien zu produzieren.
Wo kommt der Strom her?
Auch in Deutschland wird Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt. Für Strommengen, die nach dem EEG gefördert und über den gesetzlichen Fördermechanismus vermarktet werden, dürfen grundsätzlich keine Herkunftsnachweise ausgestellt werden. Für die Kennzeichnung von Ökostromtarifen können Anbieter deshalb auch Herkunftsnachweise aus anderen europäischen Ländern nutzen. Die konkrete Herkunft ist der Stromkennzeichnung beziehungsweise den Produktinformationen des Tarifs zu entnehmen.
Der Ökostrom von GASAG stammt zu 100 Prozent aus europäischen Anlagen.
Gibt es auch regionalen Ökostrom?
Mit Regionalnachweisen kann EEG-geförderter Strom in der Stromkennzeichnung einer Region zugeordnet werden. Die Verwendungsregion umfasst die Postleitzahlengebiete, die sich in einem Umkreis von 50 Kilometern um das Postleitzahlen- oder Gemeindegebiet des Stromverbrauchs befinden. Wie bei den anderen Herkunftsnachweisen gilt: Der Regionalnachweis bedeutet nicht, dass der physisch verbrauchte Strom ausschließlich aus diesen regionalen Anlagen stammt.
Der GASAG | Spreestrom wird beispielsweise in Berlin und Brandenburg in Erzeugungsanlagen der GASAG-Gruppe produziert.
Wie hoch ist der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung?
Der Anteil erneuerbarer Energiequellen an der in Deutschland erzeugten und ins öffentliche Netz eingespeisten Strommenge lag nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2025 bei 58,6 Prozent. Daraus lässt sich jedoch nicht unmittelbar auf die Nachfrage nach Ökostromtarifen schließen.
Wie wechselt man zu einem Ökostromtarif?
Der Umstieg auf Ökostrom, 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen, ist einfach. Man wählt einen Ökostromtarif beim bisherigen oder einem neuen Energiedienstleister aus und schließt einen Vertrag ab. Fällt die Wahl auf den GASAG | Ökostrom, übernehmen wir die Kündigung des bisherigen Vertrags und die weiteren Formalitäten. Die Stromversorgung wird während des Anbieterwechsels über das öffentliche Netz fortgeführt.